Neue Saison, neue Leistungen

Mit dem Herbstlauf in Ötigheim und der Winterlaufserie in Rheinzabern habe ich meine Saison 2019/2020 eingeleitet. In gewisser Weise hat mit dem Zehner der Winterlaufserie im Jahr 2018, also vor einem Jahr, der aktuell in meinem Laufen stattfindende Wahnsinn begonnen. Mit damals 45:09 kam ich ins Ziel, wusste aber: Es kommen noch ein 15er und ein 20er je vier Wochen später. Es war das erste Mal, dass mir am Ende eines Wettkampfes der nächste Wettkampf so deutlich schon vor Augen stand. Und es war der Beginn einer für mich beispiellosen Serie von Erfolgen, von aufgestellten und verbesserten persönlichen Bestleistungen. Dafür entwickelte ich eine Excel-Wettkampf-Daten-Datei.

Meine Wettkampf-Geschwindigkeiten in Abhängigkeit von der Distanz – Distanz ist logarithmisch aufgetragen.

So entstand auch der Gedanke, dass meine Saison im Dezember beginnt. Mittlerweile habe ich durch den Regio Cup Karlsruhe für mich definiert, dass die Saison im Oktober endet und somit der November „Vorsaison“ ist. Die Saison 2019/2020 begann also am ersten November mit der Vorsaison und am 15.12. in Rheinzabern als „meine Lauf-Hauptsaison“. Die Ansage war: Durch das furiose Laufjahr 2019 würde es schwerer werden, persönliche Bestleistungen (im Diagramm: blaue, rot umrandete Rauten, grün hinterlegt, sofern sie aus dieser Saison stammen) aufzustellen.

Nun könnte ich mir auf die Schulter klopfen: Die Vorsaison gab gleich mal ein neues Personal Best! Das wäre aber Selbstbetrug, auch wenn es wahr ist: Wettkämpfe über fünf Kilometer wie bei der TGÖ bin ich bisher nicht gelaufen, beim ersten Lauf über eine Distanz ist, soweit man im Ziel ankommt, das Personal Best ein Automatismus. Dass ich mit dem Auftakt-Zehner der Saison 2019/2020 den Auftakt-Zehner der Saison 2018/2019 verbessern würde, war auch klar: Erstens hat’s am dritten Advent 2018 geschneit und somit waren die Bedingungen speziell, außerdem bin ich über das Jahr 2019 konstant unter 42 Minuten auf zehn Kilometer gelaufen – im April und im Oktober sogar um die 40.

Aber dass ich gleich nochmal mit einem um 17 Sekunden verbesserten Zehn-Kilometer-Personal-Best anfangen würde und somit einleite, dass 2020 doch wieder Bestmarken fallen können und wohl auch werden, das hätte ich nicht gedacht – vor allem war’s doch überraschend deutlich. Viel Potential habe ich beim Zehner nicht mehr gesehen, Zehner mit um die vierzig Minuten und Halbmarathon mit 1:27:02 sind für mein Gefühl die Distanzen, auf denen ich am nächsten dran bin, „es ausgereizt“ zu haben. Auf 15, 20 und 42,2 geht noch einiges, sieht man auch an den persönlichen Bestleistungen, die deutlich über den Fit-Kurven im Diagramm liegen. Aber dass ich eine doch in meiner Leistungsfähigkeit schon recht stark ausgereizte Distanz nochmal verbessern konnte, macht mir fast schon mehr Mut für neue, tolle Leistungen auch auf die ebenfalls stark ausgereizte Halbmarathon-Distanz, als ich mir machen lassen möchte.

Es bleibt völlig wild!

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