Unter Dampf

Die letzte Woche war – anstrengend. Anders kann man das nicht sagen. Ich merke sehr deutlich, dass mir das in den Knochen sitzt. Ohne nun auf Details eingehen zu wollen, war es: Viel zu tun auf der Arbeit, dabei auch einige Dinge, bei denen ich Rückmeldung brauchte und nicht bekam – sowas beschäftigt einen dann auch und man fragt sich, ob man nicht oft genug gefragt hat, egal, was vereinbart war. Zwei aufregende und schwierige Vorgänge im Freundeskreis landeten auch bei mir in den Messages. Klar, ich höre meinen Freunden gerne zu und ich WEISS, dass erzählen von den Dingen wichtig ist. Ich vertrete die Ansicht: „Reden hilft!“ und dabei bleibe ich auch. Wenn allerdings auch ansonsten zu viel los ist, wird es gelegentlich anstrengend, den eigenen Ansprüchen ans Zuhören im Freundeskreis zu genügen. Wenn dann noch so ein paar „kleine“ Dinge wie exzessiver Verkehr um die Baustellen herum und ein paar andere Sachen zusammenkommen, man samstags arbeiten muss (und am Tag der Wissenschaften die Rampensau sein DARF – explizit DARF, ich liebe das!), werden schöne, übliche und nicht so schöne Dinge zusammengenommen schnell zu viel.

Nun ja, genug des Lamentos. Jedenfalls stehe ich ziemlich unter Dampf derzeit. Ich habe ein bisschen zu wenig Sport gemacht, schlicht wegen des Zeitmangels. Aber ansonsten sind viele Dinge gut vorangegangen. Leider ist es oft so, dass wenn schon ordentlich Bewegung und Schwung da ist, wenn man Dinge erledigt, auch auffällt, was noch fehlt. Ich merke das an mir selbst: Bin ich sehr viel am Voranbringen, fällt mir auf, was hinter der nach vorne verschobenen „Front“ zurückbleibt. Aber ich merke das auch sonst recht stark: Wenn ich viel nach vorne bringe, bemerken plötzlich viele Beteiligte, was ich noch nicht erledigt habe. Das finde ich ein bisschen schwierig für die Motivation, wenn Inaktivität mit „in Ruhe lassen“ belohnt wird, Aktivität dagegen mit „noch mehr zu erledigen, Du hast ja gerade einen Lauf!“ bestraft wird.

Wie dem auch sei, im Moment sind es noch drei Wochen bis zum Urlaub. Der Urlaub ist nicht nur damit verbunden, eben genau nicht zu arbeiten und auch nicht auf meine Pendelstrecke zu müssen, sondern auch mit einer Reise. Zwar besuchen wir einige Freunde und sind dabei viel unterwegs, aber man ist auch mal aus dem „üblichen“ raus, sieht Neues und ist für viele der „normalen Vorgänge“ einfach nicht verfügbar. Ich sehe darin eine Chance, nach der „unter-Dampf“-Phase ein wenig raus zu kommen.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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