Pro-Europäisch aus aktuellem Anlass (Deutsch und Englisch)

If you scroll down, you will find an English translation of the text.

Diesen Text habe ich am 09.05. auf Facebook geteilt. Er nahm sich die Reaktion deutscher, konservativer Politiker zum Anlass, die ihre Erleichterung über die Wahl von Emmanuel Macron statt Marine Le Pen zum französischen Präsidenten schnell vergaßen, als er (unter anderem) Euro-Bonds, gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik, einen europäischen Wirtschaftsminister und gemeinsame europäische Sozial-Mindeststandards vorschlug.

Da bekunden sie alle Erleichterung, einen Pro-Europäer statt einer rechtspopulistischen Anti-Europäerin in Frankreich als neuen Präsidenten zu sehen …

… und wenn dieser Pro-Europäer pro-europäisch und integrativ denkt (Euro-Bonds, gemeinsame europäische Wirtschaftspoltik, europäischer Finanzminister und gemeinsame europäische Mindest-Sozialstandards), kriegen sie alle Angst.

Es mag meine Naivität sein, aber ich halte gemeinsame Wirtschaftspolitik und Eurobonds (natürlich mit Begrenzung, wie viel man damit aufnehmen kann) für eine Konsequenz aus der Währungsunion, gemeinsame Sozialstandards für eine Konsequenz der Freizügigkeit …

Ich würde sogar so weit gehen, dass es dabei nicht bleiben darf und wird, wenn Europa als solches überleben soll – im Zusammenhalt und in Konkurrenz zu den Großmächten unserer Zeit. So weh das manchen Leuten tun mag, wenn wir nicht bedeutungslose, kleine Nationalstaaten, von den Launen von Großmächten und  sogar Schwellenländern geschüttelt, werden wollen, unsere Werte verteidigen und verbreiten, dann wird der Weg in Richtung „Vereinigte Staaten von Europa“ gehen müssen.

I posted the following text on my facebook wall on May 9th, when conservative German politicians instantly got over their relief about Emmanuel Macron being elected as French president instead of Marine Le Pen. They criticised him harshly for suggesting Euro-Bonds, joint european politics in economy, a european minister for economy and common social standards for the whole EU just after he was elected.

Just as everyone in Germany sighs in relief about a pro-european new French president instead of a right, anti-european demagogue …

… and then everyone gets scared when this pro-european thinks pro-european and imagines a progression of european integration with Euro-Bonds, joint european economics and common social standards in Europe.

It may be naive, but I think, a joint european agenda in economy and Euro-Bonds (with some limits) are a consequence of a common currency. Also, common social standards are a consequence of the Schengen treaty.

I would take this even further: in order to stand together and on par with the leading nations of our world, Europe has to be taken to another level. Even though many are scared of this change, Europe’s way has to be towards „United States of Europe“. The alternative is to be divided into nations that feel a lot bigger than they are. Neither the leading nations of our world nor the rising ones will consider the interests of and principles held up by any single european nation.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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