„Lastesel“-Test des „Red Flash“

Ich habe ja schon über mein neues Rad, den „Red Flash“ sowie die Gepäcktaschen geschrieben. Nun stand allerdings eine Sache noch aus – und die habe ich gestern getan.

Dass es mit den Gepäcktaschen am Rad angenehmer ist, Lasten mit dem Rad zu transportieren, als es mit dem Rucksack zu tun, das war mir schon klar. Allerdings habe ich beim Rucksack sehr intim im Griff, wo die Last sitzt, wie das mit dem Gleichgewicht funktioniert und so weiter. Wie das mit den Gepäcktaschen sein würde, wusste ich noch nicht. Klar, die sind dafür gemacht, dass es sich angenehm damit fährt, aber wie würde sich das anfühlen?

Nun ergab sich, dass ich aus dienstlichen Gründen am Dienstag ins Büro muss, allerdings noch etwas anderes zu tun habe, so dass ich mit einem Auto – aber nicht meinem – zu einem Termin und dann ins Büro fahren werde. Also werde ich nach der Arbeit im Homeoffice mein Fahrrad in den Fahrradkeller unter dem Büro bringen und nach Hause laufen – und Dienstag dann unabhängig von fremden Autos und dem ÖPNV mit dem „Red Flash“ und meinen neuen Taschen nach Hause radeln werde. Der Ernstfall ist ein denkbar schlechter Moment für Unsicherheit beim Testen. Also packte ich am Sonntag mein Zeug in die Taschen – Papiere, Klamotten, Notebook und noch meinen Plüschtiger Rocky und meine Plüschschneeleopardin Xue, die allerdings am Dienstag nicht mit von der Partie sein werden, und fuhr eine Runde um den Block.

Mich interessierte, wie sich das Gewicht recht weit hinten und recht weit oben am Rad, aber nicht in seiner Umlagerung mit meinem Rücken verbunden, auf mein Gleichgewicht auswirkt und ob die Taschen außerhalb der Reichweite meiner Beinbewegung hängen. Beides war gegeben, die Lastverteilung war einen Hauch ungewohnt, aber ansonsten war alles fein. Die Hauptneuerung kam etwas überraschen für mich, auch wenn ich es mir hätte denken können: Die Aerodynamik. Seitenwind griff etwas mehr an, und auch ansonsten fuhr es sich mit den Taschen vor allem wegen der anderen, stärkeren Auswirkungen von schrägen Luftströmungen auf die Asymmetrie des Luftwiderstands ein bisschen mehr ungewohnt. Tatsächlich war das der größte Effekt, auch wenn auch der bereits beim ersten Versuch voll beherrschbar war.

So ganz nebenbei probierte ich noch, wie es sich durch typische Engstellen meiner Strecke fährt – an einer Stelle fahre ich seitlich an einer Schranke vorbei, die Autos vom Radweg fernhalten, Räder aber durchlassen soll. Auch wenn die Schranke offen war, nahm ich den Weg seitlich dran vorbei, um es zu testen. Es lief gut. Die etwas engere Stelle an einer anderen Schranke auf einer anderen Route nördlich aus Bietigheim testete ich nicht, aber das sollte sich auch problemlos machen lassen.

Nun bin ich mal gespannt, wie das alles am Dienstag klappt – nach Karlsruhe fahren, das Rad in den Keller einschließen und mit Schlössern sichern und danach heimlaufen, das sollte kein Thema sein. Sowas mache ich – wie man so nett sagt – auf einer Hinterbacke. Nur bei Neuem, Ungewohntem bin ich etwas feige. Aber ich habe ja getestet, was ich konnte!

10 Kommentare zu „„Lastesel“-Test des „Red Flash“

    1. Gestern war Superwetter. Heute sieht es nicht ganz so prall aus, aber dafür habe ich ja ein Winterrad mit Schutzblechen und allem drum und dran. Ich bring‘ nach Feierabend mein Rad in den Fahrradkeller im Amt und laufe dann nach Hause, damit ich morgen nicht ÖPNV oder mit einem Kollegen per Auto mitfahren muss, sondern mit dem Rad heimfahren kann (da morgens ein Termin ansteht, der nur mit dem Auto geht, und gemeinsam im Auto des Kollegen wahrgenommen werden muss, nach dem wir ins Amt fahren).

      Bei Glätte und heftigem Sturm fahre ich eher nicht, aber sonst… eigentlich immer.

      1. Na dann, Respekt. Ich war gestern sogar im Fitnessstudio. Die bieten Open Air Training für bis zu zwei Personen an. Da habe ich mir extra von Adidas eine Hose und einen Hoody aus RDY Material gekauft. Das ziehen wohl die Fußballer bei ihrem Wintertraining auch an. Das war dan tatsächlich gar nicht so übel.

        1. Ist ja cool mit Open Air Training! Ich hab Rad- und Laufklamotten aus ähnlichem Material. Die Engstelle sind die Handschuhe – praktisch dünne Handschuhe sind bei Gegenwind und Kälte zu kalt, ausreichend warme Handschuhe sind meistens zu unpraktisch auf dem Rennrad.

    1. Och – nach drei, vier Kilometer (8 bis 11 Minuten) ordentlich in die Pedale treten wird’s auch in den Extremitäten wieder warm 🙂 Habe ich schon öfter so praktiziert.

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