Soundtrack-Sucht!

Seit einigen Tagen läuft bei mir im Auto permanent ein gewisser Soundtrack. Es ist der Soundtrack der Neuverfilmung von „Beauty and the Beast“ mit Emma Watson, Dan Stevens und Luke Evans in den Hauptrollen. Gesehen habe ich den Film – auf Deutsch – vor einer Woche, am Montag danach gleich den Soundtrack gekauft und erstmal auf Deutsch gehört. Dann war ich neugierig, wie die Originalstimmen klingen. Und siehe da, ich war verliebt. Besonders begeistert haben mich Emma Watson als Belle, Dan Stevens als das Biest, Ewan McGregor als Lumière, Ian McKellen als Cogsworth und vor allem Emma Thompson als Mrs. Potts.

Im Kino habe ich mehrfach geweint, und immer noch kriegt mich dieser Soundtrack an den Rand der Tränen oder auch über diesen Rand hinaus. Diese unglaubliche, tiefe Liebeserklärung mit monumentaler Verzweiflung, das Ausgeliefertsein, das Dan Stevens so herrlich in „Evermore“ hineinlegt – eigentlich ein Lied, dessen Inhalt man normalerweise (freilich etwas angepasst) eine sich nach dem Prinzen verzehrende Prinzessin singen könnte! Dieses wundervolle, hoffnungsvolle „Something There“, in dem das zarte Pflänzchen einer Annäherung besungen wird, so wundervoll und schön, ohne gleich die ganz große Liebe beschwören zu wollen! Überhaupt eine wundervolle Sache, dass in „Beauty and the Beast“ nicht die berüchtigte Liebe auf den ersten Blick beschworen wird, sondern sowohl der Prinz (bzw. das Biest) die ihn erlösende Liebe erst langsam erkennt, als auch Belle erst so richtig zum Biest findet, als dieser nichts mehr erzwingen will! Ebenso ganz besonders sind die Lieder von Belle im Dorf, mit den herrlichen Äußerungen von Abscheu gegenüber dem Konzept, Gaston zu heiraten! Und dann ist da natürlich das zweimal aufkommende „How does a Moment last forever“, das ich an Kevin Kline und auch an Emma Watson („Knowing the Paris of my Childhood is gone“) so unglaublich schön finde!

An großen, fröhlichen Elementen ist dann noch „Gaston“ (Josh Gad, Luke Evans und das Ensemble), größtenteils beschwingter Walzer, dann aber auch andere Rhythmen – spanisch (klingt ein bisschen nach musikalischer Stierkampf-Illustration – und so lange es nur die Musik ist … ) und französisch (hier glaube ich, Cancan-Elemente gehört zu haben). Und ganz klar, das vielleicht lustigste, fröhlichste und für den Film namens- und auch ansonsten prägendste „Be Our Guest“, in dem ich neben Ewan McGregor auch die bewusst Teekannen-Mama-haft schrägen Passagen von Emma Thompson regelrecht verschlinge.

Das klingt wie eine Liebeserklärung an den Film, seine Musik und seine Schauspieler/Sänger? Genau das ist es auch. Ich liebe den Film aber nicht nur seiner Musik wegen, dazu ein paar Ansätze habe ich ja schon am Freitag geliefert. Aber ich glaube eigentlich, da wird noch etwas mehr kommen, zur Figur von Belle und den raffinierten Volten, die „Beauty and the Beast“ im Vergleich zum typischen Disney-Konzept Prinzessin und „Prince Charming“ schlägt. Aber hier soll’s erstmal genug sein mit der Liebeserklärung an den wundervollen Soundtrack.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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3 Antworten zu Soundtrack-Sucht!

  1. Sabryna88 Rsi From Switzerland schreibt:

    I can ask you if you want to listen to the Italian version of the Song? Really nice although many do not understand. You can find below in the google drive

    https://drive.google.com/open?id=0B1PKAUfJOrO6aDBOX2tYbGpfaDA

    • Talianna schreibt:

      Hey there! The Italian version is really nice, too. I still prefer the original English version, as my skills in Italian are limited at best and I just LOVE Emma Thompson’s voice. I did not know Giovanna Rappatoni before, but she’s probably a similar good choice for the voice of Mrs. Potts as Marion Martienzen for the German version.

      Thanks for the pingback 🙂

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