Wieder weg

Weihnachten ist für mich immer ein ganz besonderes Fest. Das liegt nicht daran, dass ich so christlich wäre oder dass Weihnachten an sich für mich eine weitergehende Bedeutung hätte – ich bin zwar christlich getauft und konfirmiert, bin aber inzwischen noch mehr als früher weit davon entfernt, mich als gläubig bezeichnen zu können. Auch ist Weihnachten für mich zwar ein Fest gewesen, an dem die Familie zusammenkam – aber auch das hat sich geändert, da mein Elternhaus nicht mehr existiert und mein Vater wegen des Todes meiner Mutter 2006 allein ist.

Geblieben ist mein Geburtstag – und was wir darum gestaltet haben. Es beginnt mit dem Besuch. Irgendwann kurz vor Weihnachten taucht seit geraumer Weile mein Nenn-Bruder bei uns auf, um mit uns Zeit zu verbringen und meinen Geburtstag zu feiern. Mit dem Tod seiner Mutter ist das Fest bei uns mehr noch zum Familienfest geworden, da er auch seinen Vater mitbringt. Und so ist bei uns bereits vor Weihnachten das Haus voll. Dann kommt die große Koch- und Sushi-Mach-Aktion für den 23.12., die meist schon am 22.12. anfängt. Bereits gegen Mittag am 23.12. kommt ein weiterer sehr lieber Freund und hilft beim Sushi machen, dann am Abend des 23.12. findet meine „Reinfeier-Party“ statt. Am Heiligabend ist dann die Schwiegerfamilie bei uns, am ersten Feiertag laufen wir zu viert zum gemeinsamen Essen bei den Schwiegereltern auf und irgendwann am 27. oder 28.12. – dieses Jahr am 27., also heute – geht der Besuch wieder.

Weihnachtsdekoration ist dabei Mangelware, aber es wird gut gegessen, miteinander geredet und gelacht, Brettspiele gespielt, es geht mittlerweile an der Switch zu viert spielen, zumeist Mario Kart, gelegentlich auch Mario Party.

Und nun ist der Besuch wieder weg. Freilich, es ist auch eine schöne Sache, bis zum 02.01. noch ein paar Tage zu zweit für sich zu haben, aber andererseits ist wieder eine Woche der „Teilzeit-Chaoten-WG“ und eine Woche toller Feiern und vieler Leute um. Ich fühle mich geistig erholt, erfrischt, inspiriert – und doch ein bisschen traurig, dass es schon rum ist, ebenso wie ein bisschen erleichtert, nun doch ein wenig tiefer durchhängen zu dürfen.

Sie sind wieder weg, die anderen beiden unserer „Teilzeit-Chaoten-WG“. So heißt auch unsere WhatsApp-Gruppe dazu. Ich habe geweint, als sie vorhin gefahren sind.

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