Wednesday Night Fever

Komischer Titel, ich gebe es zu.

Wednesday Night Fever ist allerdings derzeit ein nicht unbeträchtlicher Teil meiner Freizeitgestaltung. Es handelt sich dabei um die Gilde, die drei Freunde und ich für unser Mittwochabendliches Spiel in Guild Wars 2 gegründet haben. Inzwischen sind wir wieder eher zu dritt unterwegs, und ich halte in meinen Versuchen in WvW und PvE ohne meine Gildenkameraden die Flagge von Wednesday Night Fever hoch. Gelegentlich sind wir auch mal zu zweit unterwegs, wenn’s nicht Mittwoch ist.

Stellen sich nun zwei Fragen: Was ist Guild Wars 2 und warum spielt sie das? Und als zweites: Warum zum Henker „Wednesday Night Fever“?

Die erste Frage ist so einfach wie komplex. Nämlich beides sehr: Guild Wars 2 ist ein Online-Rollenspiel, und es vereint ein sehr hübsches Äußeres, eine riesige Fülle von sehr unterschiedlichen Spielinhalten und einem vernünftigen Balancing, das selbst Spieler-gegen-Spieler-Gefechte, die mir damals Aion vergällt hatten, für mich sehr attraktiv macht.

Die zweite Frage – nun, wie in den meisten dieser Spiele gibt es auch in Guild Wars 2 ein Tanz-Emote. Die bei Erstellung des Charakters zusammengeklickte Spielfigur führt dann die eine oder andere Tanzbewegung aus und das ist für alle anderen auch sichtbar, die über das Netz mit einem zusammen spielen oder auch nur zufällig in der virtuellen Gegend sind. Und genau das tat die Elementarmagierin meines Mannes nun, als wir noch recht frisch in Guild Wars 2 waren. Die Gruppe als solche war schon von Spiel zu Spiel nomadisiert. Und da wir immer Mittwochs zusammen spielen, egal, was wir sonst noch so im Spiel tun, und da wir nun das Tanz-Emote vor uns hatten … war der Name geboren: Wednesday Night Fever, kurz WNF. Wir sind natürlich nicht viele – weil wir eben eine kleine Gruppe von gelegentlichen Spielern sind, sogenannten „Casuals“. Aber ich steh‘ TOTAL auf unseren Gildennamen und trage ihn stolz im Spieler-gegen-Umgebung (Player vs Environment, PvE) und Welt gegen Welt (WvW) durch die Gegend, einfach, weil er schrecklich cool ist.

Advertisements

Freie Fahrt

Freie Fahrt. Ja. Ganz genau. Auf der A8.

Glaubt Ihr nicht? Naja. Meistens habt Ihr ja auch nicht unrecht damit. Aber es gab einen großen, großen Schritt in die richtige Richtung: sie ist fertig. SIE, genau sie!

Wer ist „Sie“? Diese mysteriöse „Sie“ ist die Baustelle zwischen Karlsbad und Pforzheim-West. Zwei Brückenbauwerke neu, Erweiterung von zwei schmalen auf drei breite Fahrstreifen, alles aus Asphalt und nicht den hitze-ausdehnungs-empfindlichen Betonplatten, dazu weniger Steigung und Renovierung einer weiteren Brücke. Von dieser Baustelle habe ich viel geschrieben, immer mal wieder, und noch mehr habe ich sie verteidigt und doch immer wieder über sie geflucht. Warum habe ich diese Baustelle verteidigt? Naja. Es gab immer wieder Leute, die über diese Baustelle sagten: „Die wird nicht fertig! Die bauen da schon ewig. Das geht doch nicht!“ Ja. Die bauten da schon ewig. Ja, es war … unangenehm, über vier Jahre hinweg durch eine Baustelle zu pendeln. Aber es war auch ein großer Wurf: Steigung rausgenommen, breitere, geradere Fahrstreifen, mehr Standstreifen, besserer Fahrbahnbelag. Zuletzt, ganz am Ende, war es besonders unangenehm: Alles schien fast oder sogar ganz fertig, und doch waren noch die linken Fahrstreifen gesperrt. Weisheitszähne im Reißverschluss und eine Verengung von drei auf zwei Streifen in der Abfahrt inklusive: Senkenstockung noch zum schlechten Einfädeln dazu. Dazu kam noch: laut Radio wurde das Ganze vor zwei oder drei Wochen offiziell eröffnet, von irgendeinem Politiker. Allein, fertig war’s immer noch nicht, und die linken Spuren blieben gesperrt. Und ich hätte fast jede Heimfahrt ins Lenkrad beißen können. Aber nun ist es rum. Die Baustelle ist abgebaut. 80 wegen neuem Fahrbahnbelag ist noch immer, aber was soll’s? Glatt, breit, wunderschön zu fahren. Ein Traum.

Sie – ja, genau, „sie“ ist fertig.