Schnee, Sintflut und Sturm – die Winterlaufserie

Am 16.12., am 13.01. und am heutigen 10.02. fand die 37. Winterlaufserie in Rheinzabern statt. Ich war das erste Mal dabei, und ich bin gleich alle drei Serienläufe mitgelaufen.

Im Dezember hatten wir Schnee – es war einer von vielleicht drei oder vier Tagen diesen Winter, an denen in der Rheinebene Schnee lag. Im Januar hat es geregnet, dass man dachte, ein Ozean platsche aus dem Himmel auf uns nieder. Nun gab’s den 20er mit Sturmböen – es war also alles Wetter, das den Winter charakterisiert, mal mit dabei. Nur eiskalte Sonne gab’s nicht, das ist jedoch schon in Ordnung. Ich laufe zwar weit lieber bei Wärme oder gar Hitze, aber im Winter nimmt man, was man kriegen kann. Ich hatte im Vorfeld so ein bisschen Bedenken, wegen der Sturmwarnung, aber in Rheinzabern kam es nicht so schlimm. Also packte ich gegen acht Uhr am Sonntagmorgen meinen Mann ein, der zum Anfeuern mitkommen wollte, und fuhr nach Rheinzabern. An der IGS Rheinzabern, die den Veranstaltungsort darstellt, bekamen wir noch einen Parkplatz auf dem Gelände. Eigentlich wäre ich ja gerne mit der Bahn hingefahren, aber da am Sonntag die S51 ab Albtalbahnhof nicht fährt, sondern nur die S52 mit einem Riesenschlenker durch die Stadt, hätte das noch viel früher Aufstehen erfordert, und das war mir dann doch zuviel des Guten. Ich holte meine Startnummer ab, traf Katja und Nobse von den Sport Löwen Baden und saß mit den beiden und meinem Mann zusammen noch herum. Wie meistens im Winter war ein wichtiges Thema, wie man sich für den Lauf anziehen solle. Um 10:05 ging es dann los – unter „The Final Countdown“ wurden die Läufer bereits gegen 9:50 dazu angehalten, zum Start zu schreiten. Die Strecke in Rheinzabern führt über einen Bahnübergang und der ist nunmal zu, wenn man wesentlich später als 10:05 startet.

Für mich ging es bereits schnell los – 4:20 zeigte die Uhr für den ersten Kilometer an, ich ordnete mich weiter nach vorne, suchte mir meinen Platz im Rennen und fand ihn noch nicht. Bei ungefähr zwei Kilometern überholte ich das wieder angetretene Pärchen aus einer sehbehinderten Läuferin, über die ich schon im Januar geschrieben habe, und ihrem Begleiter, um nicht auf dem wesentlich schmaleren Weg entweder hinter den beiden bleiben zu müssen oder ein Überholmanöver des Hazardeurs zu wagen. Das funktionierte so weit gut, ich fand aber immer noch nicht recht dort hin, wo ich eigentlich hin wollte: In die Umgebung von Leuten, die ungefähr mein Tempo liefen und als motivierende Umgebung fungieren sollten. Das ergab sich dann erst bei Kilometer vier: Zwei junge Damen von der LG Region Karlsruhe überholten zuerst mich und machten sich dann an das Überholen des Pulks, in dessen hinteren Rängen ich gerade lief. Ich heftete mich den beiden an die Fersen, die liefen so ein bisschen schneller als das Tempo, was ich allein für mich zu gehen in der Lage war. Mit einem Zugläufer – in diesem Falle zwei „Zugläuferinnen“ vor mir ging es gut. Bis Kilometer 10 flog die Strecke immer knapp hinter der kleinen braunhaarigen und der großen blonden Läuferin an mir vorbei, 4:15 bis 4:25 standen auf der Uhr, das Tempo blieb hoch. Bei der Hälfte der Strecke machten die beiden Damen etwas langsamer – sie zogen eine Kameradin von ihrem Verein noch ein bisschen an, die mit rotem Kopf und merklich ein bisschen vom Tempo überzogen nun langsam machen musste. Da überholte ich doch mal. Doch dann verabschiedeten sich die beiden von ihrer Kameradin und liefen ihr bisheriges Tempo weiter – ich heftete mich wieder dran. Bei Kilometer 15 überholte ich, noch immer an meiner „Lok“ aus den zwei schnelleren Damen, einen Kameraden von der LG Hardt, mit dem ich kurz Grüße tauschte und dann weiter lief. Beim Zehner und beim Fünfzehner war er schneller als ich – nun fürchtete ich mich, kurz vor dem Ziel von ihm wieder eingefangen zu werden. Indes, das geschah nicht. Bei Kilometer 17 zogen meine beiden Zugläuferinnen davon, sie hatten noch mehr Reserven als ich. Ich klebte mich einem Läufer der LSG Karlsruhe an die Fersen, dessen Tempo ich dann bis ins Ziel hielt – und mich nicht von Michael von der LG Hardt einholen ließ.

Zweimal feuerte Nobse mich quer über die Strecke hinweg an, als wir uns auf den Gegenverkehrs-Streckenabschnitten begegneten. Im Ziel feuerte ich ihn an, als er gerade reinkam. Wir applaudierten dann noch Katja, etwas später – und dann gab’s für mich Futter. Zwei Rindswürstchen und ein Wiener im Brötchen – ich hatte Hunger, und wie!

Am Ende des Laufes kam dann noch die Siegerehrung – für den dritten Platz bei den Damen zwischen 40 und 44 (Altersklasse W40) mit 1:27:30 gab’s eine Urkunde und einen Beutel mit fünf Packen Nudeln. Für den zweiten Platz der W40er in der Serienwertung (Zeitsumme aller drei Wettkämpfe, und nur für die, die an allen teilgenommen hatten) mit in Summe 3:19:39 gab’s einen Gutschein vom Sponsor Eichi’s Laufladen und eine weitere Urkunde.

Urkunden und Preise – fette Beute, kann man sagen. Oder vielleicht eher kohlenhydrat- und proteinreiche Beute …

Als persönliches Fazit muss ich sagen: Ich habe mein Tempo von 10er (4:31/km) über den 15er (4:28/km) auf den 20er (4:23/km) verbessert, obwohl die Wettkämpfe länger wurden. Dreimal hartes Intervalltraining in den vergangenen Wochen haben es ganz schön gebracht. Diese Woche liege ich allerdings nur bei etwas über 50 Kilometern, davon 20 im Wettkampf. Nächste Woche geht es hoffentlich weiter. Die Formkurve zeigt erfreulich deutlich nach oben, das hat die Winterlaufserie sehr deutlich gezeigt.

3 Kommentare zu „Schnee, Sintflut und Sturm – die Winterlaufserie

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