Fazit: Laufmonat Mai

Der Mai diesen Jahres hat es nur zum an Kilometern drittstärksten Monat meiner Läuferkarriere gebracht. Nur? Ja. Nur. Denn ich war fit und viel unterwegs, nach dem Einbruch durch die Erkältung Ende April ging’s im Mai wieder ziemlich ab an Kondition und Motivation. Aber der Mai barg auch die bisher meisten Wettkämpfe, die ich bisher innerhalb eines Monats gelaufen bin: Badische Meile, Halbmarathon beim Dämmermarathon in Mannheim und Altstadtlauf in Ettlingen. Vor Wettkämpfen versuche ich immer, ein bisschen das Training herunterzufahren – in vollen Trainingswochen sind die Vorräte nie ganz voll, vor einem Wettkampf sollten sie voll sein. Daher bedingen Wettkämpfe etwas weniger Strecke in der Woche vorher – und im Mai hatte ich DREI solche „etwas weniger Strecke“ Wochen.

Platz 3 an Kilometern – Platz 4 an beim Laufen verbrachter Zeit: Der Mai 2019. Im Bild sind alle Top 7 meiner Laufmonate.

Dennoch bin ich über 330 Kilometer gelaufen. Heute hätte ich es noch auf 343 hochpushen können, indem ich am Nachmittag noch eine zweite Runde gelaufen wäre – zum Fitnessstudio hin, eine Stunde Training, dann auf leichtem Umweg zurück. Das hätte gereicht. Ich habe es aber nicht gemacht – weil ich Erdbeeren vergessen hatte und noch welche beschaffen musste, weil ich sehr müde war und weil ich nicht unbedingt nochmal in die endlich wundervoll scheinende Sonne wollte, die meine von den trüben Wochen nicht an Sonne angepasste Haut trotz Sonnencreme leicht verbrannt hat. 342 Kilometer im Februar diesen Jahres waren mein zweitstärkster Monat überhaupt, der Mai ist nun mein drittstärkster geblieben.

Nach recht kurzen Strecken im April ging die mittlere Strecke pro Aktivität im Mai wieder hoch. Durch die Läufe vom und zum Fitnessstudio werde ich mittlere Strecken wie im Juni und September 2018 sowie Februar 2019 wohl nicht mehr erreichen. Aber das Tempo – das Tempo!

Derzeit scheint meine Geschwindigkeit weiter zu wachsen, das Tempo (oder im Läuferjargon die „Pace“ in Minuten pro Kilometer) weiter zu fallen. Der Mai ist hierbei aber mit einem systematischen Fehler behaftet, da insgesamt knapp 40 Kilometer Wettkampf dabei waren – knappe 21,1 beim Halbmarathon, knappe 8,9 bei der Badischen Meile, 10 in Ettlingen. Dabei laufe ich schneller als im Training – aber ich achte auch nicht auf vernünftigen Trainingspuls, sondern laufe, was geht. Das äußert sich natürlich auch in einem mittleren Puls, der deutlich über der für’s Training veranschlagten Schwelle liegt:

Unten im Bild mit Auftragung anhand der linken Achse der Sollpuls bei 70% nach der Karvonen-Formel in grün, der mittlere Puls aller Aktivitäten im Monat in dunkelblau. Oben im Bild die relative Abweichung des „Ist“ vom „Soll“.

Nachdem ich im Mai durch die Wettkämpfe im Monatsmittel beim Puls zu hoch lag, also zu intensiv unterwegs war, soll das im Juni wieder anders werden. Die Vernunft, die ich seit August 2018 etabliert habe, möchte ich auf Dauer bewahren, ausreichend regenerative und unterhalb des Solls liegende Dauerläufe einbauen, so dass Wettkämpfe und Intervalltrainings und Tempodauerläufe mein Pulsmonatsmittel eben NICHT über das 70%-Soll pushen. Dass die grüne Kurve auch ein bisschen mäandert hängt übrigens damit zusammen, dass sie sich aus Ruhepuls und Maximalpuls zusammensetzt – beides messe ich immer mal wieder: den Ruhepuls fast jede Nacht, den Maximalpuls in gelegentlichen Experimenten mit festgelegten Bedingungen beim Laufen. Im April und Mai war der Ruhepuls im Mittel leicht erhöht: Im April vor allem wegen einer Erkältung, im Mai, weil nach Wettkämpfen eben eine Weile der Körper noch am Reparieren arbeitet. Völlig unerwartet zeigte sich aber auch im April eine Erhöhung des Maximalpulses bei gleichen Bedingungen wie vorher – um drei Schläge in der Minute. Das kann man anzweifeln oder es lassen – ich höre aber erstmal auf die Werte, die ich messe. Dass ich im Mittel unter den 70% bleiben will und der Mai nur einen wettkampfbedingten Ausrutscher darstellte, macht es eh zu Feintuning – im Grunde könnte ich einfach bei 150 als Soll für meinen mittleren Puls bei Leistung über alle Trainings- und Wettkampfformen im Monat machen. Aber ich steh‘ auf Statistik!

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