Vorwettkampf-Nervosität

Heute kommt er: Der erste Halbmarathon des Jahres 2019 in meinem Wettkampfplan. Letztes Jahr war der Engelhorn Sports Halbmarathon beim SRH Dämmer-Marathon in Mannheim mit Hitze und Sonne ein für mich optimales Pflaster. Ich lief mein noch immer aktuelles Halbmarathon-Personal-Best von 1:35:53. Für dieses Jahr hatte ich mir viel vorgenommen für den Halbmarathon in Mannheim – indes, die Bedingungen sind anders.

Regen ist angesagt, es hat nicht einmal 20°C. Ich laufe lieber bei Hitze, Sonne, selbst bei Schwüle. Kühler oder lauer Regen – nee, das ist nicht mein Wetter. Dazu hatte ich nach der Badischen Meile ein ganz doofes Problem: hartnäckige, entzündete Pickel am hinteren Oberschenkel und auf dem Hintern, die aufgrund meiner Versuche, sie loszuwerden, noch fieser gereizt waren – und bei jedem Schritt wehtaten, da beim Gehen, Laufen, ja selbst beim Aufrichten des Beckens im Stehen diese Hautstellen gestrafft werden. Außerdem habe ich mit diesem Mist zwei unruhige Nächte verbracht, Anfang der Woche, und aufgrund dessen auch noch Rückenschmerzen gehabt. Die Bedingungen sind also … nicht so toll. Mir geht es zwar wieder besser, aber ich habe das Gefühl, dass dieses Mal keine Bestleistung drin ist.

Nun will ich die 1:29:59 auf Halbmarathon dieses Jahr noch schaffen, zumindest aber ein neues Personal Best aufstellen. Die Form sagt, dass das möglich ist – trotz allem, zumindest das neue Personal Best dürfte auch heute drin sein. Ob ich die 90 Minuten heute schaffe – ich bezweifle es sehr stark. Es wäre der erste Wettkampf dieses Jahr, bei dem ich kein neues Personal Best über die jeweilige Strecke aufstelle, wenn es heute nicht klappt. Der erste – nach sechsen, bei denen es klappte.

Und so sitze ich hier, glaube eher an einen „Erfahrungswettkampf“ als an einen „Wettkampf für’s große Buch“. Andererseits habe ich das in Neureut auch gedacht – und furios meine 10-Kilometer-Zeit um mehr als vier Minuten verbessert. Wir werden sehen. Ich dämpfe schonmal meine Erwartungen, werde aber durchaus nicht nach 15 Kilometern langsamer werden, wenn ich auf Bestzeitenkurs bin.

Ob sich Amateur- und Profisportler auch so fühlen? Ich habe klares Lampenfieber, schwanke zwischen Übermut und „Flinte ins Korn werfen“. Der Wind und der Regen draußen machen’s nicht besser. Aber – es wird schon werden. Wenn es kein Personal Best wird, wird es eben eine Erfahrung, wie ich auf der Halbmarathon-Distanz funktioniere und welche Probleme ich im Training angehe. Freue ich mich auf den Wettkampf? Eigentlich schon. Bestimmt wird’s dann in Mannheim einfacher, wenn die Startnummer am Trikot pappt und der Rucksack abgegeben ist. Bis dahin hibbele ich noch ein bisschen rum.

9 Kommentare zu „Vorwettkampf-Nervosität

  1. Bin auch am Start in Mannheim und freue mich über das kühle Wetter. 🙂 Bei mir wird es keine PB. Hauptsache ich habe Spaß.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg und hoffe, Du kannst den lauf geniessen.

  2. Bestleistung muss auch nicht immer sein. Dafür wirst du auch nicht bezahlt, oder? 😉
    Wichtig ist doch dabei sein und das Beste draus zu machen 🙂

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