Wir laufen, laufen, laufen!

„Hey! Hier! Jetzt komm’n wir!“

„Auf und nieder, immer wieder!“

„Wir laufen, laufen, laufen!“ – „Das reimt sich nicht, Blödi!“ – „Ist doch egal! Laufen, laufen!“

Diese Unterhaltung stammt aus dem Spiel Guild Wars 2, dem ich in meiner Freizeit gerne fröne. Einige Skritt – das sind rattenartige Wesen, die aber halbmenschengroß sind, einigermaßen intelligent und immer scharf auf „Glänziges“, haben auf einer vulkanischen Insel eine Art Seemanns-Piraten-Kollektiv gebildet und die obigen Sätze sagen einige jugendliche Skritt, die vom Quasi ersten Maat ausgebildet werden, zu guten Matrosen.

Ich habe das ganz dreist als Aufhänger benutzt, um hier zu verkünden: Die zweite Lauf-Aktion dieses Jahr endete nicht in einem Regendesaster, sondern verlief erfolgreich. Laufend mich selbst mit Selbstgesprächen motivierend bin ich 10,2 Kilometer durch Bietigheim und über die Felder gelaufen, nicht schnell, aber eben doch 10,2 Kilometer und damit recht schnell wieder ganz schön weit.

Und nun fühle ich mich großartig.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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8 Antworten zu Wir laufen, laufen, laufen!

  1. Ruhrköpfe schreibt:

    Aporopos Laufen, hast du zufällig Erfahrung mit Barfuss-Schuhen? Liebe Grüße aus dem sonnigen Do, Annette

    • Talianna schreibt:

      Hallo Annette,
      ja, ich habe in der Tat Erfahrungen damit. Ich bin nun nicht der große Laufprofi, aber ich habe es ausprobiert. Ich wurde im Vorfeld gewarnt, vorsichtig zu Laufen und alles …
      Viele haben mir Angst gemacht wegen der Knie, der Gelenke, auch die Reibung zwischen den Zehen und die daraus resultierenden Anspannungen kamen zur Sprache.
      Am Ende hatte ich allerdings schon zuvor immer mal wieder versucht, mehr auf dem Mittelfuß aufzukommen und nicht allen Aufprall auf der Ferse zu entladen – das ist auch ohne Dämpfung schonender und zudem schneller. Den großen Muskelkater in den Waden hatte ich also schon abgearbeitet. Mir persönlich macht es sehr bewusst, wie ich teils falsch gelaufen bin und Schockwellen von der Ferse über den Knochen ins Knie und bis zur Hüfte geschickt habe – sehr unschön und auf Dauer nicht gut. Mir machen die Barfuß-Schuhe auch sehr bewusst, wie leicht man mit starker Polsterung vergessen kann, dass man einen großen, mächtigen Speicher für Anprall-Energie hat – die Kombination aus Fuß, Sprunggelenk und Wadenmuskel. Gerade bei hinten dick gedämpften Schuhen finde ich es teils schwierig, nicht auf der Ferse aufzukommen – und das wieder Abspringen ist dann deutlich schwerer, als wenn man mit halb schwebender, mindestens nicht voll belasteter Ferse Energie im Sprunggelenk und den beiden Hebelarmen daran – Fuß und Wade – speichert, die man dann für den Absprung wieder freisetzt.
      Das sind aber nur meine persönlichen Erfahrungen. Allerdings decken sich folgende Ansagen mit vielem, was ich gelesen habe: „Nicht auf der Ferse aufkommen, besonders nicht, wenn man keine Dämpfung hat.“ – „Mittelfuß-Aufkommen ist schneller als über die Ferse Abrollen.“ – „Anfangs ist die Belastung von Fußmuskeln und Wade in Barfuß-Schuhen größer, langsam Angehen, der Muskelkater kann auch dann fies sein.“
      Ich hoffe, ich konnte Dir damit weiterhelfen!
      Viele Grüße,
      Talianna

      • Ruhrköpfe schreibt:

        Hallo Talianna,

        sehr sogar, danke dir für die ausführliche, prompte Rückmeldung.

        Meine sind nun bestellt und ich werde zunächst mit sehr kurzen Distanzen einsteigen, nachdem ich seit vielen Jahren mit den üblichen Polstersohlen laufe. Ich bin sehr gespannt, wie ich damit klar komme…

        Welche Variante bevorzugst du?

        Viele liebe Grüße, Annette 🙂

        • Talianna schreibt:

          Ich variiere sehr gerne. Ich habe zu Zeiten, als ich dreimal die Woche gelaufen bin (ob das dieses Jahr wieder kommt, sei dahingestellt), meine drei verschiedenen Paare Laufschuhe abgewechselt: Asics mit Gelpolsterung, ein Paar mit Mizuno Wave und die Fivefingers. Von den Asics bin ich ziemlich abgekommen, Spaß machen die Mizunos und die Fivefingers gleichermaßen. Insbesondere, wenn man auch mal mit dem, was die Füße können, zwischendrin rumspielt (mal auf den Zehen Gehen zwischendrin, einfach die Beweglichkeit und Flexibilität der Füße, sei es nach einem System, sei es nach Lust und Laune), machen sich die Fivefingers viel besser. Aber für mich lebt es von der Abwechslung.

          Nur das eine Problem ist dabei: Die Asics behindern gefühlt den Laufstil, der bei den Fivefingers absolut nötig und bei den Mizunos angenehm und schnell ist. Deswegen sind die zunehmend zu Spaziergeh-Schuhen und anderweitigen Aktivitätsschuhen geworden und werden kaum mehr belaufen.

      • Ruhrköpfe schreibt:

        erste Rückmeldung nach einer kurzen Geh-Runde: fühlen sich großartig an, möchte ich gar nicht mehr ausziehen 😀 Damit Laufen traue ich mich noch nicht

        • Talianna schreibt:

          Das klingt sehr gut – wie gesagt: Ferse Absetzen tut darin weh, das sollte man sich dann abgewöhnen. Das ist aber auch in „normalen“ Schuhen nicht gerade gut für die Gelenke.

          Ich bin gestern neun Kilometer auf meinen gelaufen – ich werde meine Waden merken, fürchte ich – zumal es dunkel wurde und ich heim wollte, daher habe ich einiges an Tempo gemacht … meine zehn Kilometer am Sonntag waren bei 7:30 pro Kilometer, gestern waren es neun mit 6:32 pro Kilometer …

          • Ruhrköpfe schreibt:

            wow, davon bin ich mit den Neuen noch ganz weit entfernt. Ich werde das langsam steigern, zumal ich gestern vorher noch meine Waldrunde mit den normalen Laufschuhen absolviert habe 🙂

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