Die Schenkel

Die Schenkel sind meine Problemzone.

Nein, nicht so, wie Ihr jetzt vielleicht denkt: Ich habe kein Problem mit der Muskulatur meiner Oberschenkel, die tut, was sie soll – und das angenehm robust gegen Muskelkater und Verletzungen. Auch finde ich meine Beine – inklusive der Oberschenkel – nicht unästhetisch, tatsächlich halte ich rein optisch meine Beine für das Beste an mir.

Wo also hat Tally von den Highway Tales ein Problem mit ihren Schenkeln? Ganz simpel: Ich habe nicht so einen „Thigh Gap“, wie man das öfters mal sieht. Die Haut meiner Schenkelinnenseiten berührt sich, wenn ich gerade stehe und meine Beine und Füße parallel positioniere. Das ist so weit kein Problem, ich finde es sogar hübscher, als wenn man beim normal herumstehen im Schwimmbad eine Lücke sieht, und den Stoff, der durch den Schritt läuft. Aber beim Laufen ist es doof, zumindest im Hochsommer, wenn ich gerne eine kurze Hose zum Laufen anziehen würde. Denn gerade bei längeren Strecken reibt die Haut aneinander und wird wund, Haarwurzeln in dem Bereich werden zu dickeren wunden Stellen und machen alles noch schlimmer.

Wann mir das aufgefallen ist? Beim Campus Run waren einige andere Läuferinnen in knacke-kurzen Laufhosen unterwegs und mir fiel auf: „Mann, so könnte ich keine sechs Kilometer laufen, ohne dass es reibt wie blöd, erst recht keine zwölf Kilometer, aber lange Hose ist auch doof.“ Das klingt trivial und sicher bin ich nicht die einzige, die das Problem hat. Mit einer Freundin habe ich auch schonmal drüber gesprochen, bei ihr war’s nicht so sehr das Problem beim Laufen, sondern eher bei nackten Beinen im Sommer unter einem Rock ohne Strumpfhose. Für mich war das Resultat, dass ich nun Laufhosen haben wollte, die wie recht kurze Shorts aussehen, aber eine zumindest ein Drittel des Schenkels bedeckende „Hotpants“ drin haben, wie ich sie bei anderen Läuferinnen gesehen habe. Ich fand gerade, wenn die beiden Schichten im Kontrast auftreten, zum Beispiel schwarze Shorts und neonrosanes oder neongrünes, hervorlugendes enges Innenteil, sieht das hübsch aus – und entschärft das Problem der aneinander reibenden, wund werdenden Haut an der Stelle.

Ich bin mal gespannt, ob ich das Problem nur ein Drittel meiner Schenkellänge nach unten verlagere, oder ob das so gut funktioniert, wie ich mir vorstelle, dass es aussieht.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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5 Antworten zu Die Schenkel

  1. Mrs. Flummi schreibt:

    Ah, aua, ein bekanntes Problem. Letztes Jahr im Sommer hatte ich mir die Oberschenkel mal total blutig gerieben. Anfangs brannte es zwar ein bisschen, vor allem auch von der hauchfeinen Schweißschicht, die man dort sonst gar nicht wahrnimmt. Irgendwann brannte es nicht mehr und ich lief und lief. Habe ich einen Schrecken bekommen, als ich zuhause ankam und dann wieder auf die Beine schaute! Entweder müssen die MItmenschen gedacht haben, ich sei gerade einem Gemetzel entkommen oder meine Periode habe unterwegs mit aller Macht eingesetzt.
    Dieses ist der erste Sommer ohne Reiben – und zwar der erste Sommer nach 40 Jahren. Unglaublich, unfassbar. Wenn ich jetzt in kurzen Hosen laufe, die Luft an den Beinen spüre, bekomme ich echt so Glücksgefühle … Darf aber kein einziges echtes Kilo zunehmen, dann berühren sich die Reibungspunkte wieder. So knapp ist das – ohne Übertreibung. Was die Kombi mit Shorts und Innenteil anbelangt, habe ich da schon schicke Modelle gesehen. Je nachdem, wo ich laufe, fühle ich mich manchmal besser aufgehoben, wenn mein Körper mit etwas mehr Material umflattert ist. 😉
    Ansonsten mein Supertipp zum Laufen mit kurzen Hosen: breitbeinig laufen!! //duck und wech – gacker//

    • Talianna schreibt:

      Ich antworte mal ernst auf den unernsten Teil Deines Kommentars: Breitbeinig Laufen führt bei mir zu einem ineffizienten Laufstil 😉

      Ganz so hart wie Du habe ich das nicht betrieben. Ich hatte es auch schonmal mit einer fettigen Creme versucht, aber auf Dauer ist das nichts. Ich glaube auch nicht, dass ich so weit abnehmen werde – will ich eigentlich auch nicht, von der Optik her, dass ich das Problem nicht mehr habe. Aber ich glaube, das ist meinem persönlichen Ästhetik-Empfinden bezüglich meines Körpers geschuldet.

      • Mrs. Flummi schreibt:

        😉

        Ich fand, dass die Anziehungskraft zwischen den Schenkeln durch fettige Creme eher noch zugenommen hat. Hatte es dann mit Puder versucht. Bei kühleren Temperaturen ging das gut, bei Wärme weniger.

        Ansonsten … kann man mal sehen, „die Lücke“ allein macht noch keine schönen Beine. Denn Du bist immerhin zufrieden mit Deinen Beinen. Ich wiederum finde, dass meine Beine mit das Schlechteste an mir sind. (Eine wirklich sichtbare Lücke habe ich ja auch nicht; reibt sich halt so gerade nicht mehr). Ei ja, gibt Schlimmeres – ich will jetzt kein Problem herbeireden! 😉

        • Talianna schreibt:

          Ich hab‘ das Problem nur bei Wärme, weil bei kühleren Temperaturen Laufhosen bis über’s Knie eh meine Bekleidung der Wahl sind.

          Du redest auch kein Problem herbei, ich glaube, ich hab’s schon einigermaßen so verstanden, wie Du es meintest 🙂

  2. Pingback: Zu offen? | The Highway Tales

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