Schneeleopard!

Am Samstag – also noch vor dem gestrigen Lauf – waren wir mit unserem Besuch im Zoo in Karlsruhe. Nach kaum einer Viertelstunde Bahnfahrt stiegen wir am Hauptbahnhof in Karlsruhe aus, überquerten den Vorplatz des Bahnhofs, lösten unsere Tickets und gingen in den Stadtgarten.

Neben dem Japangarten im Stadtgarten, den ich meinem Besuch zeigte und ein paar wenige Dinge erklärte, ging es dann über den See hinüber – mittels Brücke übrigens – in den Zoobereich. Wir sahen die Elefanten draußen, eine fressende Löwin, diverse Affen beim Spielen und ihre Jungen pflegen, Pinguine beim Herumsitzen und Schwimmen …

Und wir sahen eine Giraffe beim Fressen. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie es aussieht, wenn eine Giraffe beim Fressen zu einem hinüberschaut. Sie kaut so ein bisschen schräg und schaut, als wolle sie sagen: „Willst Du was?“, durch eine Menge zerkleinerter Pflanzen hindurch. Das ist irgendwie supercooler Anblick. Wie so oft habe ich keine Bilder gemacht, da ich die Szene auf mich wirken lasse und nicht auf mein Telefon gucken oder mich mit dem Bildermachen ablenken möchte. Dann gingen wir weiter und kamen in den Bereich des Schneeleoparden-Geheges. Ich erinnere mich daran, wie ich das erste Mal Schneeleoparden sah, damals in einem verhältnismäßig engen Gehege in der Wilhelma in Stuttgart. Zumindest war das damals recht eng – ich hoffe, inzwischen haben die Schneeleoparden dort mehr Platz und auch mehr Möglichkeiten zum Klettern. Im Karlsruher Zoo ist es eine recht große Anordnung von Freigelände, jeweils am Hang eines Hügels, kaum ein ebener Fleck, Höhlen in einiger Höhe … ein Bach durch das Gehege. Zunächst sah man nichts. Vielleicht war einer der herumliegenden Felsen eigentlich kein Fels, sondern ein Schneeleopard, der sich ruhend tarnte. Ich erzählte munter meiner Begleitung, dass ich Schneeleoparden so toll finde, weil ihre Pfoten behaart sind und es immer aussieht, als wäre das Fell dort eigentlich zu weit für die Pfoten. Wir tappten um das Gehege herum, sahen kein Tier – und dann, ganz plötzlich, war da ein Schneeleopard. Vielleicht hatte sich das Tier erhoben, nachdem es zuvor irgendwo herumgelegen hatte. Vielleicht war’s auch aus einem anderen Versteck gekommen – jedenfalls war’s plötzlich da, und ich war nur gucken und quietschen. Ich finde diese Tiere so elegant und toll. Das graue Fell, die behaarten, großen Pfoten, die blauen Augen … das Wort „Schneeleopard“, gefolgt von einem Quietschen, mit breitem Grinsen im Gesicht, war den ganzen Tag über immer wieder zu hören. So auch im Zoo-Shop, wo einer unserer Besucher sich eine Mütze gegen die Sonne kaufte – und mir dann diese Süße hier in die Hand drückte:

Plüsch-Schneeleopard.

Nach dem chinesischen Wort Xuebao für Schneeleopard oder Schneesturm benannte ich den Neuzugang meiner verrückten Kuscheltiertruppe „Xue“, es ist eine „Sie“. Auf unserem felsfarbenen Sofa fühlt sie sich sehr wohl, mit meinem Kekse fressenden Tiger Rocky versteht sie sich hervorragend. Im Gegensatz zu meinem etwas größenwahnsinnigen Tigern und Löwen hat sie hervorragende Manieren und ist etwas scheu – für vieles bedankt sie sich mit einer kleinen Verneigung.

Und jedes Mal, wenn ich sie kuschele, denke ich an den echten Schneeleoparden im Zoo und freue mich, dass ich das Tier sehen durfte und dass es schön viel Platz dort hat, so wie Xue hier ein neues Zuhause gefunden hat, wo sie gekuschelt wird.

5 Kommentare zu „Schneeleopard!

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