Die gefürchtete Herzogin

Ich habe mich ja inzwischen zu dem Entschluss durchgerungen, dem „Park“ und seinen Geschichten ein Buch zu widmen. Was genau der Park ist, so weit ich es schon offenbaren möchte, findet sich im oben verlinkten Beitrag. Allerdings gibt es schon weit mehr vom Park, als ich in die erste Geschichte hineinlegen möchte – zusammen mit meinem besten Freund und einigen Gästen habe ich schon zwei große Handlungsstränge bespielt, der kurze erste davon soll es in ein Büchlein schaffen, wenn aus dem Beschluss auch Handlungen werden. In meiner eigenen Einteilung ist das vom Park, was ich beschreiben will, der „Prolog“, während mein bester Freund und ich einen weiteren Geschichtenbogen in einem „Kapitel 1“ miteinander interaktiv erzählt haben. Für ein „Kapitel 2“ gibt es schon viele Ansätze und Geschichten, aber richtig angefangen haben wir noch nicht.

Ein Dreh- und Angelpunkt aller Park-Geschichten ist und bleibt aber mit Sicherheit die Herzogin. In der Logik des Parks ist es ganz normal, dass sie einen englischsprachigen Namen trägt – Charlotte heißt sie, ihr Gut wurde während der Gründung des Parks als „Iron Cross“ benannt, in erster Linie des Klangs wegen. Mit den historischen Bedeutungen und auch dem Aussehen des Symbols des eisernen Kreuzes hat es nichts zu tun. Herzogin oder auch Duchess Charlotte of Iron Cross nimmt eine zentrale Rolle in den Geschichten ein, die ich im Park angesiedelt habe, auch in der internen Politik des Parks, in die diese Geschichten eingebettet sind. Als mächtige, intrigante Politikerin, die mit ihrem Wissen, ihrem Aussehen und Auftreten als ihrem Kapital Intrigen schmiedet, steht sie ihrem Cousin, dem König, mit all dem zur Seite, was dieser nicht tun kann: Sie erledigt den Schmutz in der Politik und sie tut es mit ebensoviel eisernem Willen wie von eisigem Hauch umwehten Charme. Dazu hat sie ihren Haushalt genau so gestaltet, wie es ihr gefällt – mit unterwürfiger Dienerschaft, deren Verhältnis zu Charlotte auch mal als Waffe eingesetzt wird, um Gäste im Salon abzulenken oder einzuschüchtern, einer rein weiblichen Leibwache, die zudem auch so gestaltet ist, dass sie ebenfalls ablenkend tätig werden kann, einem platonischen Weggefährten als Begleiter für offizielle Anlässe – und einem Haufen wechselnder Liebschaften, mit denen sie auch nicht unbedingt pfleglich umgeht.

Ich habe schon oft in Gesprächen die (den Gesprächspartnern bekannte) Herzogin als Bild benutzt, um einen einschüchternden Eindruck einer starken, mächtigen und gelegentlich auch willkürlich agierenden Frau zu zeichnen. Ich liebe diese Figur einfach, und auch wenn sie nicht die Protagonistin in Beschreibungen des Parks sein wird, so wird sie sicher eine zentrale Nebenrolle einnehmen.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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