Rißnertlauf in Rüppurr

Am heutigen Sonntag stand für mich der erste Wertungslauf des RegioCup Karlsruhe an. Fünfzehn Kilometer sollten es sein – und die Wettervorhersage war super, auch wenn sie vom Donnerstag (wo sie grandios war) in Richtung Samstag zunehmend mehr Regen am Sonntag ankündigte.

Morgens fuhr ich in Richtung Karlsruhe Rüppurr ab, 7:29 stieg ich in den Zug Richtung Karlsruhe, dann folgte der Umstieg am Sonntagfrüh durchaus einsamen Albtalbahnhof in die S1 Richtung Ettlingen. Ich war die einzige Umsteigerin von der S8 in die S1 an diesem Sonntagmorgen. Ein kleiner Spaziergang quer durch Rüppurr brachte mich zum Stadion der TuS Rüppurr, doch die Startnummernausgabe war in deren Halle, so dass der Spaziergang noch etwas länger war. Dann heftete ich mir die Startnummer an das Trikot und hatte noch eine Stunde bis zum Start:

T-1:00:00 beim Rißnertlauf.

Mein Trainingspartner in den Mittagspausen, Nobse, gesellte sich recht bald zu mir, holte auch seine Startnummer ab und dann gingen wir wieder zurück zum Stadion, wo Start und Ziel aufgebaut waren. Gegen neun bekam ich die Mitteilung meines Mannes, dass er zum Anfeuern und Zuschauen aufgebrochen war – mich also beim Zieleinlauf unterstützen und erwarten wollte. Ich ging noch mal auf die Toilette und stand dann kurz vor Start ein ganzes Stück hinter dem Start-Banner. Die ersten paar hundert Meter nach dem Startschuss stellte ich fest, dass ich viel zu weit hinten gestartet war und somit erstmal auf den schmalen Wegen des Rißnertlaufs Slalom laufen musste, um langsamere Läufer zu überholen. Knapp über einen Kilometer gelaufen, traf ich Nobse wieder, der sich noch ein bisschen warmgelaufen hatte, dort wurde es dann auch schon etwas freier auf der Strecke. Recht schnell setzte ich mich wieder von Nobse ab und stürmte nach vorne – nach dem ersten Kilometer in 4:37 kamen nun etliche unter 4:20, ich arbeitete mich nach vorne. Bei etwa sechs Kilometern schloss ich zu einem Grüppchen auf, in dem neben drei oder vier Läufern auch zwei Läuferinnen gen Ziel strebten – mit einer davon, Emma von der LG Region Karlsruhe, hatte ich später noch eine Begegnung. Ich fühlte mich nämlich stark und überholte die Gruppe. Bei sieben Kilometern war mir klar, dass ich mich ein klein wenig übernommen hatte, denn ich wurde etwas langsamer. Nicht viel, aber eben doch etwas. Es blieb zwar dabei, dass ich keinen Kilometer langsamer als in 4:40 bewältigte, aber zwischen Kilometer eins und acht war ich doch deutlich schneller als auf dem Rest der Strecke. Ich sagte mir: „Du musst nur noch das Erreichte ins Ziel bringen!“ Das motivierte mich, dazu das Wissen, dass meine Uhr im Wald nicht die volle GPS-Effizienz hatte und somit langsamer und weniger Strecke anzeigte als die Kilometer-Schilder am Rand. Am Ende war die Differenz fast vierhundert Meter – aber vorher kam noch der Kilometer zwölf, an dem mich Emma von der LG Region Karlsruhe wieder überholte. Zuvor hatten mich immer wieder entgegenkommende Frauen damit motiviert, dass ich die zweitbeste Frau sei – dann war ich auf Rang drei. Und das brachte ich auch ins Ziel, auch wenn mir Emma auf den letzten drei bis vier Kilometern 47 Sekunden abnahm.

Am Ende kam ich tatsächlich als dritte Frau ins Ziel, mit einer knappen halben Minute Vorsprung auf die Vierte. Die Altersklasse hatte ich klar gewonnen, aber der Rückstand auf die furiose Siegerin Sophia Kaiser von der LG Region Karlsruhe mit ihren 57:25 war natürlich riesig: 1:04:18 kamen raus.

War doch ein bisschen anstrengend – sagt zumindest das Zielfoto meines Mannes.

Es war herrlich, von meinem Mann erwartet zu werden – und nachdem dann auch Nobse im Ziel war und sich ein bisschen erholt hatte, gab’s ein paar nette Gespräche. Ich nahm mir aber auch die Zeit, der Zweiten zum guten Rennen zu gratulieren, wobei wir dann auch noch gefragt wurden, ob wir gemeinsam fotografiert werden dürften. Das war dann auch recht nett, ich muss nochmal rausfinden, für was für einen Artikel der Fotograf das Foto machen wollte. Die Siegerehrung war dann bei Kaffee und Kuchen im Vereinsheim der TuS Rüppurr, wo es warm, laut und ein bisschen chaotisch war. Aber der Gutschein für’s rennwerk, mit dem der dritte Platz dotiert war, kam mir sehr gelegen. Schließlich habe ich schon angekündigt bekommen, dass es von meinem Lieblingsschuh, dem Altra Escalante, eine Sonderedition gibt …

Der Regen kam dann auch noch, er erwischte meinen Mann und mich auf dem Weg von der Bahn nach Hause, wodurch wir erst recht einen guten Grund für eine heiße Dusche zuhause hatten.

Urkunde, Startnummer und Preis.

11 Kommentare zu „Rißnertlauf in Rüppurr

    1. Besten Dank! Ich gestehe – auf den Altersklassen-Sieg bin ich nicht so stolz wie auf den dritten Platz in der Gesamtwertung. Weil ich die Konkurrenz kenne – und die RICHTIG gut ist.

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