Da guckste!

Ich war vorhin auf der Bahn, Intervalle laufen. Das tue ich, weil ich gerne für die Winterlaufserie in Rheinzabern etwas schneller werden möchte. Intervalltraining ist einfach top, um das Tempo zu forcieren. Also drehte ich zwei Runden um unseren Bauhof und bog dann ins Stadion ein. Im Vereinsheim des SV Germania Bietigheim brannte Licht, auf der Bahn allerdings nicht. Die umliegenden Straßenlaternen erhellten das Tartan-Oval aber genug, um dort zu laufen. Nach der ersten Runde sah ich ein paar Leute um professionelles Küchen- bzw. mobiles Essen-Equipment auf der Terrasse und Tribüne vor dem Vereinsheim herumstehen. Unbeeindruckt lief ich meine sieben mal vierhundert Meter mit jeweils kurzer Pause dazwischen. Die Leute guckten rüber, ich grüßte. Bei meinem Zwischenspiel von fünf Runden, also 2000 Metern in langsamem Tempo sah ich eine „30“ drinnen hängen – war wohl ein dreißigster Geburtstag. Die Blicke wurden nicht weniger, als ich dann vier mal achthundert Meter mit jeweils vierhundert langsamen Runden als langsamere Laufpause dazwischen durchzog.

Ich muss gestehen, ich wartete fast drauf, dass irgendjemand ironisch – oder gar ernst! – anfeuern würde. Tat aber keiner. Sie guckten nur, ich guckte auch. War aber nett, nicht allein auf der halbdunklen Bahn zu sein. Der Flammkuchengeruch war aber hart, während ich mit Druck meinem Training nachging.

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