Ein Gedanke…

…setzt sich langsam in meinem Kopf fest.

Denn: Seit April diesen Jahres fahren mein Mann und ich für alle regelmäßigen, alltäglichen Tätigkeiten kein Auto mehr. Wofür haben wir das Auto seit dem benutzt?

  • Sperrige, größere Abfälle zur Deponie bringen
  • Urlaubsfahrt

Eine kurze Aufzählung? Ja, sonderlich lang ist sie nicht. Bevor wir den Fahrradanhänger hatten, gab es noch regelmäßig Fahrten zum Einkaufen, dazu ein paar wenige Fahrten bei schlechtem Wetter zu Vorträgen, aber das würde ich sicher auch mit dem Fahrrad machen, wenn kein Auto da wäre, oder halt mit ÖPNV-Fahrrad-Hybrid-Lösungen.

Dann habe ich mir überlegt, dass ich für unser Auto einen ganzen Batzen Geld an Versicherung, einen (deutlich kleineren, da kleiner Motor) Batzen Geld an Steuer unabhängig von allen Aktionen zahle, dazu Wartungskosten – und das, ohne dass das Ding bewegt wird. Dann kommen noch Spritkosten dazu und auch vom Rumstehen wird das Gefährt nicht besser, auch wenn die anderen, bei regelmäßiger Bewegung anfallenden Verschleißeffekte am Ende teurer sind.

So ganz langsam stellt sich dann die Frage, ob es nicht nur ökologisch sinnvoll und platzsparender, sondern auch ökonomisch sinnvoll wäre, für die wenigen verbleibenden Fahrten auf ein flexibles Modell aus Mietwagen, Carsharing und Taxi zu setzen. Denn ganz offen: Sogar Taxifahren kann man für den Mindestsatz Haftpflichtversicherung eine Menge, und dann ist noch keine Spritersparnis eingerechnet.

Freilich ist das Ganze noch nicht spruchreif, aber ich muss gestehen, dass vom ersten Mal laut und in Beisein anderer diese Idee formulieren bis zu einem recht konkreten Planen des „Wie“ statt nur des „Ob“ verblüffend wenig Zeit verging. Der Boden ist also bereitet. Mal sehen, wie sich der Gedanke weiter entwickelt.

2 Kommentare zu „Ein Gedanke…

    1. Gerne. Bei uns ist es inzwischen so, dass mein Mann (nicht so extrem sportlich wie ich) mit Pedelec und Tourenrad sowie ich mit Rennrad, rennradartigem Touren/Wanderrad mit Anhängekupplung (und Lastanhänger) und derzeit nicht genutztem MTB sowie einem Toyota Aygo tatsächlich nur ein Gefährt haben, das weniger bewegt wird als der kleine Aygo… und das ist mein MTB, aber in erster Linie auch deswegen, weil ich die Schläuche mit Blitz- noch nicht durch Schläuche mit Sclavander-Ventilen ersetzt habe.

      Das Problem ist, dass ein Auto „unsichtbare“ Kosten verursacht, die man eben einrechnet: Versicherung, Steuer, Wartung, ggf. Platz… und wenn’s wenig bewegt wird, hat man jedes Mal das komische Gefühl, dass irgendwas sein könnte, wenn man’s wieder anpackt, denn vom unbeachtet Rumstehen wird es ja wie gesagt nicht besser: Rost, Luftverlust, Schmiermittelverlust… freilich, man sollte das alles vor jeder längeren Fahrt prüfen, aber wenn man nur ein-, zweimal im Jahr eine längere Fahrt macht… und sonst ggf. nur kurze Strecken fährt, der Motor gar nicht richtig warm wird… das tut der Maschine nicht gut. Ganz davon abgesehen, dass der Mental Load, wo das Ding wieder rumsteht und was als nächstes dran kaputt ist, für weniger als 2000 Kilometer im Jahr sicherlich auch kein Pappenstiel ist, wenn man das mal quasi als „Lebensqualitätverlust“ umlegt.

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