Advent, Advent, Talianna pennt…

Zugegeben: Der Reim benutzt Slang. Nicht, dass ich deswegen ein schlechtes Gewissen hätte, denn ich bin da recht schmerzfrei. Die sicherlich den meisten geläufige Umdichtung des zugrundeliegenden Gedichts benutzt schließlich auch diesen Reim, um die Konsequenzen des „fünften Lichtleins“ zu beschreiben. Unelegant ist es aber allemal.

Warum schreibe ich aber „am Sonntag pennt“, wenn es doch unelegant ist? Nun… am Sonntag schlafe ich normalerweise aus deutlich länger als unter der Woche. Ausschlafen wäre bei mir „Eule“ vermutlich deutlich länger, als ich Sonntags tatsächlich schlafe, daher die Konstruktion mit dem durchgestrichenen „ausschlafen“. Allerdings klingelt bei mir normalerweise um 5:55 der Wecker, am Samstag schlafe ich in der Regel bis 9:00 und am Sonntag bis 8:00. Warum ich am Sonntag sogar früher als am Samstag aufstehe? Da ist der Lauftreff der LG Hardt. Der beginnt im Winter zwar erst um 10:00, da mir die üblichen zehn Kilometer aber nicht reichen und ich die Zeit des sonntäglichen „Frühstücks“ nicht auf nach 12:30 schieben möchte, startet mein Lauf im Regelfall bereits um neun. Dann ist es lässig drin, 25 bis 30 Kilometer zu laufen und dennoch inclusive einer Dusche nach dem Lauf gegen 12:30 oder spätestens um 13:00 zu frühstücken. Dass ich eine Stunde zum „warmwerden“ brauche, in der ich Tee und vielleicht auch eine Tasse Espresso trinke, nehme ich mir heraus.

Dennoch bemerke ich, dass das Aufstehen in der Winterzeit schwerer fällt. Es ist länger dunkel als im Sommer, kühler, die Luft ist anders, der Himmel trüber. Ich habe im Winter ein größeres Schlafbedürfnis und daher komme ich schlechter raus. Ich muss also an der Zeit drehen, zu der ich zu Bett gehe, da bis auf am Samstag meine Aufstehzeit ziemlich fix ist. Mir als Nachteule, die in Studienzeiten auch mal bis zum Sonnenaufgang mit lieben Freunden Chatrollenspiel betrieb und dann bis zum Mittag schlief – oder nach dem Frühstück nach der Disco nach Hause kam, um dann Samstag und/oder Sonntag zu verschlafen, fällt das schwer. Aber ich brauche meinen Schlaf, insbesondere am Sport und an der Arbeit merke ich deutlich, wenn ich zu wenig geschlafen habe.

An der Laune merke ich es auch, allerdings meistens erst, wenn ich auf irgendwelche Dinge ganz anders, viel negativer reagiere als sonst. Schlafmangel fühlt sich an wie eine Verstimmung: Alles wirkt schlechter als normal, man ist reizbarer, nichts scheint zu klappen und man glaubt auch nicht dran. Schönes ist gedämpft, Unschönes wirkt schlimmer. Vor allem mache ich, wenn ich zu wenig geschlafen habe, auch alle Prognosen viel pessimistischer als normal: Klappt eh nicht, wird eh schiefgehen und so weiter.

Und so versuche ich, genug zu schlafen, damit ich die dunkle Zeit trotzdem genießen kann. Advent, Advent, die Tally pennt.

5 Kommentare zu „Advent, Advent, Talianna pennt…

  1. Ich schätze mal, die meisten haben da so ihre Probleme in der Winterzeit 😉
    Da ich keine festen Wochenenden habe kann ich nur davon träumen, richtig auszuschlafen. Heute habe ich frei und auch gleich mal bis nach 9 Uhr gepennt 🙂

    1. Dann freut mich, dass Du ausschlafen konntest. Ich habe heute ausschlafen können – von der Zeit her. Heute fiel der Lauftreff für mich aus, weil Brunch vom Verein war. Aber irgendwie… während ich bis halb neun hätte schlafen können, war ich um halb sechs wach und habe dann nur noch bis kurz vor sieben nochmal schlafen können – dann war Sense.

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