Es kam so über mich…

Gestern Abend, mein Mann und ich sitzen zusammen, nachdem wir Spaghetti Carbonara und Meeresfrüchte-Salat vom italienischen Restaurant im Nachbarort zum abholen bestellt, abgeholt und gegessen haben. Das Wasserbett war gerade am gemacht werden – Konditionierer rein ins Wasser, Luft raus, Pflegemittel drauf war schon erledigt, neu beziehen war für nach dem Essen geplant.

Ich sitze da und denke nach, habe mir eben einen Espresso als Absacker nach dem italienischen Essen gemacht – mit der eigenen Maschine, nicht vom Restaurant bekommen, aber so ist das nun einmal. Plötzlich kommt es über mich. Ich realisiere, dass ich einen mich liebenden Ehemann habe – freilich, es ist nicht immer alles prall, aber er ist mein bester Freund und meine große Liebe zusammen. Ich habe tolle Freunde und Freundinnen, mit denen ich mal mehr, mal weniger kommuniziere – zur Zeit nur online, aber so ist das nunmal gerade. Wir haben uns, ein Dach über dem Kopf, Sport funktioniert, meinem Mann geht es nach langen Wochen des (nicht-infektiösen, eventuell allergischen) Hustens wohl langsam besser, die Tage werden länger.

Und plötzlich kamen mir die Tränen, während ich meine Plüsch-Schneeleopardin Xue kuschelte, die ich nach einem Besuch im Karlsruher Zoo von lieben Freunden geschenkt bekommen habe. Denn so düster die Dinge manchmal aussehen, so schrecklich manches erscheint, so schwierig die Zeiten mit Corona, dem Beruf, Krankheiten sind – da sind noch wir. Liebe Leute um mich rum und dazu ich, die ich so viele Möglichkeiten habe, mich mit Sport und Ideen und Gedanken zu verwirklichen. Die ich weniger Kopfschmerzen habe, die ich eine chronisch entzündliche Darmerkrankung so im Griff habe, dass ich damit normal leben kann. Freunde um mich herum, ein Mann neben mir, die damit leben können, es manchmal sogar gut finden, dass ich in Humor, Klamotten, Gedanken und vielem mehr unkonventionell bin.

Mein Leben ist schön.

Ich hoffe und wünsche mir, dass auch die Euren Leben schön sind!

2 Kommentare zu „Es kam so über mich…

    1. Auf jeden Fall. Manchmal ist es schwer, zu wollen – und manchmal auch schwer, zu sehen. Aber Schönheit zu finden, das ist ganz einfach, wenn man bereit ist, zu suchen – dann muss man meistens gar nicht mehr suchen, sondern findet, bevor man richtig zu suchen angefangen hat. Weil man offen dafür ist 🙂

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