Vermutungen

In den letzten paar Tagen ging es mir nicht gut. Da brauch‘ ich gar nicht drumrum zu reden, ich glaube, man hat das hier auch herausgelesen. Manuel sagte mir schon, dass da ein genervter Unterton da war.

Es liegt nicht – und wenn, dann nur verschärfend und zu kleinem Teil – am Corona-Lockdown. Nein, es lag daran, dass ich aus dem furiosen, mit viel Training behafteten März mit einer kleinen Verletzung in der Wade herauskam, so dass ich nicht laufen konnte – und inzwischen wieder könnte, aber vernünftigerweise nicht gleich wieder alles kaputt machen will. Dementsprechend habe ich den Erfolg verbucht, dass Schmerzen und Probleme, asymmetrischer Laufstil und das Ziehen in der vorderen, äußeren Wade beim Vorspannen für das Aufsetzen nun wirklich merklich abklingen. Nach 250 Metern dachte ich mir: „Super. Ist besser! Aber noch nicht gut. Das fordere ich nicht heraus!“

Aber ich habe zwei Wochen nicht laufen können. Ich habe auch zwei Wochen nicht so ganz die Motivation zum Radfahren gehabt, am Osterwochenende habe ich bemerkenswert wenig – nämlich fast nichts sportlich getan. Wahrscheinlich war die Konsequenz, dass ich mehrere Nächte sehr schlecht geschlafen habe. Ich war einfach nicht ausgelastet! Wenn ich schlecht schlafe, werden meine Verspannungen Legion, und dann kommt manchmal ein Schwindel zurück, den mir mein Arzt als harmlos, aber lästig bescheinigte. Den Abstieg von „nicht laufen“ über „nicht schlafen“ zu „nicht ohne Drehgefühl sein“ habe ich in den zwei Wochen, seit Ostermontag beschleunigt gemacht. Heute Mittag ließ dann, nachdem ich gestern zuhause gearbeitet und heute wegen Schwindels zuhause geblieben bin, der Schwindel nach und auch die Rückenverspannungen und Kopfschmerzen wurden besser. Der oben beschriebene Laufversuch kam auch genau da – und dann merkte ich: „Himmel! Na klar! Dir fehlt Bewegung. Bewegung im Freien, in der Sonne!“

Wie oben geschrieben wollte ich meine Erfolge in der Wade nicht gleich wieder kaputtmachen, aber ich habe ja inzwischen eine Alternative zum laufen. Nach dem halben Tag schlafend im Bett fühlte ich mich sicher genug schwindelfrei, um mich aufs Rad zu setzen – und wie!

Meine Auspower-Tour, damit der Schwindel und die Kopfschmerzen wegbleiben und ich schlafen kann.

Ich fuhr zum ersten Mal über 40 Kilometer am Stück, zum ersten Mal einen Schnitt von über 24 km/h und zum fünften Mal mit meinem Garmin Edge 830, den ich bei Eiswürfel im Schuh gewonnen habe. Endlich mal wieder zwei Stunden am Stück sportliche Leistung vollbringen! Endlich mal wieder ausgepowert!

Wenn ich jetzt wieder nicht schlafen kann, dann weiß ich auch nicht!

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