Nostalgie, die dritte

Nachdem wir mit Alpha Centauri und Star Trek: Picard die Nostalgiewelle geritten sind, geht es gerade so weiter: Die Serie, die wir nun „neu“ angefangen haben, ist… Friends. Uralt! Genau genommen haben wir schon am Donnerstag, als ich mit Kopfschmerzen herumlag und Abends nicht die komplexen Zusammenhänge in Picard verstehen wollte, schon mit der uralten Serie mit Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt Le Blanc, Matthew Perry und David Schwimmer angefangen.

Oft haben mein Mann und ich zwei Serien parallel laufen. Eine lustige, wenn zu viel anderes ist, eine, die mehr Story und mehr Zusammenhang, eventuell auch dramatischere Geschichten hat. Zuletzt war das teils „The Big Bang Theory“ parallel zu „Supergirl“, aber da gab es auch schon andere Kombinationen. Noch besser wäre, wenn die „Füll“-Serie eine im 25-Minuten-Format wäre, aber Friends hat längere Folgen, zumindest gewinne ich den Eindruck. Aber ich mag Friends. Ich merke allerdings auch, dass es lange her ist – und meine Erinnerung an die Serie geprägt ist von den damaligen Lebensumständen und der Tatsache, dass diese ewig passé und nicht unbedingt völlig angenehm im Rückblick sind. Jetzt, ganz unvoreingenommen – naja, anders voreingenommen als früher sehe ich recht klar, dass ich zwar immer noch Rachel und Ross sehr gerne mag, aber realistisch betrachtet als eine Mischung aus Joey und Phoebe durchgehe – charakterlich. Naja, vielleicht nicht ganz, aber auf jeden Fall eher als bei all den anderen.

Meine Haltung zu Joey war damals geprägt davon, dass der kleine Bruder einer Person, mit der ich die Serie damals oft schaute, Fan bestimmter Aspekte von Joey war, so dass ich instinktiv betonte, Ross zu mögen – der nebenbei zu meiner etwas langsamen und Außenseiterrolle damals ganz gut passte. Aber eines… ja, eines sehe ich ganz deutlich: Ich bin in den Neunzigern vom Kind zur Jugendlichen und Erwachsenen geworden. Ich versuche, einen Stil zu pflegen, wie ich ihn in Friends sehe, in Sachen Klamotten und dergleichen. Komisch eigentlich: Wenn ich speziell Rachel und Phoebe sehe, dann denke ich mir so: „Himmel, genau daran denkst Du, wenn Du Dir Klamotten raussuchst.“

Komisch eigentlich. Aber es fühlt sich wie eine warme Wolldecke aus Erinnerung an, die Serie zu schauen – eine der wenigen übrigens, deren Titelsong ich schonmal im Radio gehört habe!

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