Becher …

Am heutigen Morgen hatte ich anlässlich der Staus auf der A8 mal wieder einen Zwischenstopp am Rasthof Pforzheim. Das wird allmählich zur schlechten – oder vielleicht auch guten? – Angewohnheit. Dort fiel mir allerdings nach meinem kurzen Besuch auf der Toilette etwas auf:

Es ging um die Becher. Ich habe mir natürlich noch meinen Toiletten-Voucher-Rabatt beim Kaffee geholt und beobachtete die Leute, die sich Kaffee holten oder Kaffee tranken. Vor mir schleppte einer seinen „Starbucks“-Reise-Becher zur Theke und bat darum, statt in einen Einwegbecher seinen Kaffee zum Mitnehmen in den wiederverwendbaren und auch wiederverwendeten Becher zu bekommen. Das schien zuerst an der Höhe des Bechers zu scheitern, weil dieser nicht unter den Auslass der Kaffeemaschine des Coffee Fellows Standes zu passen schien. Dann allerdings machte der Herr hinter dem Tresen es möglich. Anschließend bemerkte ich ein oder zwei weitere Herren mit wiederverwendbaren Bechern, die dort Kaffee tranken. Das fand ich super. Freilich, das alles ist noch ungewohnt, aber es geht in die richtige Richtung.

Im Gegensatz dazu rollten sich mir dann allerdings die Fußnägel hoch, als ich einen Herrn am selben Tisch wie die drei Re-Use-Becher seinen Kaffee vor Ort aus einem Einweg-Becher trinken sah. Ich meine, wenn man keinen wiederverwendbaren Becher parat hat und gleich wieder los muss, ist das ja eine Sache. Aber wenn man vor Ort Kaffee trinkt, finde ich den Einwegbecher eine schlechte Lösung – schließlich gibt es ja die lokalen „Re-Use“-Tassen mit Untertasse und allem drum und dran, und die sind auch noch stylish. Imprägnierte Pappe wird in viel zu sorgloser Manier und viel zu großer Menge dort verbraucht, wo ohne wiederverwendbaren Becher im Gepäck ein Kaffee mitgenommen werden muss – aber da ist es noch irgendwie verständlich, warum. Vor Ort den Coffee to Stay im Einwegbecher to Go zu trinken, das schmerzt.

Nicht, dass ich dauernd und übermäßig viel über sowas nachdenken würde, da bin ich selbst oft zu sorglos. Aber am Tisch in der Raststätte stehen und aus dem Wegwerfbecher Kaffee trinken, wo ich eine gescheite, abwaschbare Tasse kriegen oder einen wiederverwendbaren Becher benutzen könnte, das würde mir nicht einfallen.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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