Marathon-Vorbereitung Kick-Off

Die hat nun ganz offiziell begonnen, habe ich das Gefühl. Heute Morgen bin ich meinen bisher längsten Lauf überhaupt gelaufen. Über dreißig Kilometer in unter drei Stunden sind auf dem Konto.

Am Anfang des Laufes fühlte ich mich, als könne ich Bäume ausreißen. Der Weg führte durch die Auwälder um Bietigheim, Steinmauern und Elchesheim-Illingen, dann auf den Rhein-Deich. Auf dem ging es entlang, dann kurz davon runter durch die noch tiefer liegenden Bereiche am Rhein, wieder auf den Deich bis nach Au am Rhein – und dann über Würmersheim und Durmersheim zurück. Die dann noch übrigen neun Kilometer meines Solls absolvierte ich in den Wäldern um Bietigheim, denn zu viel in der prallen Mittagssonne wollte ich nun wirklich nicht laufen – verbrannt habe ich mich zum Glück nicht, aber eine Menge Sonne habe ich abbekommen.

Am Ende des Laufes wurde mir klar, was ich eigentlich schon wusste: Bis zum Marathon liegt noch eine Menge Arbeit vor mir. Übernächste Woche steigere ich dann erstmal auf 32-34km, bis spätestens Ende Juli will ich bei langen Läufen über 35km sicher und ohne den Abfall am Schluss klarkommen – dann geht es an den Schliff.

Kurz und bündig waren es: 30,64 km in 2:52:15, also eine „Pace“ von 5:37/km und eine Geschwindigkeit von 10,67 km/h. Der Puls lag – wohl auch wegen des warmen Wetters – im Mittel bei etwas hohen 157 bpm.

13 Kommentare zu „Marathon-Vorbereitung Kick-Off

  1. Hallo Talianna, kurzer Hinweis: Ich denke, du läufst deine langen Trainingseinheiten zu schnell. Sinn der 30-km-Läufe vor einem Marathon ist das Einüben der Fettverbrennung. Und die vollzieht der Körper erst bei 70 % deines Maximalpulses (und darunter). Bist du drüber (schon über 75 %), setzt wieder die Verbrennung deiner Glykogenreserven ein (weil dein Körper schnell nach mehr Energie verlangt). Du solltest also bei deinen langen Läufen nicht schneller als ca. 6:00 min/km laufen, besser noch 6:10 (gerade bei höheren Temperaturen). Viel Erfolg dir weiterhin! LG Markus

    1. Hallo Markus! Nach aktuellem Ruhe- und Maximalpuls gerechnet, bin ich bei 73-74% gewesen heute. Ich hatte heute nicht auf den Puls geachtet, will aber prinzipiell unter 151 (exakt 70%) bei den langen Läufen. Vielen Dank für die Anmerkung 🙂 Viele Grüße, Talianna

      1. Dann sollte alles in Ordnung sein 🙂 Eine Rückfrage: Ein Puls von 151 entspricht 70 % deines Maximalpulses? Der müsste dann bei dir bei 216 liegen. Ist der dann nicht ein bisschen hoch? LG Markus

        1. Öhm. Natürlich habe ich keine HFmax von 215. Die liegt bei 191. Der Ruhepuls liegt derzeit im Monatsmittel bei 56. Die Leistungsreserve ist also 135. 70% davon sind 95,5, dazu 56bpm Ruhepuls sind 150,5.

        2. Okay, dann sollte alles stimmen. Habe eben noch im „Großen Laufbuch“ von Herbert Steffny nachgelesen – und tatsächlich: Bei einer HFmax von 191 liegt der ideale Ausdauerlaufpuls zwischen 138 und 163. Und 151 liegt da genau in der Mitte. Also, alles in Ordnung. Dann bist du aber ziemlich gut trainiert, wow 😉

        3. Ich laufe seit 15 Monaten fast durchweg jeden Monat über 100 km, hatte schon ein paar mit über 200 km dabei – und zwei Halbmarathons, mit 1:44:22 (Oktober ’17) und 1:35:53 (Mai ’18). Wäre ich nicht fit, würde ich vermutlich wirklich was falsch machen 🙂

        4. Wow, eine 1:35 Std. für einen Halbmarathon – das ist schon eine Spitzenzeit! Bei deinem Laufpensum müsstest du den angepeilten Marathon sogar unter 3:20 Std. laufen können. Wünsche dir viel Freude, Gesundheit und Glück bei deinem weiteren Training 🙂

  2. Hallo Talinna,
    Das hört sich toll an, vorallem
    Bei den Temperaturen! Nimmst du dann auch was zu trinken auf dem Weg mit?
    Weiter so 💪💪! Meine offizielle Marathonvorbereitung geht im Juli wieder los 🙂
    Schönen Abend noch und LG
    Zsofia

    1. Ich habe den Gürtel von Asics mit 2x350ml Wasser dabei. Das ist hart an der Grenze von „zu wenig“, auf Dauer werde ich meinen Salomon-Trailrunning-Rucksack noch mit Trinkflasche bestücken müssen … der bietet sich dafür an. Bei an die 30°C in die Mittagshitze reinlaufen ist schon hart, aber das ist dann echte Hitze-Adaption. Ich war früher echte Heiß-Läuferin, nun sind mir AUCH die Kälte und der Regen recht. Aber auch wenn die Leistung natürlich geringer ist – ein wenig – bei dieser Bullenhitze, ist bei strahlendem Sonnenschein und brüllender Hitze laufen immer noch das Größte für mich.

    2. … äh, und viel Spaß bei der Vorbereitung. Welchen Marathon strebst Du denn an?

      Bei mir ist’s erstmal der vor der Haustür – in Karlsruhe.

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