Mittelrheinfahrt

Genau das haben wir heute gemacht: Wir, das sind mein Mann und ich, sind von der Karlsruher Gegend über die A61 gefahren und haben uns dann die malerische B42 von Neuwied bis Bad Honnef entlang geschlängelt. Und die Hänge voller Reben, die Felsen, die Burgen, der Rhein – das war ganz großartig anzuschauen. Irgendwie war die B42, trotz ihrer Längen, den Geschwindigkeitsbegrenzungen und einigen Baustellen, wesentlich unstressiger zu fahren als die baustellenvollgepflasterte A61. Wobei die A61 meiner Erfahrung nach immer noch gegen die A3 ein Spaziergang ist, wenn man Richtung Köln möchte vom Südwesten aus.

Wir haben wundervollen Ausblick gehabt auf die Erpeler Ley und viele Burgen – und unterhalb der Erpeler Ley beim Restaurant Om Maat in Erpel haben wir dann auch gegessen, nach dem wir in Bad Honnef unser Hotel bezogen haben. Om Maat heißt nebenbei, wie ich lernen durfte, am Markt – denn genau da befindet sich das Restaurant. In Unkenntnis von Kölsch und gewünschter Aussprache hatte ich schon das Ganze ein bisschen à la Platt interpretiert und dachte, wir Speisen bei „Onkel Maat“, wurde aber dann eines besseren belehrt.

Jedenfalls sind die B42 als Natur- und Kulturschaustraße und das Om Maat in Erpel wirklich zu empfehlen!

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Nach einer Weile …

Nach einer Weile, die man krank ist, hat man keine Lust mehr, über die Krankheit zu schreiben. Und genau so ging es mir. Irgendwie hat mir das auch die Lust auf anderes Schreiben genommen, so dass ich meinen Furogama – also die Zusammenstellung aus Kohlebecken und Kessel für die japanische Teezeremonie – hier nicht präsentiert habe. Denn der ist nun da. Und ich habe auch nicht verkündet, dass ich das erste Mal unter Anleitung die Handlungen für Usucha, eine Art der japanischen Teezeremonie, im Unterricht bewältigt habe.

Nun geht es mir langsam wieder viel besser, ich fühle mich fast wieder normal – und habe nun Urlaub. Morgen geht es für einige Tage in die nicht ganz so ferne Ferne: Nach Bonn und nach Düsseldorf, dazwischen noch ein paar Freunde besuchen und so. Wir werden mit dem Auto fahren – zunächst einmal die B9 auf der anderen Rheinseite nach Norden, dann die A61 – und schließlich in Koblenz über den Rhein und die wunderschöne B42 bis fast nach Bonn fahren. Landschaftlich nicht so schön, dafür aber autobahntechnisch interessanter, geht es dann auf Ausflüge nach Düsseldorf, nach Kaarst, nach Bonn und vielleicht auch noch an ein paar andere Orte. Durch die Krankheit habe ich leider erst recht spät mit dem Organisieren angefangen.

Aber worüber ich eigentlich vor allem schreiben will, ist die B42 zwischen Neuwied und Bonn. Ich bin ja normal die große Autobahnfahrerin. Eine regelrechte Sammlung findet sich in einem Excel-File, mit Nummern, darauf gefahrenen Abschnitten, Kilometern und einer ganzen Reihe Statistik. Aber an vielen Stellen sind die schönen Strecken eben genau nicht die Autobahnen. Wie eben auf der B42, die ich allerdings nicht nur wegen der Landschaft fahren werde: Will man in die Gegend von Bad Honnef, ist es kürzer, in Bendorf/Neuwied von der Autobahn herunter zu fahren. Aber der Ausblick ist eben wunderschön. Die Bundesstraße schlängelt sich zwischen Rhein und Bergen hindurch, immer im engen Mittelrheintal, mit Felsen und Wald und kleinen Städten, malerisch und hochwassergeplagt. Wandern waren wir dort auch schon, zusammen mit einem meiner besten Freunde, von Unkel hinauf auf die Berge und dann hinüber zur Erpeler Ley. Darauf wird es dieses Mal wohl nicht hinauslaufen, aber ich hoffe zumindest, um’s Hotel in Bad Honnef herum wieder ein oder zwei Laufrunden drehen zu können, da es mir besser geht. Das sind dann zwar nur fünf Kilometer, aber besser als mit einer Riesenstrecke wieder anfangen.

Jedenfalls freue ich mich auf die Fahrt, die ich schon recht oft gemacht habe – sowohl nach Bonn als auch nach Düsseldorf – und hoffe, dass die Highlights wieder eben genau solche werden: Japanisch Essen und Shoppen in Düsseldorf, das Eko-Haus der japanischen Kultur in Düsseldorf besichtigen, Freunde treffen. Und so ganz nebenbei morgen Abend meinem Ehemann sein Geburtstagsgeschenk machen.

Vielleicht warte ich ja auch bald mit einem Bild meines Furogama auf. Aber vermutlich erst nach dem Urlaub,

Langsames Raustasten

Wie ich letzte Woche geschrieben habe, war ich krank. Und leider bin ich es immer noch. Ich leide an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung namens „Colitis Ulcerosa“, und zur Zeit hat es mich ganz schön umgehauen. Eine Colitis ist eine Entzündung des Dickdarms (Colon) und die Colitis Ulcerosa ist eine automimmune Variante davon. Ich habe also nicht einfach ’ne Magen-Darm-Grippe – wenn es das nur wäre.

Das Zeug kommt in Schüben, wie die meisten Autoimmunerkrankungen. So einen Schub habe ich gerade – den Höhepunkt hatte das Ganze vergangene Woche Mittwoch bis Freitag, da kam ich kaum noch vom Klo runter.

Was ich heute gemacht habe, wäre letzte Woche undenkbar gewesen: Ich bin zu Fuß zur Post und habe zwei Briefe weggeschickt (beide in Zusammenhang mit der Krankheit) und war dann zu Fuß beim Supermarkt. Alles in allem vielleicht sechs Kilometer, mit allem drum und dran fast zwei Stunden unterwegs. Und ich habe in der Zeit tatsächlich keinen Krampf gehabt. Freilich: Kaum hatte ich mich zu Hause hingesetzt, krampfte der Bauch und ich musste auf’s Klo und – aber lassen wir das.

Ich hoffe inständig, dass es weiterhin langsam besser wird – wenn’s kommende Woche nicht langsam wieder auf einem Level ist, dass ich Laufen gehen kann, dann werde ich wohl meinen Halbmarathon im September absagen müssen. Weil dann fehlt einfach Training, und ich möchte den Halbmarathon nicht „zu hoch drehend“ laufen. Das wäre nämlich auf die Gefahr hin, dass ich danach gleich wieder einen Schub kriege.

Aber ich hoffe das Beste – und mache mich robust gegen das Schlimmste. Nicht, dass ich es erwarte. Aber zumindest robust dagegen werde ich meinen Kopf machen. Aber immerhin: Die blöden Sprüche sind noch nicht weg, sagt mein Mann. Aber wären die mal weg, würde er sich auch wirklich Sorgen machen.

„Liebster Award“ – uhje, und nun?

Hallo zusammen, nun bin ich gerade ein bisschen überfordert.liebsteraward

Wobei: Ich bin’s schon eine Weile, denn Ruhrköpfe hat mich für den „Liebster“ Award nominiert. Ich zitiere dann hier erstmal die Regeln:

Die Idee des Awards: Andere Blogs und die Menschen dahinter kennen lernen. Dies sind die Regeln:

  • Beitrag zum Award schreiben,
  • Award-Bild einfügen und
  • andere Blogs verlinken, die man selbst nominiert.
  • 10 Fragen von deinem “Nominierer” beantworten. Selbst 10 Fragen für die von dir Nominierten ausdenken.
  • 10 Blogs mit unter 1000 Followern einen Kommentar hinterlassen, dass sie nominiert wurden.

Sollte ich übersehen haben, dass Ihr schonmal nominiert wart und/oder nicht (nochmal) mitmachen wollt – sorry dafür!

Die zehn Fragen, Ruhrköpfe an mich hat, sind:

  • Wie bist du auf die Idee für deinen Blog gekommen?
    Ich pendle von südlich von Karlsruhe nach Stuttgart. Da erlebt man so einiges auf der Straße und ich habe immer wieder auf Facebook darüber gepostet, mit der Zeit unter der Überschrift: „The Highway Tales“. Das fand ich sehr lustig und ziemlich gut, aber irgendwie fand sich natürlich nichts zusammen, da man ja kaum Themensortierungen auf seiner Timeline machen kann. Eine eigene Facebook-Seite war mir zu doof – und so entstand auf den Vorschlag einer Freundin hin dieses Blog hier.
  • Welchen Traum möchtest du unbedingt verwirklichen?
    Einen Roman Schreiben und auch unter die Leute kriegen. Der ein oder andere Ansatz existiert schon: Eine große Rahmenstory und eine persönliche Geschichte zweier Helden unter dem Arbeitstitel „Sternenbrennen“, ein Science-Fiction-Szenario hier, ein wenig inspiriert von C.J. Cherryhs „Pells Stern“, aber doch unabhängig davon. Eine gerade langsam wachsende Geschichte unter dem Titel „Am Rande des Strömungsabriss“, das auf Tethys spielt, einem Planeten, in den ich viele fiktive Dinge verbannt haben, die nah, aber nicht identisch mit unserer Wirklichkeit sind. Dann noch der „Howard-Goldstein-Vortex“, vom Gedanken her eher eine Serie in drei Staffeln als ein Roman in drei Teilen (nicht Bänden!), nichtsdestotrotz aber eine Idee, an der mir viel liegt – hier geht es um Glamour und um Ökoterrorismus.
    Irgendwann. Irgendwann gibt es eines der drei Bücher, vielleicht auch alle drei zu kaufen. Und sei’s nur selbstverlegt im Netz.
  • Gibt es ein Motto in deinem Leben, das du uns hier verraten möchtest?
    Alles ist gut, wenn man es probiert. Es ist vielleicht nur ein Mal gut. Aber es ist gut.
    Das habe ich meinem Rollenspiel-Charakter „Aus dem Weg“ in den Mund gelegt. Eine wandernde Nervensäge mit Magie, die nur zum Schabernack treiben taugt, viel Mitleid, viel derbem Humor und einem Drang, die Dinge verändern zu wollen – und selbst zu unstet zu sein, um mehr als nur die Veränderung anzustoßen.
  • Wer oder was inspiriert dich?
    Alles. Naja, fast alles.
    Klingt komisch? Ist aber so! Ehrlich! Ich erinnere mich, als ich mit meiner Schwester und meiner Mutter im Hobbyraum meines Elternhauses saß. Den Hobbyraum gibt’s nicht mehr, und meine Mutter ist leider seit acht Jahren tot. Aber damals liefen die French Open, wenn ich es richtig weiß – Tennis. Venus gegen Serena Williams, eine der Schwestern verletzt. Und man sah die eine Schwester mit der anderen mit Leiden, ob der Verletzung. Ein Krimi. Etwas später schrieb ich eine Geschichte über Schwestern, die sich einbilden, den Schmerz der anderen zu spüren, in meinen Gedanken kaum mehr als ein exotische psychische Erkrankung beider, aber für die beiden erschreckend real.
    Mich inspiriert der Stau am Karlsruher Dreieck – deswegen habe ich meine Kurzgeschichte „Der Stau“ geschrieben, die ihr hier unter Verkehrsliteratur und Prosa findet.
    Vor allem aber inspiriert mich: Das Erlernen der japanischen Teezeremonie. Das Zwiegespräch und gemeinsame Phantasieren mit meinem Nennbruder. Und die Menschen um mich herum, und ihre Dramen.
  • Was sind deine Interessen/Hobbies neben dem Bloggen?
    Ich schreibe gerne – Kurzgeschichten, Romane, Tagebuch. Alles Mögliche. Das hängt dann mit dem Rollenspiel zusammen, ist aber nicht identisch. Ich glaube, neben japanischer Teezeremonie und Laufsport ist mein wesentlichstes Hobby: Meine Geschichten erzählende Phantasie.
  • Dein Lieblingsbuch?
    Es sind zwei (genau genommen fünf, denn eines davon ist eine Viererserie):
    Reinhold Ziegler: Es gibt hier nur zwei Richtungen, Mister
    Tamora Pierce: The Song Of The Lioness
  • Für was stehst Du morgens gerne auf? Was treibt Dich an?
    Die Aussicht, wenn ich mein Leben verpasse, einen Moment zu verpassen, in dem ich vor Glück und Rührung Heulen könnte. Und für’s Erzählen – sei’s Vorlesung oder Praktikum Halten, Rollenspiel Leiten oder einfach eine Geschichte freihändig vor Publikum Erfinden.
  • Hast Du eine Marotte?
    Science-Fiction-Serien-Zitate! Wortspiele! … und diverse weitere.
  • Was kannst Du richtig gut?
    Träumen, Phantasieren – und Leute damit Fesseln. Da brauch ich dann aber meine Stimme, meine Hände und mein Gesicht für.
  • Welche Figur wärst Du am liebsten in einem Film?
    In unglaublich ehrlichen Momenten: Dr. Holly Goodhead in James Bond: Moonraker. Klingt kindisch und unrealistisch. Ist es auch. Aber es ist ehrlich.
    In etwas realistischeren Momenten: Lt.-Cmdr. Jadzia Dax, Star Trek: Deep Space Nine. Klingt komisch, ich weiß.

Zehn Fragen an die von mir Nominierten:

  • Kostüm und Superkräfte – welcher Superheld bist Du? Oder, wenn’s keinen passenden gibt oder Du keinen Passenden kennst, wie sähe Dein Kostüm aus, welche Superkräfte hättest Du, wen würdest Du bevorzugt retten?
  • Witzig oder nicht: Dein liebstes Wortspiel!
  • Das beste Essen der Welt ist:
  • Was steht auf Deinem Schreibtisch?
  • Ich bin nah am Wasser gebaut. Was bringt Dich – im Positiven, vor Rührung, vor Freude – zum Heulen?
  • Gibt es eine Sache, bei der Du Dich fragst, warum Du sie nich schon längst mal gemacht hast?
  • In wessen Schuhen wärest Du gerne mal für einen Tag?
  • Wie feierst Du Deinen Geburtstag am liebsten?
  • Wie lautet der Titel Deiner Autobiographie?
  • Ich verabschiede mich gerne mit: „Lass Dich nicht erwischen!“. Was antwortest Du?

Nominiert:

Aringus Ookami’s kleiner Blog 

Sam trainiert für einen Ultramarathon 

Run Love Train 

Ramen-chan 

Der tägliche Wahnsinn 

Wortmann 

Wolfgang’s Weg 

Robin’s Urban Life Stories 

Autopict 

Markus Rennt