Der Glastisch

In unserem Wohnzimmer steht vor dem Sofa ein Glastisch. Immer wieder verstecken sich unsere 25 unsichtbaren Mauzen unter dem Glastisch und sind der festen Überzeugung, dass man sie nicht sieht – sie verstecken sich ja unter dem Glastisch.

Die Nachbarskatze tut das auch gelegentlich, um sich dem Hinauskomplimentiertwerden zu widersetzen. Ob die Katze davon ausgeht, unter dem Glastisch nicht gesehen zu werden oder ob sie sich dessen bewusst ist, dass sie sich damit dem Zugriff entzieht, kann ich nicht beurteilen.

Ich jedenfalls habe mir heute den Kopf am Glastisch angestoßen, während ich mich für Crunches auf dem Boden zurechtlegen wollte, um während der Übung ein Video auf dem Bildschirm des Rechners meines Mannes zu sehen. Das lag nicht daran, dass der Tisch aus Glas und daher unsichtbar wäre. Es lag auch nicht daran, dass der Tisch undurchsichtig wäre – was er nicht ist. Es lag daran, dass ich hinten keine Augen habe.

Am Ende sind es doch die banalen Gründe, auch wenn es ein wirklich smarter Move ist, sich unter dem Glastisch zu verstecken.

Ein Kommentar zu „Der Glastisch

  1. Das erinnert mich an meine Kinderzeit. Wollten wir uns vor der Muter verstecken, so setzten wir uns in eine Ecke, die Hände vor den Augen. Der Gedanke dahinter war sicher … wen ich nicht sehe, der sieht mich auch nicht.

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