Komische Gedanken…

…die mir beim Laufen kommen. Das könnte fast eine Serie werden. Aber erstmal aktuell:

Gestern war ich 35 Kilometer unterwegs, von Bietigheim über Ötigheim, Steinmauern, Elchesheim, Au am Rhein und Würmersheim nach Durmersheim, halb nach Neumalsch, durch den Wald an Bietigheim vorbei nach Ötigheim und dann wieder nach Hause. Dabei fragte ich mich, warum meine Wettkampfleistungen über fünf Kilometer, die Badische Meile, zehn Kilometer, zwölf Kilometer, fünfzehn und zwanzig Kilometer sowie Halbmarathon sehr gut zusammenpassen: Die Zeiten liegen alle ziemlich gut auf einer Kurve proportional zur Streckenlänge hoch 1,07. Das ist ein allgemein anerkanntes Modell, das auf Steffny und Riegel zurückgeht. Meine Marathonleistungen liegen, wenn auch wirklich nicht schlecht, deutlich über der Kurve. Ich habe also für den Marathon länger gebraucht, als einer Verlängerung der besagten Kurve vom Halbmarathon bis auf den ganzen Marathon nahelegen würde.

Natürlich gibt es einige Gründe – ich bin erst zwei Marathons gelaufen, aber schon deutlich mehr Halbe. Beim letzten Mal drückte ab Kilometer 32 der geschwollene Zeh in den Schuh. Ja, alles klar.

Aber dann kam mir der Gedanke, den ich schon öfter hatte: „Wer Langstrecke laufen will, kommt um Langstreckentraining auf Dauer nicht herum.“ Die meisten Trainingspläne sehen aber vor, nicht viel mehr als 30-34 Kilometer zu laufen im Training für den Marathon, und das auch nicht so besonders häufig. Aber nahezu alle Läufer, mit denen man über Marathon redet, sprechen davon, dass es zwischen 30 und 40 Kilometern mal RICHTIG hart werde.

Das ist schon auffällig: Das „über Dreißig“ Zeug läuft man nicht oft, und bis an die Vierzig Kilometer geht man schon gar nicht ran, wenn man den Trainingsplänen glaubt. Aber genau da kriegen die meisten Probleme. Nun ist natürlich die Frage: Hängt das zusammen?

Ich für meinen Teil werde mich, da wegen des Corona-Virus‘ die meisten kurzen Wettkämpfe ausfallen, mal an vielen langen Läufen bis an die Marathon-Distanz heran versuchen, auf den Badenmarathon im September hoffen und mal schauen, was passiert. Vielleicht liege ich ja falsch. Aber wenn die meisten nicht über 32, vielleicht 35 Kilometer trainieren, aber in diesem Bereich oder knapp drüber im Wettkampf ihre Einbrüche bekommen, ist vielleicht genau das der Punkt. Und selbst wenn ich falsch liege – es muss sich ja niemand nach mir richten – es kostet mich nur ein bisschen Zeit am Sonntag, bis September so oft es geht 35 oder mehr Kilometer zu laufen…

7 Kommentare zu „Komische Gedanken…

    1. Ich bin schon zwei Marathons gelaufen. Es ist eine Trainingssache. Man baut die Ausdauer auf, dann läuft man das Ding. Wenn man es genug will, stellt man Vorbereitung für anderes, das man weniger will, zurück, investiert Zeit in das Ausdauertraining und dann wird das.

      Allerdings reden wir hier über durchaus einiges an Zeitaufwand. Klar, es ist mit Aufwand machbar, der unter dem liegt, das ich treibe. Ich will aber auch meine Marathonzeit (3:18:33) noch verbessern und sehe als Fernziel am Horizont, einmal in meinem Leben als Ziel auszurufen, unter drei Stunden zu laufen. Je schneller man den Marathon rum haben will, um so zeitaufwändiger wird die Vorbereitung.

        1. Mit Zehnern fing’s bei mir an. Das kann sich aufbauen.

          Viel Erfolg! Hoffentlich ist die Sache mit dem Virus bald wieder so „rum“, dass es wieder Wettkämpfe gibt.

  1. …so langsam wie du Rad fährst, brauchst du auch unter 3h im Laufen, sonst wird das nix mit dem Triathlon 😉

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