Sowas wie „Plogging“

Bereits vorvorgestern habe ich mich ja über das ganze Glas auf den Rad- und Fußwegen echauffiert. Das ist nicht weniger geworden, also das Echauffieren. Am gestrigen Tag jedoch gab es erstens die Erkenntnis, dass ein halber Flaschenboden einfach so auf dem Radweg herumliegt – und ich verlor bei einem Experiment meinen Running Dynamics Pod auf dem Radweg von Bietigheim nach Elchesheim, da ich am Skate damit Schrittzahl messen wollte, das Ding aber abfiel. Nach der „ALB“, also der „Active Lunch Break“ mit Skaten, war also nicht nur der geplante Duathlon angesagt, sondern auch die Suche nach dem RD Pod.

Da ich ohnehin den Blick auf dem Boden hatte, nahm ich noch eine Tüte mit, um Glas aufzusammeln… und musste am Ende feststellen, dass die mitgenommene Tüte zu klein war. Gefunden habe ich das hier, alles auf oder unmittelbar neben dem Weg:

Plogging-Ausbeute auf 2,5km Radweg, Fokus war eigentlich, den rechts neben dem Papier legende RD Pod, so dass ich bestimmt nicht alles Glas gefunden habe.

Am Ende war die Aktivität, die ich dann durchführte, nicht von schlechten Eltern:

Eigentlich bin ich ja nicht unbedingt ein Ploggerin, wie man das Aufsammeln (plocka, schwedisch für „aufsammeln“) und Laufen (Jogging( neuerdings bezeichnet. Wenn ich was aufhebe, dann eher beim spazieren Gehen, denn ich laufe ja durchaus ambitionierte Trainings. Aber so lief es doch ganz gut und fügte sich zusammen.

Für 2,5 Kilometer Radweg mit Fokus auf der Suche nach dem RD Pod stellt die Menge an gefundenem Glas (restlichen Müll habe ich liegen lassen, meine Intention war der Schutz von Kinderhänden, Hundepfoten und Fahrradreifen) den Menschen, die Radweg und Straße benutzen, ein verheerendes Zeugnis aus, da ich sicher nicht alles gefunden habe…

7 Kommentare zu „Sowas wie „Plogging“

    1. Danke! Ich glaube nicht, dass ich alles oder auch nur den Großteil gefunden habe. Aber ich finde, wenn nur JEDER anstreben würde, „netto“ mehr aus der Umwelt rauszuholen und der normalen Verwertung oder Entsorgung zuzuführen, als er reinwirft, wäre das Problem schnell erledigt. Aber dieses Streben haben leider zu wenige (wenn auch mehr, als man denkt).

        1. Es kann immer mal passieren, dass einem etwas runterfällt und man es nicht bemerkt. Insofern bin ich vorsichtig mit der Ansage, dass es das Problem dann gar nicht gäbe – es wäre aber sicher VIEL kleiner. Ich meine diesen Satz auch gar nicht im Sinne von „Dir widersprechen“, ich nehme nur an, dass wir alle nicht perfekt sind und uns unbemerkt mal was runterfällt. Achtlos in die Gegend schmeißen ist freilich der Löwenanteil des Problems – und wenn das aufhören würde, wäre alles VIEL besser.

          Ich persönlich tendiere dazu, einfach für mich zu sagen: „Ich leiste meinen Beitrag in die richtige Richtung, selbst wenn er klein ist, und sage es gelegentlich mal in der großen Runde, vielleicht inspiriert man jemanden“. Denn so gesehen: Es müssen gar nicht ALLE mitziehen, sofern es zumindest ein bisschen MEHR werden, die weniger wegwerfen (aus Versehen oder absichtlich), als sie aufheben.

        2. Ist mir schon klar. Aber ich halte mich da an Konfuzius: „Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“ 🙂

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