Challenge accepted

Mein Mann und ich schauen derzeit die Serie „Friends“. In der letzten Folge, die wir angesehen haben, bürdete Chandler den anderen ein Spiel auf: Sie sollten in sechs Minuten alle Bundesstaaten der USA aufschreiben. Aus irgendwelchen Gründen waren sie der Ansicht, es seien 51 – oder Chandler hat sie damit getrollt, ihnen zu erzählen, es seien nicht 50, sondern 51.

Unabhängig davon fühlte ich mich davon herausgefordert. Meine Mutter und ich spielten in meiner Kindheit gelegentlich geographische Wissens-Spiele: Staaten, Hauptstädte, Bundesstaaten wurden einander zugeordnet, ich lernte das Zeug auswendig und freute mich wie ein kleines Kind, wenn ich alles beantworten konnte. Zum Beispiel war ich schrecklich stolz darauf, zu wissen, dass die Hauptstadt des Bundesstaates New York eben nicht New York City mit seinen fünf Bezirken (Manhattan aka New York County, Queens aka Queens County, Brooklyn aka Kings County, die Bronx aka Bronx County und Staten Island aka Richmond County) ist, sondern Albany weiter oben am Hudson River.

Also unterbrachen wir das Schauen der Folge, mein Mann startete die Stoppuhr und ich schrieb auf.

Das Ergebnis meines Versuchs.

44 Staaten schrieb ich – ohne Doppelnennungen, wenn ich mich nicht verguckt habe – binnen sechs Minuten auf. Einer (Idaho) kam mir noch direkt nach Ablauf der sechs Minuten, danach schaute ich die restlichen fünf nach. Vergessen habe ich Wisconsin, Minnesota, Kentucky, Oklahoma und Wyoming. Für ein ad hoc Experiment beim serienguckenden, späten Frühstück gar nicht mal sooo übel, finde ich, wenn ich das auch früher besser gekonnt hätte.

Dass mir, die ich doch eher geographisch denke, beim Nennen von Illinois und Michigan nicht auch noch Minnesota und Wisconsin in den Sinn kamen, genau wie eigentlich Kentucky als Nachbar von Ohio wie auch als Nachbar von Tennessee hätte fällig sein müssen, wundert mich ein bisschen. Aber es gab halt auch eine Zeitbegrenzung.

8 Kommentare zu „Challenge accepted

    1. Ich auch 🙂 Die Serie ist auch bemerkenswert zeitlos. Freilich, inzwischen würde man andere Technik sehen – Smartphones zum Beispiel – aber viele der Probleme, Prozesse, Dinge … Beziehungen, die in Friends ein bisschen übersteigert gezeigt werden, sind zeitlos aktuell. Charaktere wie diese Sechs findet man auch immer wieder … sie sind alle auf ihre Weise völlig klasse. Rachel und Ross, das ewig verhinderte Paar, die pedantische, stressiger werdende Monica, der selbst- und ironische Chandler – aber inzwischen sind Phoebe und Joey meine Identifikationsfiguren. Was Matt Le Blanc für Grimassen schneiden kann! Legendär der Blick, als er mit Bowlingkugel und Lötlampe anrückt – oder das armwedelnde Fliehen mit aufgerissenen Augen, als Monica ihn mit Truthahn auf dem Kopf erschreckt… und Phoebes Sprüche!

      1. Früher mochte ich Chandler am liebsten, aber der vertrottelte Ross hat inzwischen mein Herz erobert und Joey auch.

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