Bigger better faster more

Der Titel dieses Beitrags ist auch der Titel eines – naja, DES Albums der Four Non Blondes, auf dem mit „Spaceman“ und „What’s Up“ die bekannten Hits der Band sind. Man kann diesen Leistungsgedanken, der zunehmend viele Bereiche beherrscht, durchaus kritisieren. Im vorliegenden Falle allerdings, beim Sport, ist es durchaus ein Gedanke, der mich antreibt.

Dabei begann es heute gar nicht mit einem solchen Plan. Ich hatte in Erwägung gezogen, heute weit zu laufen. Nach ein paar stressigen Wochen mit vielen Überstunden habe ich mir Arbeitszeitausgleich genommen und geplant, den Tag für mich zu gestalten. Ausschlafen, laufen, vielleicht ein bisschen am Rechner zocken, den Heimtrainer zum Klick-Pedal-Übungsgerät umrüsten, damit ich mich endlich auch irgendwann in freier Wildbahn trauen werde, die Kombi-Pedale an meinen Rennrädern auch im Klick-Modus zu benutzen, solche Dinge. Wie bei mir nicht ganz selten nach sehr stressigen Wochen, in denen über die Zeit auch der Schlaf weniger und weniger erholsam wird, war das Aufwachen nach dem ersten langen, guten Schlaf von Kopfschmerz geprägt. Also stand ich auf, trank einen Tee, aß ein Brot mit Schoko-Aufstrich und machte mich zum Laufen auf.

Meinem Mann rief ich zu: „Zwei, vielleicht zweieinhalb Stunden…“ – das wären maximal 30 Kilometer. Nach knappen drei Stunden und etwas über 33 Kilometern stürzte ich, inzwischen kopfschmerzfrei, kurz zuhause durch, um meinem Mann zu sagen, dass das heute länger dauere. Denn ich hatte gemerkt, dass stressende Gedanken hochkamen und vergingen, über den Lauf, und ich noch lange nicht durch war damit. Außerdem ergab sich, dass die „50“, die nächste Wegmarke, die ich an Streckenlänge noch nicht erreicht hatte, in Reichweite erschien. Also trank ich noch einen Schluck daheim und rannte wieder los. Die letzten blöden, stressigen Gedanken kamen bei ca. 45 Kilometern hoch und vergingen knapp vor den 48… was soll ich sagen: Da steht sie, die große Fünf.

Mein erster 50-km-Ultra.

Am Schluss wurde es sehr anstrengend und ich wurde langsamer, aber es war auch immerhin Neuland. Mit den 4:36 für 50,45 Kilometer bin ich aber sehr zufrieden!

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