Fazit: Tallys Sport-Februar

Dies ist der längste Februar meiner neuerlichen Laufkarriere. 2017 begann sie, 2020 ist das erste Schaltjahr, nachdem ich das Azathioprin gegen meine Colitis ulcerosa los wurde und wie von der Sehne geschnellt loslief. Zugleich ist es auch der erste Februar überhaupt in meiner „wiedergeborenen Radfahr-Karriere“. In dieser Hinsicht war der Februar geprägt von einem spannenden Wettstreit: Die Läuferin gegen die Radfahrerin! Wer würde mehr Kilometer abspulen? Wer würde die weitere Strecke zurücklegen? Es blieb bis zuletzt spannend – der letzte Führungswechsel zwischen der Läuferin und der Radlerin fand an jenem Februartag statt, den es nur alle vier Jahre (und manchmal nur alle achte Jahre) gibt.

Die Läuferin: Was lief?

Im Februar lief ich Strecken bis zu 25,6 Kilometern. Insgesamt war ich 26 Mal draußen und absolvierte dabei knappe 29 Laufstunden. Der mittlere Lauf-Leistungspuls über den ganzen Februar hinweg, also alle Herzschläge in diesen 29 Stunden geteilt durch die 29 Stunden, lag mit 152 Schlägen pro Minute immer noch etwas höher, als ich das eigentlich gerne hätte. Da war aber auch einiges an Tempotraining dabei. Nicht zu leugnen ist allerdings, dass das Laufen die gestiegene Radfahr-Zusatzbelastung spürte – auch am Puls. Insgesamt lief ich häufiger und im Schnitt weniger weit als im Januar, dafür konnte ich auch wieder ein Intervalltraining absolvieren. Nach der Erkältung im Januar hatte ich mich damit zurückgehalten.

Leider war nach dem furiosen 20er in Rheinzabern auch in der Regeneration noch ein bisschen der Wurm drin: Es ziepte im linken, vorderen, äußeren Unterschenkel. Ein paar Zentimeter unter der Außenseite des Knies hatte ich wohl irgendeine Sehne etwas mehr belastet und das meldete sie mit etwas Schmerz. Wahrscheinlich habe ich auch ein bisschen geschont, so dass die Wadenmuskeln aus Schonhaltung heraus ebenfalls zogen. Das konnte ich durch regenerationsfördernde Kompressionsstrümpfe in den Griff bekommen, die Petar vom rennwerk mir angeraten hatte. Aber natürlich kostete mich das ein bisschen Strecke, bis die Strümpfe ihre Arbeit getan und mein Körper sich regeneriert hatte. Insgesamt blieb ich unter meiner Forderung an mich selbst, aber so ist das nunmal. Auch bei der Radlerin lief’s nicht ganz optimal.

Die Läuferin ist nicht ganz so schnell und läuft nicht ganz so weit pro Lauf wie im Januar, aber hey, alles im Lot!

Die Radlerin: Es dreht sich was!

Lange Zeit sah’s so aus, als würde die Läuferin vorne liegen. Denn die Radlerin hatte im Februar mit Schaltungsproblemen zu kämpfen. Aber viele Fahrten zur Arbeit ließen die Radlerin aufschließen und der Läuferin, nachdem die Kettenschaltung beim Radladen ordentlich eingestellt war, ordentlich zusetzen. Bei der Radlerin pendelten sich die Fahrten auf ungefähr eine Stunde ein – zumindest die zur Arbeit. Dauerten die 20 Kilometer – hin wie zurück – im Januar noch deutlich über einer Stunde, waren nun mit 55 bis maximal 67 Minuten, gehäuft allerdings unter einer Stunde, die Fahrten deutlich schneller. Der Schnitt ging hoch auf über 19 Stundenkilometer! Durch einige kleine Fahrten zwischendurch – zuletzt sturmbedingt – ging die durchschnittliche Radfahrzeit pro Fahrt aber doch etwas mehr runter, als die Geschwindigkeit allein bedingt.

Geschwindigkeit und durchschnittliche Fahrtdauer der Radlerin.

Wer hat denn nun gewonnen?

Zunächst einmal haben die beiden sich ganz schön angestachelt! Durch Radfahren und Laufen zusammen kam die höchste Sport-Zeit pro Monat zusammen, die ich je hatte:

Sportzeit je Monat.

Am Ende des Monats wechselte die Führung teils mehrfach am Tag, beide – Radlerin und Läuferin – überschritten erst in den letzten zwei Tagen des Monats die dreihundert Kilometer, und zwar am selben Tag, dem 28.02. Am Ende war’s dann aber die Läuferin, die am 29.02. nochmal anzog, einen erneuten Führungswechsel erzwang und somit gewann:

Es ging mit 319,78 Kilometern zugunsten der Läuferin aus, während die Radlerin mit 306,72 Kilometern noch am Freitagabend die Führung errungen hatte. Dennoch hat natürlich die Läuferin die Challenge um den größten Kalorienverbrauch bei weitem gewonnen – und eine größere Vielfalt im Sportgerät hat sie auch, da die Radlerin nur das Mountec-Mountainbike befährt. Eines hat die Läuferin aber auch erreicht: Der Anteil der Vibram FiveFingers stieg im Februar wieder massiv, nicht zuletzt befeuert durch die Lektüre von „Born to Run“.

Am Ende des Tages werden die beiden sich weiter anstacheln. Aber in den kommenden Monaten wird es für die Läuferin wahrscheinlich trotz weiter steigender Laufleistungen immer schwerer, den Anschluss an die Kilometer der Radlerin nicht zu verlieren. Aber insgesamt machen die beiden mich durch ihre Konkurrenz zu einer vollständigeren Sportlerin. Und das ist gut!

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