Fazit: Der November ist gelaufen

Wie schon gestern gesagt, ist es zur Zeit Dunkel, kalt und unsicher. Das wirkt sich natürlich auch auf mein Sportpensum aus. Wobei: Wenn ich den furiosen Oktober anlege, dann möchte ich nicht wissen, was im November ohne die Unsicherheit gegangen wäre…

Aber zur Sache: Das Jahr 2020 hatte ja für mich sportlich nicht nur die Auswirkungen der Pandemie zu bieten. Auf meinen Sport hatte die Pandemie und die dahingehenden Maßnahmen natürlich Auswirkungen – aber weniger ist es dadurch nicht geworden, nur anders. Das Fitnessstudio habe ich gar nicht besucht seit März. Auch im Sommer, als es durch relativ ruhiges Infektionsgeschehen und dahingehend gelockerte Maßnahmen gegangen wäre, habe ich die dortigen Plätze anderen Leuten überlassen. Das Radfahren zur Arbeit – statt sich mit Maske in den ÖPNV zu setzen – wurde durch die Pandemie sogar stark befeuert. Die Lauferei hingegen litt unter einer Erkältung Anfang Januar, einer lästigen, leichten Verletzung im Februar und einer ziemlich fiesen Zerrung der linken Zehenstrecker im April. Warum ich diese eigentlich ins Jahresfazit gehörenden Dinge hier zitiere? Ganz einfach: Nach dem November, mit noch einem Monat verbleibend, ist eine Zwischenbilanz bei den Jahreszielen durchaus angezeigt. Mein „Dashboard“ für die Zielerreichung habe ich allerdings erst gestern früh abfotografiert… es sieht aber super aus:

Dashboard Zielerreichung, Stand 02.12.2020 morgens.

War ich Anfang November trotz des furiosen Oktobers meinem Laufziel noch ein paar Kilometer hinterher, bin ich trotz einiger Ausfälle im November nun wieder voll im Plan, oder eher sogar: dem Plan voraus!

Insgesamt sind die Radkilometer durch Homeoffice und ekligeres Wetter im November weiter runtergegangen – und dass die 460 Kilometer vom Oktober nicht wiederholt werden würden, war auch klar. Dennoch ist der November alles andere als unsportlich verlaufen. Womit ich im Oktober und auch im November noch ein bisschen geschludert habe, waren Dehnen, Kraft- und Gleichgewichtsübungen. Mit mehr Kopfschmerzen und ein paar Warnzeichen in den Füßen erzieht mein Körper mich aber, das wieder aufzunehmen. Dennoch sieht man den Einbruch deutlich:

Im Dezember fange ich schon wieder richtig an, ein bisschen mehr zu machen – das Homeoffice kommt mir da entgegen. Im Arbeitszimmer daheim ist es einfacher, sich eine Matte für kurze Entspannung bei Kraft- oder Dehnübungen neben den Rechner zu legen als im Büro. Ebenso kommt das Homeoffice den „Multisport“-Trainings entgegen. Nach der Arbeit eine Runde Duathlon als Training zu drehen, bevor es dunkel wird, war richtig klasse. Entsprechend sieht auch die Verteilung der Kilometer im November aus:

Bei der Performance sehe ich recht deutlich, dass das Radfahren bei Kälte nicht ganz so mein Ding ist. Ich fahre teils langsamer, weil ich Glätte durch Regen, Blätter und eventuell Eis befürchte, im Dunkeln fahren ist auch nicht so prall. Daher sind die Herzschläge pro Strecke beim Radfahren nach deutlich sichtbarem Trainingseffekt über das Jahr wieder mehr geworden. Für besser Handlichkeit der Werte habe ich für’s Radfahren den Streckenpuls als „Herzschläge pro 200 Meter“ berechnet, für’s Laufen dann pro 100 Meter. Der Parameter (bzw. diese beiden Parameter) hat sich für mich ganz gut bewährt, um Tendenzen beim Trainingseffekt zu beschreiben, auch wenn es noch Optimierungsbedarf (Einfluss des Ruhepulses bzw. des Tempos, mit dem ich unterwegs bin) gibt.

Deutlich kann ich sehen, dass ich beim Laufen seit Erkältung im Januar und Verletzungen in Februar, April und Mai SEHR starke Fortschritte gemacht habe und sogar herzschlagseffizienter laufe als 2019. Beim Radeln ist auch eine deutliche Effizienzsteigerung zu sehen, aber der November bricht da wegen oben genannter Aspekte aus.

Zu guter letzt noch ein reines Laufbild: Die Quantile in Sachen Tempo und Strecke für die abgelaufenen 12 Monate. Das Tempo-Band ist mehr oder minder das gleiche mit einer leichten Tendenz zu „schneller“, die Streckenlängen steigen ebenfalls an, haben aber einen leichten Ausreißer durch drei Marathons im Oktober, wodurch ein Achtel meiner Läufe im Oktober (blaue Linie im rechten Diagramm) über 38 Kilometern lagen.

Quantile in Tempo (rechts) und Streckenlänge (links) beim Laufen.

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