Es läuft!

Heute war mein Wettkampf! Der Campus-Run auf dem Gelände der Uni Stuttgart, wo ich arbeite. Ich bin beide Wettkämpfe mit gelaufen, 12km und 6km. Die 12km waren vor allem für mich selbst, auch im Zuge der Halbmarathon-Vorbereitung und generell und überhaupt. Auf den 6km habe ich nicht voll durchgezogen, sondern dafür gesorgt, dass meine Laufgruppenkollegin nicht allein ihren ersten Wettkampf bestreiten musste. Für mich ging es da um nichts.

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und ist für mich sehr, sehr motivierend: Beim 12km-Lauf bin ich 1:02:27 gelaufen, war damit nochmal über fünf Minuten schneller als die Zeit, die ich im Training angepeilt hatte. Es reichte für Platz 2 unter den Damen über Dreißig, direkt hinter der schnellsten der Damen überhaupt. Insgesamt war ich Siebte bei den Frauen.

Beim 6km-Lauf war es natürlich nicht ganz so schnell, weil meine Kollegin noch nicht ganz so lange läuft. Aber wir waren weitaus besser, als ich das je erwartet hätte – mit 6:20 auf den Kilometer wurden die angepeilten 7:00 pro Kilometer bei weitem unterboten. Wie es scheint, bin ich sehr vorsichtig mit meinen Ansagen, was erreichbar ist – aber das finde ich gut, weil man dann im Wettkampf eher angenehme Überraschungen erlebt.

Und nun muss erstmal einen Moment regeneriert werden, bevor das Training weiter geht.

Aber ich bin gerade wahnsinnig glücklich über die Leistung, stolz auf mich und meine Kollegin und fühle mich richtig gut mit dem Ergebnis in einer Hitzeschlacht bei 29°C und ungewohnt vielen Höhenmeter auf dem Rundkurs – normal habe ich so 25 Höhenmeter auf meine 15 Kilometer Rheinebene – heute waren es weit über 100 auf dem 12km-Lauf und deutlich über 60 auf dem 6km-Lauf. Nächste Station ist dann der Halbmarathon.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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10 Antworten zu Es läuft!

  1. autopict schreibt:

    Na herzlichen Glückstrumpf, das ist doch legendär! Und das bei diesen Temperaturen. 10 bei guten Bedingungen, da sind die 50 nicht weit. Und der halbe in 1:50, ordentlich Training vorausgesetzt!
    🙂

    • Talianna schreibt:

      Ich habe mir immer noch gesetzt, dass der Halbmarathon in 2:00:00 geschafft sein soll. Alles weitere ist Bonus – auch wenn ich drauf hinarbeite, dass es schneller sein wird. Ich will mich nicht zu sehr unter Druck setzen.

      Im Moment ist auch noch im Raum, mich mit der Aussicht, nächstes Jahr Marathon zu laufen, also ganzen Marathon, über den Winter zu motivieren.

  2. daslandei schreibt:

    Glückwunsch! Laufen ist so gar nicht meins…

  3. Wortman schreibt:

    Klingt gut – denke ich 🙂 Ich hab keine Ahnung vom Laufen und den Zeiten. Bei fast 30 Grad zu laufen ist was für Verrückte 😉

    • Talianna schreibt:

      Unbestreitbar – die Hitze ist heftig.

      Zum Vergleich: Der derzeitige Marathon-Weltrekord liegt bei etwas über zwei Stunden, das sind drei Minuten pro Kilometer. Das ist HEFTIG schnell, 20km/h. Ein Kollege von mir sagte, als ich Anfang der Saison meinte: „Naja, mein erstes Training über volle 21km für den Halbmarathon waren 2:12:00.“ Er meinte: „Ja, das ist gut, da lassen sie Dich schon mitlaufen.“ 😉

      Ich für meinen Teil finde alles über 10km/h auf längere Strecken gut – und das wären die zwei Stunden für den Halbmarathon.

  4. Ruhrköpfe schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch an beide Läuferinnen 🙂 Echt klasse bei den Temperaturen

    • Talianna schreibt:

      Danke! Ich leite es auch weiter – meine Kollegin freut sich bestimmt, wenn Leute an ihrem Erfolg teil haben. So ganz nebenbei: Auf der Zielgerade im Stadion hat sie nochmal angezogen, das Tempo – und mich erstmal stehen lassen. Im Radfahrjargon würde man sagen: „Die Frau hat einen verdammt harten Antritt.“ Aber an der Ziellinie hatte ich sie fast wieder eingeholt. Da ich früher, bevor ich mir das ganze Doping klar gemacht hatte, viel Radfahren geschaut habe, habe ich hier ein bisschen einen Vergleich für die Aktion im Ziel: „Marco Pantani tritt an und lässt Jan Ullrich stehen – und vor dem Kamm ist der im Sattel sitzend fast wieder dran.“ 😀

      Wobei die beiden Herren sicher auch ohne Doping weitaus größere Leistungen erbracht hätten als ich.

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