Kommandobrücken-Refit

Die neue Kommandobrücke vom Turbolift aus gesehen … links im Bild der Hauptschirm, links in der Ecke die Station des ersten Offiziers, daneben allgemeine Service-Stationen und der Blick auf das Hangardeck, rechts in der Ecke die Wissenschafts-Station. Vorne im Bild ist die Kommando-Couch zu sehen.

Alles viel kompakter, zudem wurde eine Farbanpassung anlässlich neuer Staffel vorgenommen. Etwas weniger Farbsättigung, etwas weniger Rotton in den Stationen – bereit zu neuen Abenteuern wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist.

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Umbau

Nach gestrigem Ausfall mit Kopfschmerzen wird heute die Wohnung umgebaut. Unser Wohnzimmer wird ja in Fachkreisen als „die Brücke“ oder „die Kommandozentrale“ bezeichnet, da sich zwei Schreib- und Computertische darin befinden, mit den Rechnern und allem drum und dran. Dazu kommt dann noch der große Bildschirm, der an BluRay-Spieler und Konsolen dran hängt, dazu noch am Netz.

Die Station des ersten Offiziers, also meines Mannes, bekommt nun ein neues, ergonomisches Design. Bislang standen seine Monitore für ihn zu hoch, ingesamt war der Tisch auch zu sehr auf das Fenster ausgerichtet – mit diversen Nachteilen. Diese wird der neue Schreibtisch beheben. Dazu kommt eine neue zentrale Drucker- und Telefonkonsole. Da mein alter Eckschreibtisch farblich nicht mehr passte, haben wir den auch ersetzt – gleiche Form, andere Farbe. Da eh schon langsam ein gewisses Nachlassen der Strukturintegrität meiner Captains-/Wissenschaftsstation zu verzeichnen war, ist dieses Ersetzen eine tolle Maßnahme – erst recht, weil die neue Farbe („Eiche Sonoma“, scheint gerade sehr in Mode zu sein) besser zum allgemeinen Farbschema der Wohnung passt als das vorherige, rötlichbraune „Nussbaum“.

Diese Arbeit beschäftigt uns nun heute – sein Schreibtisch ist schon weg, meiner steht noch (sonst könnte ich hier auch ganz schlecht posten). Ich bin mal gespannt, ob wir heute fertig werden – und ich denke, es gibt dann auch ein Foto von der neuen Kommandozentrale hier auf dem Blog.

Das Abenteuer

Heute habe ich bisher keine Korrekturen an meinem Buch vorgenommen, sondern eine etwas andere Agenda verfolgt. Mein Mann sitzt auf seinem Schreibtischstuhl etwas tief, so dass der Monitor-Aufbau, der an meinem Schreibtisch genau richtig ist, für ihn zu hoch ist. Er trägt sich schon eine Weile an der Idee ab, einen neuen Schreibtisch zu kaufen …

Heute waren wir Möbel abholen, eigentlich nur eine Kommode für’s Bad, aber es ergab sich, dass wir genau das gefunden haben, was wir für ihn brauchen: einen Eckschreibtisch, der ohne Aufbau für den Monitor montiert werden kann, dessen Platte bis wirklich in die Ecke hineinreicht, in der der Schreitisch postiert ist, und der genau die richtige Höhe hat. Dummerweise war dieser Schreibtisch in der passenden Farbe zu meinem Eckschreibtisch nicht mehr verfügbar …

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben zwei Schreibtische und eine Kommode gekauft. Natürlich waren wir wieder mal nicht darauf eingestellt, eine solche Menge vor allem solcher großer Pakete zu transportieren – und so wurde eine Ladungssicherung bei offener Kofferraumklappe mittels Seilen improvisiert. Das Ganze war fest und sicher, wo auch schon das Gewicht der Pakete und ihr Eingeklemmtsein sie festgehalten hätte – aber Ladungssicherung ist Ladungssicherung. Aber: Fahren mit offener Heckklappe ist Fahren mit offener Heckklappe und damit für mich schrecklich ungewohnt. Dennoch: beim Ausladen habe ich gemerkt, dass die Ladungssicherung bombenfest saß und alles gut war, ich hab’s kaum aufgekriegt. Ein wenig oder vielleicht auch mehr als ein wenig angestrengt von dieser Fahrt bin ich dennoch.

Nun freue ich mich aufs Aufbauen und Umstellen – und habe ein wenig Sorge vor dem Entsorgen der alten Schreibtische.

Arbeit im Sommer

Ich habe Urlaub – und damit eine Menge Zeit, an meinem Buch zu arbeiten. Endlich geht es wieder richtig voran, nach einigen recht stressigen Zeiten in den letzten Wochen. Vier Kapitel habe ich heute bearbeitet – und damit 56% des Textes auf „Post-Lektorat“-Stand gebracht, also quasi final.

Das Ganze sieht lässig aus und fühlt sich auch so an, aber erstaunlicherweise ist es deutlich produktiver, als Abends in der Wohnung dazusitzen. Das Weißbier dazu soll nicht den Hemingway-Spruch bestätigen, nach dem Literatur zu 10% aus Inspiration und zu 90% aus Whiskey besteht (oder waren die 90% Transpiration? Mit der kann ich an diesem Sommertag durchaus dienen, trotz Arbeit im Bikini).

In jedem Falle ist es herrlich, im Freien zu arbeiten, auf einem für die Aufgabe optimierten System.

Auswirkungen

Heute morgen war mal wieder ein reichlich spezieller Tag auf meiner Pendelstrecke. Sicher, ich bekomme immer wieder zu hören: „Da wird doch immer und überall gebaut.“

Das mag richtig sein, aber es gibt deutliche Abstufungen. Heute Morgen waren es auch nicht die Fahrbahnerneuerungen zwischen Heimsheim und Leonberg West sowie im Leonberger Dreieck, auch nicht der Brückenneubau zwischen Leonberg Ost und dem Stuttgarter Kreuz. Nein, heute früh ging es schon viel früher los.

Seit einiger Zeit lasse ich mich ja von Google Maps lotsen, da die Abschätzungen der Verzögerungen durch Staus ziemlich gut sind, zumindest bei meinem Fahrstil. In aller Regel sind die Abweichungen von der Prognose unter 10%, was bei einem so variablen System wie dem Straßenverkehr zur Stoßzeit schon ziemlich gut ist. Nur hat Google Maps ein Defizit, das mir schon mehrfach aufgefallen ist – und heute morgen stieß mir das mal wieder besonders sauer auf.

Aber von vorn. Klein-Tally aka Miss Highway Tales startete also ihren netten kleinen Aygo, drehte den noch nach Westen schauenden Bug in Richtung Osten und wartete, was Google Maps zur Strecke sagen würde. 1:12 für 86km zur Stoßzeit klangen nun schon recht hoffnungsvoll, also verließ ich mein malerisches Heimatdorf Bietigheim und steuerte über die obere Hardt Richtung B3. Als ich durch den Kreisel am Industriegebiet durch war, entlockte mir mein navigierendes Telefon ein Stirnrunzeln: wie bitte? Ich sollte Richtung Süden fahren, um in Rastatt Nord auf die Autobahn zu fahren? An der Ampel guckte ich also mal kurz, wie es auf der B3 Richtung Norden aussah – denn eigentlich fahre ich ja immer in Karlsruhe Süd auf die A5. Die B3 war zwischen meinem Standort und Neumalsch, danach nochmal zwischen Bruchhausen und Ettlingen ein einziger roter Strich. Stau auf der Bundesstraße, Verzögerungsprognose im Bereich einer Stunde! Also beschloss ich, auf Frau Google zu hören und bog tatsächlich Richtung Süden ab, freute mich auf die hübsche Umfahrung der komplexen Kreuzung von B3, B36 und B462 nördlich von Rastatt, um dann zu schauen wie mein Auto, nur erheblich langsamer.

Was Google mir nämlich nicht gesagt hatte, war die Tatsache, dass die Auffahrt Rastatt Nord Richtung Karlsruhe gesperrt war und vermutlich noch eine Weile ist. Fahrbahnerneuerung! Dieses Mal war es wenigstens so, dass die Sperrung noch nicht eingetragen war. Google Maps hatte mich in der Vergangenheit schon ein paar Mal knallhart in Sperrungen hineingeleitet, die sogar schon auf der Karte von Google Maps verzeichnet waren.

Also fuhr ich nett über die vermeintlich vermiedene komplexe Kreuzung und hoffte, der Stau auf der B3 möge nicht so schlimm sein. Doch es war eben doch so schlimm. Das hat mehrere Gründe: die B3 führt hier über eine recht lange Strecke zwischen Industriegebieten mit Speditionen, Kurierservices und so weiter hindurch, dazu gibt es eine ziemlich schwierig geschaltete Ampel in Neumalsch, wo die Kreuzung zudem eigentlich zu eng ist für den Verkehr von der B3, der Richtung Industriegebiet Malsch abbiegen will. Außerdem kam steigernd hinzu, dass gerade an der B3 gebaut wird, und zwar in Ettlingen, wo der Verkehr aus Ettlingen und der Verkehr von Süden Richtung Autobahn sowie Richtung Karlsruhe miteinander verknotet wird. Zusammen mit all dem Verkehr, der normal in Rastatt Nord auf die A5 fährt, war das natürlich eine mittlere Katastrophe. Im Endeffekt habe ich das Ganze dann mittels der B36 umgangen und hätte ohne gewisse Irrwege nur 10 Minuten verloren, nicht die 35, die mir tatsächlich verloren gingen.

Was ich mich allerdings frage: Sowohl die Baustelle an der B3 als auch die Autobahnauffahrt betreffen nur Straßen in Verantwortung des Bundes. Eine Bundesstraße, eine Auffahrt von einer Bundesstraße auf eine Bundesautobahn. Eigentlich könnte man sich doch denken, dass bei Sperrung einer Auffahrt und Baustelle an der wahrscheinlichsten Ausweichauffahrt ein ziemlicher Kollaps des Berufsverkehrs droht, erst recht, wenn noch viele LKW dazwischenhängen und es auf der Strecke ohnehin auch ohne Baustellen besser laufen könnte … aber wie mir scheint, wird so etwas nicht bedacht.

Dahingehend möchte ich auch nochmal anmerken: Ich hatte ja schonmal beim Bundesverkehrsministerium und beim Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg nachgefragt, ob im recht dicht mit Dörfern und Industrie bevölkerten Bereich zwischen Ettlingen und Rastatt nicht vielleicht eine Auffahrt in Höhe Malsch oder Muggensturm nicht vielleicht sinnvoll sei … damals wurde mir beschieden, zu eng nebeneinanderliegende Anschlussstellen würden abgelehnt und so sei das auch an dieser Stelle – Rastatt Nord und Karlsruhe Süd liegen auch nur 14km auseinander. Eine entsprechende Initiative der Gemeinde Malsch sei abgelehnt worden. Da kommen einem dann Karlsruhe Süd, Ettlingen, Karlsruhe Mitte, Karlsruhe Durlach und Karlsruhe Nord ein wenig wie Hohn vor … eine ordentlich angebundene Anschlussstelle in Höhe Malsch, vielleicht mit einer B3-Umgehung um Neumalsch mit Anbindung an eine solche Auffahrt würde aus solchen Ausnahmezuständen und aus dem normalen Stoßzeitwahnsinn der Gegend viel Druck herausnehmen. Aber wie gesagt – es wird nicht für nötig befunden.

Phantastische Mitbewohner

Das ist nun vielleicht ein bisschen skurril für manche von Euch, aber …

Mein Mann und ich fuhren vor einigen Jahren gemeinsam in den Urlaub – es war der erste gemeinsame Urlaub. Eher unspektakulär: wir besuchten verschiedene Freunde an verschiedenen Orten, guckten uns ein Musical an … Damals waren wir auch noch nicht verheiratet, auch wenn wir im Musical für ein Brautpaar gehalten wurden, da wir uns ziemlich rausgeputzt hatten.

Nun muss ich dazu sagen, dass sowohl mein Mann als auch ich Katzen und ihre Eigenheiten lieben, aber beide leicht allergisch sind, also keine Katzen halten sollten. Zudem habe ich noch ein Faible für das Kinderbuch „Die kleine Mau“. Somit ersetzten wir auf dieser Reise so ziemlich jedes Wort, das uns spontan nicht einfiel, durch „Mauze“ oder „Mauzen“. So kam es, wie es kommen musste – auf der Fahrt nach Hause, es war auf der A61 irgendwo zwischen dem Kreuz Bliesheim und dem Kreuz Meckenheim fragte ich nach der Temperatur. Mein heutiger Ehewolf, damals noch mein Freund und Wolf, erklärte, draußen habe es 25 Mauzen. Zufällig hatte es auch 25°C laut Außentemperaturfühler am Auto, aber solche zufälligen Koinzidenzen passieren eben. Wenn da nun 25 Mauzen an der Autobahn stehen und trampen, wer bin ich, sie stehen zu lassen? Also nahmen wir die kleinen Anhalter mit.

Zwei Ausfahrten später erklärten die 25 Mauzen sehr entschlossen, sie hätten noch was zu tun und ließen sich absetzen. Aber offenbar hatte es den possierlichen Tierchen, die übrigens außer meinem Ehewolf und mir nur von sehr wenigen Leuten gesehen werden können, bei uns recht gut gefallen: wenig später hatten wir eine Mauzen-Invasion zuhause, und die 25 Mauzen zogen bei uns ein.

Wir haben mittlerweile das eine oder andere über die Mauzen herausgefunden: sie sind unsichtbar, verspielt und sehr intelligent. Außerdem sind sie sehr verfressen. Während wir uns die Serie Babylon 5 anschauten, eröffneten uns die Mauzen, sie seien außerirdische Invasoren von Saha’Schlau, dem Katzenplaneten. Sie seien von dort gekommen, um sich die Erde anzuschauen, auf der ja schon viele Kolonisten von Saha’Schlau lebten – denn alle Katzen seien irgendwann von Saha’Schlau auf die Erde gekommen. Eigentlich sind die Katzen auch keine Besucher oder Kolonisten, sondern sie haben die Erde „invasiert“, wurde uns eröffnet. Auf die Frage, wie das den ginge, erklärten die Mauzen, Katzen seien eben sehr schlau, sie würden unschuldig gucken und kuschelig sein, und so hätten sie die Weltherrschaft übernommen. Diese unbestreitbar logische Erklärung brachte uns dann zu der – zugegeben kleinkarierten – Frage, wie die Katzen denn von Saha’Schlau zur Erde gereist seien. Ganz klar: mit Hilfe eines weltraumtauglichen Gefährts namens „Katzenflugzug“, betrieben mit Schnaufen und Mauz-Geräuschen.

Wie das genau funktioniert, wollten uns die Mauzen nicht beantworten: „Geheimnisvoll!“, so war die Erklärung. Mittlerweile ist uns der Verdacht gekommen, dass die Mauzen so ziemlich alles, was sie selbst nicht verstehen, total begeistert als „geheimnisvoll“ bezeichnen.

Inzwischen haben mein Ehewolf und ich uns mit den 25 Invasoren in unserem Haus arrangiert. Die Mauzen haben auch Aufgaben in unserem Haushalt übernommen: sie fressen den Kühlschrank leer, passen auf das Bett auf, wenn wir nicht drin liegen und achten allgemein auf viele Dinge, für die wir zu beschäftigt sind. Eine gewisse Arbeitsteilung gibt es bei den Mauzen auch. Da wir ihre Namen nicht aussprechen können, haben sie Halsbänder mit Nummern drauf an – Nummer 1 ist zum Beispiel Chef der Mauzen. Damit es für uns Erdbewohner einfacher ist, haben die Mauzen auch darauf geachtet, dass alle Mauzen mit ungerader Nummer Kätzchen sind und die mit gerader Nummer Katerchen. Eine ganz wichtige Aufgabe kommt Nummer 3 zu, denn sie ist die Vernünftige, was bei unseren Chaos-Mauzen durchaus eine Beruhigung ist. Heute Morgen hingen Nummer 16 und Nummer 18 an den gestern vom Fahrradfahren beanspruchten Beinen des Ehewolfs – denn Nummer 16 und Nummer 18 sind die Muskelkater.

Letztlich schreibe ich das hier vor allem, weil die Mauzen mich gefragt haben, ob ein Blog der 25 unsichtbaren, außerirdischen Mauzen vielleicht auch im für die Menschen sichtbaren Internet gut wäre – im Katzen-Internet sind sie bereits große Blog-Stars, sagen sie zumindest.

Wahrscheinlich haben die Mauzen mich vor allem deswegen gefragt, weil sie eine Übersetzerin brauchen. Denn was die Mauzen so erzählen, das klingt für uns meistens nur wie ein „Mau“, auch wenn es so viel bedeuten kann. Eigentlich dürfte es längst beschlossene Sache der Mauzen sein, dass sie auch das Internet der Menschen … „invasieren“ werden.