Wettkampf-Statistik

Der 14. Wettkampf meines Jahres 2019 ist gestern über die Bühne gegangen. Damit habe ich – bis auf die 12,3 Kilometer des Köhlbrandbrückenlaufs – alle Wettkampf-Formate, die ich laufe, im Jahr 2019 absolviert. Durch den enormen Leistungssprung, den ich Ende 2018 und über 2019 hinweg gemacht habe, ergibt es erst jetzt so richtig Sinn, die Wettkampfzeiten und Wettkampfstrecken miteinander in Beziehung zu setzen.

Meine Wettkampfleistungen – Pace über Distanz, Farbcode in der Legende.

Um eine bessere Übersicht zu bekommen, habe ich jeweils die durchschnittliche Geschwindigkeit aufgetragen, läufertypisch in Form der „Pace“, also umgekehrte Geschwindigkeit in Minuten pro Kilometer. Wettkämpfe aus dem aktuellen Jahr 2019 erscheinen grün hinterlegt, Personal Bests als blaue Rauten, andere Wettkämpfe als kleine, blaue Punkte. Zu beachten ist, dass die Distanz logarithmisch aufgetragen ist.

Zwei Kurven habe ich – jeweils als angepasste Funktion – in das Diagramm gelegt. Die rote Kurve ist eine Parabel, die zweite eine Exponentialfunktion, wie sie Herbert Steffny und weitere konzipiert haben. Deutlich zu sehen ist, dass ich im Halbmarathon stärker bin als beide Kurven aus niedrigeren und höheren Distanzen prognostizieren würden. Würde ich die Kurven unter „Herausnahme“ der Marathon-Distanz anpassen, würde ich eine Marathon-Zeit von unter 3:10 prognostiziert bekommen. Insgesamt kann ich daraus deutlich sehen, dass Halbmarathon „meine Distanz“ ist. Das bestätigt auch mein Gefühl, nämlich dass eben der Halbmarathon meine liebste Strecke ist.

Noch zum Modell: Steffny und Kollegen legen einen Exponenten von 0,07 für diese Kurve fest, die wohl für die Weltrekorde passt. Ich habe mal Subsets meiner Wettkämpfe gefittet und kam auf 0,06, wenn ich den Marathon rauslasse, und 0,08 wenn der Marathon drin ist. Das bedeutet, dass meine Leistungskurve über der Distanz einen „Bauch“ nach unten, zu schnellerem Tempo hat, und zwar genau beim Halbmarathon. Ansonsten liege ich aber genau im Steffny-Modell.

Wenn ich mich gut vom Marathon erhole, wird auch die nicht grün hinterlegte, sehr weit oben liegende Raute des Köhlbrandbrückenlauf-Formats in gerade mal 10 Tagen noch in den Bereich der Kurven rücken. Dann fehlt nur noch eine Sub-40-Minuten Zeit auf zehn Kilometer, und ich habe dieses Jahr alles erreicht, was ich mir Anfang des Jahres für 2019 erträumt habe – und einiges, das erst im Laufe des Jahres als zusätzliche Ambition aufkam. Das flasht ganz schön!

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