Eine Wahnsinns-Laufsaison

Ich habe ja schon geschrieben, dass ich den Hardtwaldlauf als meinen Saisonabschluss empfinde. Somit ging gewissermaßen meine Saison 2019 vom dritten Advent 2018 bis zum 13.10.2019. Ende Oktober und November 2019 würde ich also als „Vorsaison“ der Saison 2020 empfinden, die mit dem Zehner in Rheinzabern am dritten Advent 2019 beginnen wird.

Auch wenn das Jahr nicht rum ist, finde ich ein bisschen Rückschau gut. Ich werde wohl demnächst in meiner Wettkampftabelle das Anfangsdatum der „aktuellen“ Wettkämpfe auf den 01.11.2019 oder den 14.10.2019 setzen – also quasi direkt nach das Ende der Saison 2019 und an den Beginn der Vorsaison 2020. Im Moment ist das Diagramm aber noch so, wie ich es über die letzten gut zehn Monate aufgebaut habe. Aber da ein Bild mehr als tausend Worte sagt, hier das Diagramm:

Meine Wettkampfleistungen seit Beginn. Leistungen aus der Saison 2019 (mit Beginn 10.12.2018) sind grün hinterlegt. Persönliche Bestleistungen sind als blaue Rauten mit rotem Rand aufgezeigt, sonstige Wettkämpfe als blaue Punkte. Zwei mögliche Modelle des Zusammenhangs zwischen Streckenlänge und Tempo sind jeweils als Best Fit hineingesetzt.

Für alle – wirklich alle – Wettkampfstrecken, auf denen ich normalerweise antrete, habe ich in der abgelaufenen Saison neue persönliche Bestleistungen aufgestellt. Die 5,5 Kilometer und die sechs Kilometer, die ich auf dem B2Run in Karlsruhe 2009 bzw. dem DEE-Firmenlauf in Stuttgart 2013 gelaufen bin, rechne ich da nicht rein – diese Distanzen laufe ich seit langem nicht mehr. Tatsächlich habe ich mich auf allen Distanzen, die ich dieses Jahr mehr als einmal gelaufen bin, sogar jeweils mehr als einmal verbessert.

  • Badische Meile laufe ich einmal im Jahr. Hier habe ich mich von 37:08 auf 36:02 verbessert.
  • 10 Kilometer ist eine Standardstrecke. Dennoch bin ich diese Strecke vor der abgelaufenen Saison nie gelaufen. Somit habe ich mich auf dieser Distanz von 45:09 am dritten Advent in Rheinzabern über 40:05 in Neureut im April auf 39:58 beim Hardtwaldlauf verbessert – mehr als fünf Minuten! Zwischendrin war ich in Ettlingen beim Altstadtlauf und in Philippsburg beim Festungslauf nochmal langsamer als in Neureut, aber irgendwas ist ja immer.
  • Die 10,25 Kilometer des Stadtwerkelaufs in Karlsruhe laufe ich einmal im Jahr. Hier habe ich mich von 44:28 in der Vorsaison auf 42:13 dieses Jahr verbessert.
  • Zwei verschiedene „ungefähr Zwölfer“ laufe ich jedes Jahr: Campus Run in Stuttgart und Köhlbrandbrückenlauf in Hamburg. Ersteren habe ich von letzter auf diese Saison von 52:38 auf 50:18 verbessert, letzteren von 55:55 letztes Jahr auf beängstigende 48:59 dieses Jahr – fast sieben Minuten!
  • Fünfzehner habe ich auch erst jetzt angefangen. Aber auch hier habe ich mich vom 15er in Rheinzabern (1:07:01) zum Rißnertlauf nur zwei Monate später auf 1:04:18 verbessert.
  • Den Zwanziger lassen wir mal raus, da bin ich bisher einen einzigen gelaufen.
  • Halbmarathon gibt mir vielleicht das (für mich) krasseste Bild: Von 1:35:53 im Vorjahr bin ich zunächst fast sieben Minuten schneller geworden auf 1:29:05 und dann nochmal zwei Minuten auf 1:27:02. Dazwischen war noch die Hitzeschlacht in Hamburg beim Hella Hamburg Halbmarathon … aber auch hier bin ich unter dem Ergebnis vom ebenfalls heißen Halbmarathon in Mannheim 2018 geblieben, wenn auch nur drei Sekunden.
  • Rein zahlenmäßig sind die fast 37 Minuten von 3:54:10 auf 3:18:33 auf der Marathonstrecke die krasseste Beschleunigung. Allerdings möchte ich hier berücksichtigen, dass ich beim ersten Marathon eh zu wenig Erfahrung hatte – und dazu mörderische Kopfschmerzen.

Auf ganzer Linie wurd’s dieses Jahr schneller. Ich möchte diese Kondition, diese Entwicklung über den Winter konservieren und darauf aufbauen. Eines weiß ich aber ganz genau: Diese Riesensprünge wie in den abgelaufenen über zehn Monaten werden nicht wieder drin sein. Hier und da werde ich wohl meine Bestzeiten verbessern können – wenn ich gesund bleibe, mich nicht verletze und nicht anderweitig rausfalle. Aber mehr als die Konsolidierung der „Sub-40“ auf dem Zehner, ein Rantasten an die 1:25 beim Halbmarathon und ein Anstreben von 3:15 beim Marathon wird wohl illusorisch sein.

Stay tuned.

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