Begeisterung

Es ist so ein Ding, das ich in Bewerbungen geschrieben habe, das ich als eine meiner hervorstechenden Eigenschaften empfinde – ich bin begeisterungsfähig. Eigentlich will jeder begeisterungsfähig sein, sich für etwas erwärmen, ja für etwas brennen können. Ich kann das – aber meist eben nicht konstant, jedoch immer wieder.

Begeisterung ist kein Dauertreibstoff. Irgendwann wird aus der Begeisterung Ernüchterung, denn begeistert zu sein ist auch eine Art Rausch. Das bringt sicher den einen oder anderen dazu, Begeisterungsfähigkeit als nicht zu positive Eigenschaft zu empfinden. Irgendwann ist die Begeisterung durch und dann muss man mit Willen, mit „Kraft“ durchhalten. Zwangsläufig flacht dann alles etwas ab. Bei mir kommt es aber meistens wieder!

So freue ich mich auf so manche Herausforderung, obwohl ich weiß, dass sie mir auf Dauer auf die Nerven gehen wird – aus Erfahrung. Dennoch, Begeisterung ist der Anfang, Durchhalten die Mitte, Befriedigung über das Geschaffthaben das Ende. Das trägt mich dann wieder zur Begeisterung für das nächste „Ding“. Natürlich gibt es auch die „Abturner“: der Fortgang stockt, alles ist komplizierter als gedacht, man bekommt – berechtigt oder nicht – eine Rüge, die Bedingungen lassen nicht zu, dass man so schnell vorankommt, wie man das möchte. Am Ende muss es doch – und dafür versuche ich, oft erfolgreich, meine Begeisterung wieder zu zünden. Denn auch wenn sie selten durch das ganze Projekt trägt, hilft sie doch fast immer, einen Start zu produzieren, an den man gerne anknüpft, wenn die Inspiration ausgegangen ist und es die Transpiration braucht, um fertig zu werden.

Das Ganze hier bezieht sich nicht nur auf den Howard-Goldstein-Vortex, sondern auch auf einiges mehr – auf Arbeit, im Privaten, im Sport. Denn wie man durchkommt, ist letztlich nicht so sehr vom Projekt abhängig, sondern vor allem vom Typus dessen, der sie beackert.

4 Kommentare zu „Begeisterung

  1. Ich denke, die Kombi macht’s. Am Anfang brauchst Du die Begeisterungsfähigkeit, um ein Projekt zum Laufen zu bringen. Am Ende ist es die Disziplin, die Dich bis zum Schluss trägt.

    1. Ich persönlich weiß, dass meine Begeisterung auch immer wieder kommen kann – wenn sie nicht erstickt wird. Freilich trägt sie nicht durch ein ganzes Projekt – aber auch der Booster, die zweite Stufe, kann mal wieder davon getragen werden.

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