Green Scooter Killer – Firstrides

Die ersten einhundert Kilometer auf meinem Rennrad habe ich nun absolviert. Durch das lässige Überholen von E-Scootern in der Stadt habe ich meinen grünen Renner als den „Green Scooter Killer“ in Anlehnung an Brösels „Red Porsche Killer“ benannt.

Bis jetzt habe ich eine langsame Runde mit meinem Mann und eine schnelle zweite Runde am Sonntag absolviert, dazu war ich zweimal mit dem Rennrad auf der Arbeit. Lässig habe ich bei Gegenwind auf allen Strava-Segmenten auf meiner Route meine Personal Bests pulverisiert – Kunststück, mit einem so leichten, leichtgängigen Renner. Mittlerweile habe ich die mangelnde Ausstattung für die Straßenverkehrszulassung durch Montieren eines StVZO-konformen Frontlichts, meines StVZO-konformen Garmin Varia RTL 511 ausgeglichen, eine Klingel und einen Halter für den Radcomputer habe ich auch.

Interessanterweise hat auf drei der Fahrten meine Uhr – wohl aufgrund der anderen Haltung und dem ein Loch weiter gestellten Armband, das ich in letzter Zeit gerne zu tragen pflege – komischen Puls gemessen. Wenn ich durchgeschwitzt auf der Arbeit ankomme, weil ich es richtig habe laufen lassen, und mein höchster gemessener Puls auf der Radfahrt 120 gewesen sein soll, mittlerer Puls 97, dann kann ich diese Messung mit Fug und Recht zurückweisen. Allerdings besitze ich inzwischen auch wieder einen Pulsgurt, habe es mit dem probiert… und durfte feststellen, dass plötzlich auch die Uhr den richtigen Puls maß.

Deutlich geworden ist mir, wie viel mein Mountainbike eigentlich wegfedert, die Straße ist sehr rau und hart, wenn man mit einem Rennrad darüber fährt. Aber das passt schon, dafür geht es schön leicht. Meine vier Fahrten mit dem Focus Izalco Race Rahmen und den Shimano Ultegra Komponenten zur Arbeit waren durchweg schneller als die schnellste Fahrt mit dem Mountainbike. Dennoch werde ich wohl das eine oder andere Mal künftig wieder mit dem Mountainbike fahren, denn es ist tatsächlich so eine Sache, einen Carbon-Rahmen-Renner mit Schnellspannern an den Laufrädern auf dem Radparkplatz auf dem Hof des Regierungspräsidiums abzustellen. Erstens sorge ich mich, dass irgendjemand den Rahmen an die Metallstange, an die ich es angeschlossen habe, aus versehen dagegen stößt. Das mag das Carbon-Material nicht. Zweitens habe ich Sorge, dass das nicht vom Kettenschloss erfasste Laufrad „Füße“ bekommt, schließlich sind die kinderleicht auszubauen. Da die Maschine noch schön sauber ist – bzw. vor der Regenfahrt heute nach Hause war – habe ich sie gestern und heute mit ins Büro genommen und hinter mir aufgestellt. Das Leichtgewicht die Treppe hochzutragen oder im Aufzug zu befördern, ist ja gar kein Problem.

Jedenfalls bin ich glücklich wie in einem Traum mit der Maschine – und teste zugleich einen Haufen weitere Gadgets auf Rennrad, Mountainbike und beim Laufen: Das Garmin Varia RTL 511, den Garmin Brustgurt HRM tri, und beim Edge 830 habe ich auch noch nicht alles ausgetestet. Da ergaben sich heute auch so manche Erkenntnisse, die richtig Spaß gemacht haben!

6 Kommentare zu „Green Scooter Killer – Firstrides

    1. Das immer! Ich bin weiterhin – aus Erfahrung aus meinem damaligen Unfall – an Kurven und Kreuzungen vorsichtig, um nicht zu sagen: Feige. An übersichtlichen, langen Geraden genieße ich ihn aber schon, den Rausch der Geschwindigkeit.

        1. Joah. Das Pauli-Prinzip macht aus winzigen Elektronen, Protonen und Neutronen plus VIEL leerem Raum plötzlich einen ziemlich harten Widerstand – und die Schwerkraft ist auch nicht zu unterschätzen – sie leisten einen gewichtigen Beitrag zu solchen Fällen.

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