Das ist DAS Wetter…

… um zu zeigen, dass man bei fast jedem Wetter Rad fährt. Heute früh stürmte es, aber da war es Rückenwind. Heute Nachmittag dann, auf der Heimfahrt, war das Gegenwind. Nasser Gegenwind. Die Wege und Straßen waren nass, der Sand spritzte unter den Sattel, auf meinen Hintern, auf die Unterseite meines Rucksacks. Eine Sauerei!

Vermutlich habe ich – weil ich recht schnell aufspritzte, als ich aufgerufen wurde – bei meiner Frauenärztin dreckigen Sand auf dem Stuhl im Wartezimmer hinterlassen, da ich auf dem Heimweg noch ein Rezept holen war. Ich glaube, mit dem Radhelm auf, das Radhelm-Rücklicht noch an, habe ich auch einige andere Patientinnen irritiert. Aber hey, wenn man mit dem Rad zur Arbeit bzw. von der Arbeit heim fährt und unterwegs Dinge erledigt, dann sieht man halt aus… naja, wie eine Radlerin!

Jedenfalls habe ich mich von Gegenwind mit (laut Strava) im Mittel 24,6 km/h nicht abbringen lassen, auch nicht von Regentropfen, die mir in diesem Tempo entgegenkamen, nicht von Ästen und Blättern und Nässe auf den Wegen. Ich plane eigentlich nicht, dieses Jahr nochmal länger auf den ÖPNV für die Fahrt zur Arbeit umzusteigen, der Plan ist, den Winter mit dem Rad durchzufahren, wenn es irgendwie geht. Das tut mir gut, meinen Laufleistungen und auch der Umwelt. Den ÖPNV lasse ich allerdings nicht im Regen stehen, denn ich will ja auch nicht, dass mich die Bahnen des KVV im Regen stehen lassen – mein Monatsticket für’s gesamte KVV-Netz kaufe ich weiterhin.

Aber wenn es irgend geht, nutze ich es nur als Notnagel. Denn mein Verkehrsmittel ist das Fahrrad – in voller Inbrunst, auch wenn ich erst seit 01.12.2019 wieder Rad fahre.

4 Kommentare zu „Das ist DAS Wetter…

    1. Das muss bei uns in der Familie liegen. Mein Vater ist so ein „ganz oder gar nicht“ Typ. Er hat (zweimal) schlagartig das Rauchen aufgegeben – einmal hat er wieder angefangen, weil er durch den kalten Entzug so unerträglich wurde, dass meine Mutter damals sagte, er solle von ihr aus wieder anfangen, wenn er durch den Entzug so sei, wie er dann war. Beim zweiten Mal hat’s geklappt. Mit dem Alkohol hat er – weit entfernt von echter Sucht – auch von einem Tag auf den anderen aufgehört, genau wie er damals, um Krankengymnastik zu vermeiden wegen seines Knies, fanatisches Rennradfahren anfing. Seine Leidenschaft für große, spritschluckende Autos, die er allerdings nur selten fuhr, hat er auch schlagartig beendet und fährt nun nur noch mit Strom. „Bisschen gibt’s nicht, ist wie beim schwanger Sein“, pflegte er zu sagen. Ich nehme den Spruch nicht so auf, zumindest den zweiten Teil nicht. Gibt zu viel schmerzhaftes, das ich um diesen Vergleich kenne. Aber „Bisschen gibt’s nicht“, das kenne ich auch so. Zwanzig Jahre Angst vor’m Radfahren, weil ich einen Unfall hatte, und dann fange ich wieder an und stehe in meinem ersten Wieder-Radfahr-Jahr bei 6070 Kilometern. „Bisschen gibt’s nicht.“ So isses.

      1. Tja, da haste n gutes Gen abgekriegt, solange es dich nicht zu tief in den Verschleiß treibt. Aber du trainierst ja immer gut und regelmäßig, da dürften Knorpel und Senen gut ausgebildet sein.

        1. Ich habe seit 2017 beim Laufen die Knorpel und Sehnen aufgebaut – beim Radeln, wo andere gebraucht werden, habe ich auch langsam aufgebaut. Dennoch war im April mal ein bisschen Pause angesagt, vermutlich durch Lauf- und Radbelastung zusammen. Zerrung der Zehenstrecker, das war vielleicht ein Mist. Seit dem läuft’s aber super. Bin bei ca. 2600 Kilometern Laufen und den zitierten 6070 Kilometern Radfahren für dieses Jahr, 3300 und 7500 werden noch drin sein.

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