Nicht daheim, aber gar nicht fremd

Heute Nacht ging’s ein bisschen schief. Beim Aufpumpen der Luftmatratze im Gästezimmer meiner Freunde im Norden vergaß ich, den Stopfen wieder drauf zu machen. Als ich mich dann hinlegte, gab es ein Pfeifen und im Nu lag ich immer tiefer … blöd ist das! Also kroch ich hoch in das schmale Bett im Gästezimmer, zu meinem Mann. Ich kuschelte mich zwischen Mann, Bett und Dachschräge ein und schlug mir dabei zweimal den Kopf an. So weit, so doof, heute morgen ging’s mir daher nicht so prall.

Also ging ich laufen, das hilft ja immer. Bei mir zumindest. Im malerischen Bliedersdorf bei Horneburg zwischen Buxtehude und Stade kenne ich schon die eine oder andere kleine Route, und so kreiste ich um die Straßenmeisterei Bliedersdorf auf den Radwegen. Als ich bei leichtem Regen – sehr norddeutsch – auf dem Rückweg ins Dorf war, grüßte ein Radfahrer „Moin!“ Ich erwiderte. Er fragte, ob nicht die Regenjacke besser gewesen wäre, ich meinte, ich schwitzte ja eh. Dann wünschte er mir einen guten Tag. Der Postbote grüßte: „Moin!“ und auch ein Bauer, an dem ich vorbeilief, genauso der Jogger, der mir entgegenkam.

Ich sag‘ zwar oft: „Zuhause ist, wo sich das WLAN automatisch verbindet.“ Das ist hier bei meinen Freunden im Norden der Fall. Dennoch ist es natürlich nicht ganz das Zuhause-Zuhause. Aber auch wenn es nicht ganz das Reinkultur-Zuhause ist, fühle ich mich hier so richtig überhaupt nicht fremd. Nicht nur bei meinen Freunden im Haus, sondern auch im Ort. Schön ist das!

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