Eine Frage…

Radwege sollen schön sein, durch die Natur führen, dort geht dann natürlich keine Bodenversiegelung und die Radwege sind eher geschottert.

In der Konsequenz kann man darauf nicht gut mit schmalen, leichtgängigen Reifen und nicht schnell fahren. Man kommt langsamer voran, muss mehr Kraft für dasselbe Tempo aufwenden, braucht eine Federung, wird eher dreckig als auf Asphalt. Man braucht also eine Dusche und eine Umkleide, um nach dem Radtransfer zur Arbeit, zur Dienstreise, zum Kunden wieder „seriös“ auszusehen. Zu zeigen, dass man das Klima schont, indem man per Rad kommt, ist also unseriös.

Was sagt das über die Idee aus, eine Verkehrswende auch außerhalb der Stadt über Fahrradfahren voranzutreiben? Was sagt das über das Fahrrad als Verkehrsmittel statt als Sportgerät oder Freizeitgefährt aus?

4 Kommentare zu „Eine Frage…

  1. Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren ist in Frankfurt in und moderne Arbeitgeber bieten Duschen für Mitarbeiter an.
    In der Gegend vom Frankfurter Flughafen gibt es Wander- / Fahrradwege mit Oberfläche aus Sand. Diese Wege fahre ich besonders gerne. Außerdem versiegeln sie nicht. Allerdings weiss ich nicht, wie viel Pflege die Sandoberfläche benötigt. Ich kann mir vorstellen, dass sie regelmäßig – insbesondere nach Regen – gewanlzt werden muss.
    LG aus Frankfurt
    Max

    1. Bei uns in Karlsruhe ist die Fahrt zur Arbeit mit dem Rad auch in. In den anderen Gebäuden des Amts, auf dem ich arbeite, gibt’s duschen, aber bei uns hat der Vermieter das irgendwie nicht zugelassen. Ich habe einen Herrn vom Bauamt ganz schön in Verlegenheit gebracht, als ich das Fehlen der Dusche beim Antrittsbesuch unserer obersten Chefin angesprochen habe, als sie in meiner Bürotür stand.

      Ich fahre ein Rennrad und ein Randonneur-Bike – mit dem Rennrad ist Sand kein Untergrund, den ich gerne fahre, mit dem Randonneur geht’s. Auch wenn ich grundsätzlich begrüße, dass nicht SO viel Boden versiegelt wird, komme ich mir ehrlich gesagt ein wenig verschaukelt vor, wenn „Verkehrswende durch das Fahrrad“ propagiert wird, aber eine Einfallstraße für die Autos mit je zwei Richtungsfahrstreifen absolut nötig erscheint, aber schon 1,2 Meter breiter Asphalt für Fahrräder eine Diskussion über Bodenversiegelung wert sind.

      Mit 21 Kilometern Arbeitsweg (einfache Strecke) gehöre ich aber wohl auch eher zu den selteneren, weiten Radpendlern, und deswegen sind meine Bedürfnisse an Leichtlauf des Rads vielleicht auch ein wenig andere…

  2. Ich könnte dir stundenlang darüber berichten, wie meine Kollegen mir bei meinem letzten Arbeitgeber erzählen wollten, dass ich in meinem Zweierbüro nicht in Radklamotten arbeiten darf, weil sich das so nicht gehört.
    Draußen in der Öffentlichkeit rumfahren ist ok, aber am Schreibtisch sitzen, telefonieren und Projektanträge schreiben, geht aber nicht. Wenn die wüßten, was ich jetzt im HomeOffice manchmal anhab (oder auch nicht) … uiuiui

    Den Mitbenutzer des Büros hat es übrigens nicht gestört und Geruchsbelästigung gab es auch nicht. 😉

    1. Man muss allzeit bereit sein, wenn mal der Kunde oder der große Chef in der Tür steht, gell?

      Ich hänge immer noch am „oder auch nicht“ fest… wobei, da kann ich teils auch mit aufwarten. Man sollte nur im Homeoffice in der Videokonferenz dran denken, die Kamera abzuschalten, wenn man aufsteht, im Falle eines „oder auch nicht“ 😀

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