Dieses Jahr läuft’s! Wie jedes Jahr?

Es ist eine seltsame Erkenntnis, die ich – auf irgendeiner Ebene, irgendwie, irgendwann – jedes Jahr habe. Es ist diese Erkenntnis, dass in dem jeweils aktuellen Jahr Dinge vorangehen. Natürlich kommt man kaum umhin, in einem ganzen Jahr seines Lebens, das immerhin mehr als 1% der Lebenszeit bei den meisten Menschen ausmacht, Veränderungen wahrzunehmen. Fast stets sind auch ein paar positive dabei.

Nun ist es dieses Jahr unter anderem auf sportlicher Basis recht stark der Fall, selbst wenn ich meine Motivation und meine Freude über „jeden Monat ein bisschen mehr“ herausrechne. Rein objektiv kann man durchaus die eine oder andere Sache anführen:

  • Seit 2014 zeichne ich meine Lauferei mittels Runtastic auf, seit dem ist auch die Distanz-Messung nicht mehr nur Abschätzung. Allerdings war das Jahr 2014 im Verhältnis zu den vorherigen Jahren bereits ein starkes Laufjahr. Dennoch: 2017 habe ich bisher allein an Laufkilometern anderthalb mal so viel Strecke aufgezeichnet wie 2014. Zudem habe ich bis jetzt nie fünf Monate in Folge in dieser Konstanz bzw. konstanten Steigerung das Laufen durchgehalten. Ein Punkt für: „Läuft tatsächlich!“
  • Ich habe dieses Jahr recht konsequent auch den Puls beim Laufen aufgezeichnet, teils über meine Polar-Pulsuhr, teils über den Bluetooth-Brustgurt, mittlerweile auch über eine Handy-App außerhalb des Sports. Die Messmethoden und meine Disziplin schwanken zwar noch zu stark, aber immerhin: Ich habe Methoden etabliert, um auch hier eine potentielle positive Bilanz verifizieren zu können. Gutes Gefühl, aber kein echter Punkt für ein offizielles „Läuft tatsächlich!“
  • Ich habe einen Schrittzähler und Fitnesstracker gekauft, den ich nun auch schon seit über einer Woche konsequent benutze. Meine Schritte pro Tag zu zählen, das werde ich vermutlich recht konsequent tun, da das Teil auch als Uhr fungiert. Ob ich mit der Konsequenz und Motivation der letzten Tage auch weiterhin Schritte zähle und meine Schritte auf über 8000 pro Tag halte, sei dahingestellt. Guter Weg, aber auch kein echter Punkt für „Läuft tatsächlich!“
  • Seit spätestens Mai ergänze ich – mehr oder minder regelmäßig, aber immer regelmäßiger – mein Laufprogramm durch Übungen für Rücken, Bauch, allgemeine Stabilität und so weiter. Das ist länger und konsequenter als 2014-2016, aber während der Promotion war ich da schonmal gründlicher. Da ich merke, dass es gut tut, und ich schon länger dabei bleibe als die letzten fünf Jahre jeweils, ist das ein halber Punkt.
  • Lauf-ABC-Übungen habe ich sporadisch eingestreut. Aber da bin ich definitiv nicht dabeigeblieben, und deswegen gibt es hier auch eindeutig keinen Punkt.
  • Was ich definitiv gesehen habe: Ich habe seltener Kopfschmerzen. Die Kombination der obigen Punkte zeigt hier eine Entwicklung auf, die nicht zu leugnen ist. Das ist ein verdammt eindeutiger Punkt. Denn: Seit dem Laufen mit zu wenig Wasser habe ich gar keine Kopfschmerzen mehr gehabt, zuvor schon eine ganze Weile keine mehr – oder sie nicht zugelassen, indem ich bei den ersten Anzeichen sofort laufen ging.
  • Das Gewicht ging Ende 2016, Anfang 2017 das erste Mal so richtig hoch, im Vergleich zu den 63-70kg, die ich die zehn Jahre zuvor immer mehr oder weniger hatte. Diesen Trend habe ich gestoppt. Klamotten passen wieder, manche wieder besser, das komische Gefühl eines Widerstands gegen das Vorbeugen beim Schuhe und Socken anziehen ist wieder weg. Langsam stabilisiert sich – dank Ernährungsveränderung und Sport – das Ganze, viel unter die 67kg, die ich jetzt so ungefähr habe, will ich gar nicht mehr. Ein Punkt für „Läuft tatsächlich!“

Vielleicht gibt es da noch mehr, insbesondere die Laune und dergleichen. Aber bei sieben möglichen Punkten sind’s dreieinhalb. Das ist soweit nicht schlecht. Wenn ich die Kondition und das Training und die Motivation über zwei Wettkämpfe – Baden-Halbmarathon und Köhlbrandbrückenlauf – sowie über den Winter rette, dann würde ich sagen, kann ich die dreieinhalb von sieben der jetzigen Zwischenbilanz am Jahresende ignorieren und klar sagen: 2017 lief’s!

Mal sehen, ob ich am Jahresende daran denke, mich hierauf zu beziehen – und was dann rauskommt!

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