Abseits der Autobahn

Ich sitz‘ also daheim und bin krank – und Laufen geht definitiv nicht. Nicht aufgrund der primären und auch nicht aufgrund der sekundären Symptome.

Was tut man also?

Mindestens ich liege auf dem Sofa, raffe mich gelegentlich zum Rechner und zum Tee Kochen in die Küche auf – und gucke DVD. Das übliche Mittagsprogramm in Fernsehen ist mir meist zuwider, aber wofür steht das Regal voller DVDs, speziell auch Serien und Filme, die zu gucken mit meinem Mann nicht so gut funktioniert.

Und eine dieser Serien, die da steht und seit viel zu langer Zeit viel zu selten angeschaut wird, schaue ich nun. Es mag vielen Leuten albern vorkommen, aber was ich anschaue, ist Glee. Sicher, die Serie ist klischeehaft, unrealistisch und übertrieben. Aber ich mag die Musik. Den überzogenen Highschool-Flair, auch wenn ich den echten nie kennen gelernt habe. Bei manchen Entwicklungen vergieße ich begeistert Freuden- und Rührungstränen. Es ist genau die richtige Dosis Drama mit Musik, aber es bricht ab, bevor es richtig schlimm wird.

Natürlich, ich stehe auch auf tiefe Dramen. Auf intensive Storylines, die einfach ewig lange im Drama, in der Tragik verharren. Meist versuche ich mir, dazu Musik vorzustellen, und meistens lande ich dann bei Klassik.

Es mag sein, dass man nun den Satz einwerfen könnte, den eine Kollegin von mir über ein Buch sagte, bei dem alle verwundert waren, dass sie es las. Ich weiß nicht mehr, was es war. Es ist auch egal. Sie sagte: „It’s just chewing gum.“ Ja, vielleicht ist Glee sowas in der Art für mich. Aber ich liebe es. Es ist die richtige Dosis und es tut mir gut, wenn ich krank bin, und wenn ich gesund bin.

Ich könnte immer wieder mitfiebern mit Brittany und Santana, die es bis zu meinem aktuellen Stand noch nicht hingekriegt haben, sich öffentlich zueinander zu bekennen. Ich bin immer wieder begeistert von Quinn Fabrays Augenaufschlag, dem leicht gesenkten Blick und der festen Überzeugung in ihrem Blick, dass niemand, gar niemand ihr widerstehen kann. Und Lea Micheles Stimme als Rachel Berry macht mir Gänsehaut, gerade wenn sie etwas singt, was eigentlich ganz andere Stimmen hatte, im Original – zum Beispiel das Duett aus der Folge, die ich aktuell schaue: Jesse St. James und Rachel Berry singen „Rollin‘ in the Deep“.

Und ich glaube, es macht mich gesund. Mindestens fühle ich mich gerade besser, seit es auf dem Bildschirm flimmert.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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Eine Antwort zu Abseits der Autobahn

  1. Wortman schreibt:

    Das Fernsehprogramm kann man ja eh knicken. Das ist bei uns eh so gut wie nie im Betrieb. Wenn, dann läuft ne DVD 🙂
    Von glee habe ich noch nie was gehört. Liegt wohl daran, dass mein Serienempfinden in anderen Regionen liegt 😉

    Gute Besserung wünsche ich dir.

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