Warum nur?

Tja, diese Frage habe ich mir heute mehrfach gestellt, als ich kurz hinter Pforzheim Ost auf der A8 stand und – stand. Und wartete. Und die Uhr wegticken spürte, im Bewusstsein, dass es spätestens gegen halb zehn langsam auf „keine Lauf-Licht-Verhältnisse mehr“ zu gehen würde.

Tja. Und da stand ich nun. Und nichts ging. Kein Unfall, ein Pannenfahrzeug mitten im Stau, aber das machte eigentlich gar nichts – auch vor dem Pannenfahrzeug ging nichts. Nada. Niente. Gaa nüscht.

Was ich mir mittlerweile zusammengereimt habe, nach dem ich durch die Baustelle fuhr, als der Verkehr wieder floss: Bei den Markierungsarbeiten für die Baustelle haben die Arbeiter wohl mitten im Berufsverkehr mindestens die rechte der beiden noch verfügbaren (normalerweise drei) Spuren zwischen Pforzheim Ost und Pforzheim West gesperrt. Dem Stillstand nach eher alle. Und so standen wir da eine halbe Stunde im besten Berufsverkehr. Und nichts ging. Warum man sowas im Berufsverkehr machen muss, während am Vortag die ganzen lustigen rot-weißen Pfosten schon standen und kein Mensch weit und breit zu sehen ist, bleibt mir ein Rätsel. Ich breche ja normalerweise gerne die Lanze für sinnvolle Verkehrsregeln, für adäquates Ersetzen von Fahrbahnbelag, auch wenn es Baustellen und Hindernisse gibt, aber da war ich dann echt kurz davor, fäkale Schimpfworte zu gebrauchen (oder auch ein Stück weiter).

Tja, und dann – dann fuhr ich weiter, in die Baustelle hinein. In die andere Baustelle. Und da war es grandios: Denn nunmehr ist die Richtungsfahrbahn Richtung Karlsruhe bis fast zur Brücke in Nöttingen frei gegeben, und der Verkehr Richtung Karlsruhe läuft schon darauf, und da mehr Platz und besserer Belag ist als auf der anderen, alten Seite, darf man dort nun 80km/h fahren!

Und im Endeffekt – nach dem Google Maps dem Stillstand Rechnung tragend für meine Ankunft 20:35 anzeigte, kam ich, als es wieder lief, dann doch um 19:20 daheim an, konnte einen Happen essen und dann 86 Minuten Laufen – 12 Kilometer. Im Endeffekt doch noch ein schöner Abend!

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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