Wenn’s nicht mehr geht – lauf!

Heute war einer dieser Tage: Im neuen Büro geht so manches noch nicht richtig, weil die Datenleitung zum Haupthaus nicht „dick“ genug ist. Einige Programme vertragen nicht allzu viele Time-Outs, weil sie dann unterstellen, dass die Sicherheit gefährdet ist – und so muss man ohne sie auskommen. Schade nur, dass sie essentielle Teile unserer Arbeit, so wie wir sie betreiben, erst ermöglichen. Diese Situation gibt’s schon eine Weile und wir bemühen uns, darum herum zu improvisieren. Heute stürzte dazu noch ein Bild von der Wand – die Baustelle vor dem Haus mit ihren Vibrationen und der Durchzug der Fenster bedingte das. Dem Bild ist nichts passiert, dem Rahmen auch nicht, aber das Glas im Rahmen bestand nur noch aus Bruchstücken – dazu hatte das Bild im Fallen mein Lego Architecture San Francisco zerlegt. Wie passend: Vibrationen von außen, Erdbeben…

Zum Glück konnte ich das Ganze weitgehend aus dem Kopf wieder aufbauen. Aber zwei modifizierte 1×1 Plättchen im Nordpylon der Golden Gate Bridge haben wohl den Abflug durch das offene Fenster gemacht. Ich suche mal noch Ersatz. Als ich dann die Kollegin von der Kunstausleihe des Präsidiums anrufen wollte, um ihr den Schaden am Rahmen bzw. dem Glas zu melden, wurde klar: Unser Telefon ging auch nicht. In all dem Stress hatte ich dann auch vergessen, meine Telefon vom gestrigen Homeoffice zurück umzustellen – und nach dem Rahmensturz vergaß ich auch, meinen Mann zu informieren, so dass dieser von zwei Anrufen meiner Kundschaft überrascht wurde…

Da ging dann gar nichts mehr bei mir. Riesendurcheinander, der Kopf blockiert. Was tun, wenn es nicht mehr geht? Laufen!

Meine heutige Laufroute.

Ich lief also am Nachmittag durch die Südweststadt zur Alb, schlängelte mich über dem Edeltrud-Tunnel entlang, überquerte die Südtangente wieder in die Klotze (Günther-Klotz-Anlage), rannte weiter an der Alb entlang, lief Mount Klotz hinauf und dann zurück zum Büro. Da ging das Telefon dann wieder und meine Laune war viel besser – müde bin ich nun freilich.

Aber „Wenn’s nicht mehr geht, dann lauf!“ hat sich bewährt!

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