Nerd-o-Top Anchorgirl

Ich hatte heute beim Frühstück im Hotel einen netten Chat mit meinem besten Freund. Es ging dabei um meine Eigenschaft, gerne „Hans Dampf in allen Gassen“ zu sein, also bei Begegnungen auch mit Menschen, die ich noch nicht getroffen habe, oder auch Bekannten meiner Begleiter irgendwo sofort in saloppem Ton ein Gespräch zu suchen. Ob ich dabei aufdringlich bin, weiß ich nicht, aber beschwert hat sich bisher keiner. Meistens kommen dabei gute Gespräche heraus, weil ich eben doch von mir ausgehe, meine Themen einbringe und dann forsche, wo Überlapp mit den anderen Menschen da ist. Ich habe lange gebraucht, um da hin zu kommen. Denn: Tief in meinem Herzen bin ich ein scheuer, stiller Nerd mit Mobbing-Hintergrund. Zumindest war ich das, und innen drin bin ich es noch immer, aber ich kann die Person sein, die extrovertierte, etwas flapsige, die immer ein Gespräch findet. In meinem Umfeld gibt’s aber eine Menge introvertierte Nerds, die vielleicht gerne die extrovertierte Person wären, aber es nicht oder vielleicht noch nicht geschafft haben. Mein bester Freund ist so ein stiller, introvertierter Nerd. Er sagt, er findet schlecht Anschluss.

Aber auf meiner Geburtstagsparty hat er sofort Anschluss gefunden, Themen mit den Leuten gefunden, es war sehr lustig auch für ihn und ich hatte oft den Eindruck, er gehörte dort auch zu den Kristallisationspunkten der Gespräche. Also scheine ich auf meinen Parties etwas richtig zu machen für stille Nerds, vielleicht auch genau deswegen, weil ich selbst mal so ein stiller Nerd war und es immer noch bin. Aus diesem Gedanken heraus entstand eine Vision, eine Idee, was man mal machen könnte. Sicher noch ein vager Traum, etwas, das noch nicht realisierbar und auch noch nicht zu Ende gedacht ist. Dennoch … die Idee hat sich festgesetzt: Das Nerd-o-Top.

Was ist das Nerd-o-Top eigentlich? Es ist ein Ort, ein Zustand, ein Gefühl. Wichtig ist die Atmosphäre: WLAN gehört natürlich dazu, vor allem aber nicht zu laute, nicht zu viel Musik. Gutes Essen, Getränke und Kaffee, aber wenig Alkohol. SciFi- und Fantasy-Motive an den Wänden, Sofas und richtige Tische, aber am wichtigsten: die Leute. Jeder dort soll wissen, dass über Computerspiele, über Comics, Rollenspiel, LARP, über SciFi- und Fantasy-Serien reden okay ist, auch über die abseitigen, alten, über die, die nicht „in“ sind wie Game of Thrones oder The Big Bang Theory. Natürlich darf man gerne auch über die reden, oder über Kunst, Kultur, oder japanisches Essen. Ein Ort, ein Gefühl, eine Atmosphäre, wie ich sie mindestens einmal im Jahr auf meiner Geburtstagsfeier zu schaffen pflege, nur eben häufiger, persistenter. Dort wäre ich dann gerne das Anchorgirl, die Gespräche sucht, versucht, gemeinsame Gesprächsthemen zu schaffen, sich als Verbinder betätigt.

Und so entstand die Idee des Nerd-o-Tops mit mir als Anchorgirl. Mal sehen, ob das irgendwann mal was wird.

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