Schneller Laufen, kürzer Schwitzen beim Hella Hamburg Halbmarathon

Ein erster Bericht vom heißen Hella Hamburg Halbmarathon – mit Urkunde gibt’s noch einen Bericht, wenn die Ergebnisse „offiziell“ sind. Bis Mittwoch geht die Einspruchsfrist noch.

Organisiert war der Lauf super, die Wege waren kurz, die Gepäckabgabe ging schnell, die Busse fuhren in kurzem Takt vom Ziel mit Gepäckaufbewahrung zum Start, alles war kompakt, die Ordner wussten Bescheid und wiesen einen ein. Auch davon, dass dem Veranstalter am Ende das Wasser ausgegangen sein soll, habe ich nichts gemerkt – als ich durchkam, waren alle Getränkeposten gut bestückt und man wurde zuverlässig mit Wasser eingedeckt. Zudem gab’s vor jedem Getränkeposten ein bis zwei Fontänen, unter denen man sich abkühlen konnte. Aber vielleicht war das ja dann später der Fall.

Die für mich härtesten paar Kilometer waren zwei bis fünf, wo es windstill, schattenarm und noch unheimlich dicht an Leuten war. Nach dem Start auf der Reeperbahn ging’s nach Westen, über die Bernadotte-Straße nach Altona und dann hinunter auf die Elbchaussee, weiter mit wechselnden Straßennahmen an der Norderelbe entlang.

Meine Wenigkeit in Lila, etwa bei der Linie der Ampel – Höhe Baumwall.

Dann ging es entlang der Hafencity in Richtung Bahnhof, durch den Tunnel unter dem Bahnhof durch. Am Eingang zum Tunnel rief ich einem Läufer zu, auf seinem Shirt würde ein durchgestrichenes „zu heiß“ fehlen. Er hatte nämlich: „Regen“, „zu kalt“, „Schnee“ in durchgestrichen draufstehen und drunter: „Laufen!“ Aus dem Tunnel heraus, waren wir schon direkt an der Binnenalster und ich genoss das Publikum, die Alster um mich rum und den Schatten durch die Bäume. Die Stimmung insbesondere um die Alster herum war klasse, wie auch schon auf St. Pauli und in Altona sowie an den Landungsbrücken. Da steppte der Bär! Mich freute auch eine Taiko-Truppe, die am Straßenrand für die Läufer trommelte. Um die Außenalster herum ging es, und dann kam das Ziel schon sehr nahe.

Kurz vor dem Ziel! Mit Begeisterung – trotz der Hitze verhältnismäßig locker – und patschnass.

Im Ziel an der Messe standen 1:36:10 oder so auf der Uhr, als ich durchlief, am Ende waren’s 1:35:50 als Nettozeit. Ganz knapp mein zweitbester Halbmarathon überhaupt, drei Sekunden schneller als die ähnliche Hitzeschlacht in Mannheim 2018. Nach einer raschen Dusche – wer schneller läuft, muss kürzer schwitzen und kürzer an der Dusche warten – stieß ich als glückliche Finisherin wieder zu meinen Begleitern, nämlich meinem Mann und unserer Gastgeberin im Norden.

Glückliche Finisherin.

Nach einem Frühstück bei Hadley’s am Schlump mit einer weiteren Freundin ging’s zum Bahnhof und schon wieder nach Hause – schön war’s in Hamburg!

Im ICE nach Hause.

Die Überschrift stammt übrigens aus einer Unterhaltung, die ich mit ein paar anderen Läufern am Start auf der Reeperbahn hatte: Die hatten’s von der Hitze und dem Schwitzen, und ich meinte einfach: „Naja, ganz einfach: Schneller laufen, kürzer schwitzen.“ Für mich hat’s geklappt. Zu dem etwas weniger schönen Thema schaue ich gleich mal noch die Stellungnahme des Veranstalters an und schreibe vielleicht morgen früh etwas dazu – nämlich zu den negativen Wirkungen der Hitze auf den Lauf.

14 Kommentare zu „Schneller Laufen, kürzer Schwitzen beim Hella Hamburg Halbmarathon

    1. Es war wirklich ganz schön heiß. Ich habe hinterher gelesen, dass etliche Leute sich übernommen haben … ich kenne das Problem. Ich habe mir das mal im Training vor Augen geführt – und wusste daher, worauf ich achten muss und wann ich definitiv hätte aufgeben müssen. Aber so weit habe ich es nicht kommen lassen.

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