Iteration um ein ITEL

Wenn man sich in der Wissenschaft Stück für Stück einem Wert oder Zusammenhang nähert, kann man das mit Folgen oder Reihen tun. Stück für Stück nähert man sich an, und je näher man kommt, um so kleiner werden die Schritte, die man auf das Ziel hin tut.

Wenn es zum Beispiel eine Annäherung an die Kreiszahl pi wäre, könnte man sich Dezimale für Dezimale annähern – im nullten Schritt ist’s eine 3, im ersten 3,1, im zweiten 3,14 und so weiter. In der Realität läuft das zwar etwas anders, weil sich der Genauigkeitsgewinn pro Schritt nicht an Dezimalen orientiert. Wenn die Schritte (wie im obigen, modellhaften Beispiel) immer kleiner werden, kann man optimalerweise sagen, das die Folge oder Reihe „konvergiert“, also auf einen Wert hinstrebt – hier auf die Zahl pi.

Oft sind diese Schritte – nullter, erster, zweiter, dritter… mit einer „Laufvariable“ benannt, die oftmals „i“ heißt. Geht die Laufvariable gegen unendlich, werden die Änderungen sehr klein, die Genauigkeit sehr gut und der Aufwand sehr groß. Also bricht man irgendwann ab, wenn man die gewünschte Genauigkeit von Wert oder Funktion erreicht hat. Teils wohnt gut funktionierenden Folgen und Reihen eine automatische Verkleinerung der Änderung mit anwachsender Laufvariable „i“ inne – es steht also irgendwo der Ausdruck eins geteilt durch „i“. Ganz analog zu einem Drittel (eins durch drei), einem Viertel (eins durch vier) und so weiter, spricht man von einem i-tel. Diesen Witz habe ich mir beim Institut für Therapeutischen Einsatz von Lego (ITEL) erlaubt – es heißt eben ITEL, und das impliziert, dass durch die dortige Forschung die Therapie „um ein i-tel besser wird“.

Um ein i-tel besser ist auch mein Entwurf des ITEL-Gebäudes geworden:

Natürlich ist noch einiges zu tun: Das EG muss noch ausgestattet werden, im OG wird es noch einen Flur, ein Zimmer für die Pflegenden und einen Raum für bildgebende Verfahren geben. Aber es geht Stück für Stück, schrittweise, eben iterativ voran!

8 Kommentare zu „Iteration um ein ITEL

    1. Danke! Das ist auch das „Fertigste“ an der ganzen Sache. Mit der Bildgebung bin ich noch ziemlich am Nachdenken, wie das gehen soll. Ob es ein Kombinationsgerät wird, oder ob ich es hinbekomme, PET, MRT und CT irgendwie richtig darzustellen, sei auch noch dahingestellt.

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