Die Clarke’schen Gesetze

Ich wurde mal wieder an etwas erinnert, das ich vor einiger Zeit schon einmal geteilt hatte – damals auf Facebook. Es geht dabei um die Clark’schen Gesetze.

Das erste Mal ist mir das dritte Clarke’sche Gesetz bei Star Trek begegnet, indirekt allerdings. In der Folge „Der Reisende“ in Star Trek: The Next Generation wird der Bogen geschlagen, dass jene fortschrittliche Technologie, die der Reisende der Crew der Enterprise-D vorschlägt, dieser wie Magie erscheint. An vielen weiteren Stellen wird das dritte Clarke’sche Gesetz benutzt, das schlicht und einfach lautet: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“ Wir sehen das in der Form, dass die altägyptischen Götter und ihre göttliche Magie in „Stargate“ mit technologisch fortgeschrittenen, evolutionär bevorteilten Parasiten identifiziert werden, oft kommt es auch auf, wenn irgendeine raumfahrende Zivilisation absichtlich oder unabsichtlich eine nicht ganz so fortschrittliche Kultur entdeckt und von ihr – gewollt oder ungewollt – für Götter oder Magier gehalten wird. Ganz zentral wird das ganze auch immer wieder in Star Trek benutzt – man nehme nur die TNG-Folgen „Devil’s Due“ und „Who watches the Watchers“!

Ich finde, insbesondere das dritte Clarke’sche Gesetz ist eine zentrale These, die nicht nur für Science Fiction und Fantasy, sondern auch für die Realität gilt.

Aber, um das Ganze nicht zu weit driften zu lassen, hier in Kurzfassung:

Die Clarke’schen Gesetze (in deutscher Übersetzung):

  1. Wenn ein angesehener, aber älterer Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er behauptet, dass etwas unmöglich ist, hat er höchstwahrscheinlich unrecht.
  2. Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu finden, ist, ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustoßen.
  3. Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.

Ich würde sie als wichtiges Grundwissen definieren.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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3 Antworten zu Die Clarke’schen Gesetze

  1. gloriamonique schreibt:

    Wer ist dieser Clark, der diese Gesetze aufgestellt hat?
    Wobei es sich bei dem ersten genau genommen um kein Gesetz handelt, da Gesetze per definitionem eine umfassende Gültigkeit ihres Inhaltes implizieren. Von daher kann ein Gesetz sich nicht auf Möglichkeiten beziehen.

    • Talianna schreibt:

      Arthur C. Clarke war ein Science-Fiction-Autor, der unter anderem die Vorlage für den Film „2001 – Odyssee im Weltraum“ geschrieben hat. Darauf beziehen sich die Clare’schen Gesetze auch – auf SciFi-Literatur – bezungnehmend auf die drei Newton’schen Axiome. Der Bezug auf Wahrscheinlichkeiten im ersten „Gesetz“ ist auch kein Übersetzungsfehler, sondern auch im englischen Original so formuliert. Das Ganze unterliegt – analog zu vielen anderen augenzwinkernden Formulierungen von (meist drei) Axiomen für bestimmte Bereiche (Genre-Literatur etc.) – natürlich einer gewissen humoristischen Ungenauigkeit. Ich habe das Wissen darum ganz dreist vorausgesetzt – im Wissen, dass ich das eigentlich nicht voraussetzen sollte. 😉

      • gloriamonique schreibt:

        Ich kenne mich im Sci-Fi-Bereich nicht sonderlich aus, aber solche pseudowissenschaftlichen fakten reizen mich dann doch immer wieder, mich damit auseinanderzusetzen 😉

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