Lampenfieber

Morgen früh um neun startet der Lußhardtlauf in Hambrücken, bei dem ich am Sparkasse-Kraichgau-Halbmarathon teilnehmen werde. Ich bin angemeldet, mein Rucksack ist mit Duschzeug und frischen Laufklamotten gepackt. Auch die Startnummernmagnete und ein Haufen Sicherheitsnadeln sind drin, meine Laufklamotten für den Lauf liegen bereit auf dem Ende des Sofas.

Den ganzen Tag heute hat mich Nervosität beschäftigt – beim Frühstück, während des Einkaufens, beim Spaziergang, um vergessene Dinge nachzukaufen und auch beim Kochen und Essen. Das Wetter war drückend, später regnete es. Die Menschen wirkten ähnlich fahrig, verpeilt und missgestimmt wie ich. Bei mir ist die Nervosität auch nun noch da, wo das Wetter nun leicht regnerisch und weniger drückend ist. Morgen früh ist gutes Wetter angesagt, 20-22°C für die Zeit, die ich wohl auf der Strecke bin, trocken, aber nach einer feuchten Nacht. eigentlich sind das optimale Bedingungen, um gut abzuschneiden.

Im Lußhardtlauf liegt für mich auch ein Großteil meines Abschneidens beim Regio Cup Karlsruhe, denn im Moment gehöre ich zu einer Dreiergruppe mit jeweils drei Läufen, die über 1450 Punkte aus 1500 in drei Läufen möglichen Punkten haben. 1457 haben die anderen beiden, ich liege bei 1455. Es gibt noch eine Läuferin mit 1000 Punkten aus zwei Läufen, die mit dem morgigen Halbmarathon und den zehn Kilometern beim Hardtwaldlauf im Oktober noch die Möglichkeit von makellosen 2000 aus 2000 Punkten hat, aber ansonsten ist’s recht dünn. Wenn ich morgen nicht patze …

Allerdings ist morgen auch die Vorjahressiegerin des Halbmarathons beim Lußhardtlauf angemeldet. Sie ist zwei Jahre älter als ich und lief letztes Jahr fast fünf Minuten schneller als meine Bestzeit. Dass sie keine Konkurrentin im Regio Cup ist, weil man vier Wertungsläufe braucht, sie noch keinen gemacht hat und nur noch zwei Wettkämpfe anstehen, spielt dafür keine Rolle – sie wird mich Punkte kosten, selbst wenn von den wirklich starken Regio-Cup-Läuferinnen keine morgen Halbmarathon nachmeldet.

Nun, das ist alles Theorie. Aber WENN ich morgen nicht patze, sind abhängig von den Ergebnissen der anderen und davon, wer morgen wie stark gegen mich läuft, nahezu alle Plätze unter den besten 5 des Regio Cups noch drin. Zugegebenermaßen ist die Wahrscheinlichkeit, den bis zum dritten Lauf gehaltenen Spitzenplatz zurückzuerobern, verschwindend gering. Aber am Ende aus den Top 5 zu fallen, das kann ich mir vor allem selbst durch einen ganz schlechten Lauf morgen verwehren, was ich aber nicht vorhabe. Und so kommt es wirklich auf eher kleine Differenzen in Zeiten und daraus resultierend auf kleine Punktdifferenzen an, wo ich im Oktober nach dem Hardtwaldlauf stehen werde. Das kann einen dann schon mal nervös machen, auch wenn man nur ambitionierte Hobbyläuferin ist, nicht wahr?

5 Kommentare zu „Lampenfieber

    1. Ich versuche mich in der Selbstbeschränkung, mit dem Mantra: „Zuerst mal kämpfe ich für ein neues Personal Best. Alles andere kann ich eh nicht beeinflussen.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..