Blindschleiche am Aufbäumen

Beim Rennen durch den Wald in der Nähe meines Heimatdorfs lag heute – wie das öfter mal der Fall ist, so ein geodreiecklanger Bindfaden mit ganz leicht verdicktem Kopf auf dem Weg. Eine Blindschleiche, glaube ich zumindest. Normal liegen die Biester still und haben wohl mehr Angst vor mir als ich vor ihnen – meiner Schlangenphobie zum Trotz.

Dieses Mal begann das Tier, als es meine Schritte auf dem Boden spüren musste, sich zu winden und den Kopf zu recken. Meine blöde phobie-behaftete Phantasie stellte sich vor, es wolle mich anspringen, vermutlich wollt’s aber nur warnen – oder flüchten, wusste nur nicht, wohin. Bis allerdings die Bewegung abgeschlossen war, war ich längst vorbei – und als ich nochmal über die Schulter sah, war das Tier weg.

Was mich ein bisschen stolz macht: Trotz aller Angst vor Schlangen (und ja, ich weiß, biologisch-streng sind Blindschleichen keine Schlangen) ging der Puls kaum hoch – vier, fünf Schläge die Minute mehr, vielleicht für 30 Sekunden. Dann war wieder Ruhe.

Advertisements

Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
Dieser Beitrag wurde unter Blick über die Leitplanke, Laufendes abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s